Einsatzgebiete von Netzwerk-Überwachungslösungen werden vielfältiger

Überwachung virtueller Umgebungen via Network Monitoring

| Autor / Redakteur: Dorte Winkler / Andreas Donner

Laut Paessler-Umfrage kommen Netzwerk-Monitoring-Lösungen zunehmend als Multi-Tools zum Einsatz.
Laut Paessler-Umfrage kommen Netzwerk-Monitoring-Lösungen zunehmend als Multi-Tools zum Einsatz.

Eine aktuelle Studie der Paessler AG zeigt, dass Netzwerk-Monitoring-Lösungen neben ihren klassischen Aufgaben wie der Echtzeit-Überwachung von Bandbreite und Verfügbarkeit zunehmend auch als Multi-Tools für Zwecke wie die Malware-Detection und das Monitoring virtualisierter Umgebungen eigesetzt werden.

Der primäre Zweck einer Netzwerk-Monitoring-Software liegt in der Echtzeit-Überwachung von Bandbreite und Verfügbarkeit aller Geräte in der gesamten IT-Umgebung. Viele Unternehmen haben darüber hinaus Netzwerk-Monitoring-Tools als „Multitalente“ für vielfältige Zwecke für sich entdeckt, wie eine aktuelle Studie der Paessler AG zeigt.

Zum Beispiel können Malware-Angriffe schneller identifiziert werden, da die permanente Überwachung der Auslastung entsprechende Anzeichen frühzeitig meldet. Darüber hinaus rückt das Monitoring virtualisierter Umgebungen vermehrt in den Fokus der IT-Verantwortlichen.

Die Überwachung ihrer Netzwerkstrukturen gewinnt für Unternehmen stetig an Bedeutung, wie die Paessler-Studie nachweist. Insgesamt 724 Unternehmen wurden nach Gründen für den Einsatz sowie nach den Anwendungsgebieten einer Netzwerküberwachungslösung befragt – und die Antworten sind vielfältiger denn je.

Ungebrochener Virtualisierungstrend

Der Virtualisierungstrend in Unternehmen setzt sich fort. Nach Meinung von rund zwei Dritteln der Befragten ist ein professionelles Netzwerk-Monitoring Voraussetzung für das reibungslose Funktionieren der virtuellen Umgebung.

Schon bei den Sensortypen, die das IT-Personal installiert, zeigt sich die steigende Tendenz zur Virtualisierung. Rund die Hälfte aller Befragten gab an, mit VMware-Sensoren die IT-Netzwerke zu monitoren – das sind etwa 9 Prozent mehr als im Jahr 2010. Rund 20 Prozent greifen auf andere Sensoren speziell für virtuelle Systeme zurück.

Spitzenreiter sind jedoch die SNMP Traffic-Sensoren, die von 81 Prozent genutzt werden, gefolgt von WMI-Sensoren zur Überwachung von Windows-Systemen (64 %). Zusätzlich zu den Messkomponenten entscheidet sich ein nicht unerheblicher Anteil der befragten Unternehmen für den Einsatz von Packet Sniffing-Features (insgesamt etwa 48 Prozent) sowie NetFlow-Sensoren (insgesamt knapp 34 Prozent).

Element des Security-Konzepts

Durch die Vielzahl der eingesetzten Sensoren ist ein sehr umfangreiches Monitoring möglich, das dem Administrator dank der permanenten Bandbreiten-, Verfügbarkeits- und Auslastungsüberwachung stets einen Echtzeit-Überblick über den Zustand des Netzwerks und der angeschlossenen IT-Systeme verschafft. Plötzliche CPU-Lastzunahmen, unerwartet hohe Speicherausnutzung, starker Traffic oder gar Systemausfälle werden dadurch frühzeitig erkannt.

Da solche Vorkommnisse ihre Ursache oftmals in einer Malware-Attacke haben, fungiert die Netzwerk-Monitoring-Software hier als Frühwarnsystem für mögliche Angriffe. Diese Eigenschaft nutzen zunehmend mehr Unternehmen: In der Paessler-Kundenumfrage gaben etwa 80 Prozent der Teilnehmer an, dass sie PRTG neben Firewalls, Antivirensoftware u.Ä. als Baustein in ihrem IT-Security-Konzept einsetzen.

Des Weiteren bestätigten knapp 44 Prozent, dass sich die Sicherheit der IT-Umgebung mittels Monitoring-Software gesteigert habe. Dank der sofortigen Alarme bei Grenzwertüberschreitungen oder Ausfällen ist der Administrator in der Lage, zeitnah zu reagieren und wirtschaftliche Schäden zu verhindern bzw. so gering wie möglich zu halten.

Weniger Zeitaufwand und gesunkene Kosten

Worin genau sehen Unternehmen die Vorteile bei der Nutzung einer Monitoring-Lösung?

Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer füren eine enorme Zeitersparnis beim Netzwerkmanagement an. Rund 43 Prozent profitieren von drei oder sogar mehr Arbeitsstunden, die sie dank der Netzwerk-Monitoring-Lösung pro Woche einsparen und dadurch für andere Aufgaben als für die Verwaltung des Netzwerkes einsetzen können.

Zu den weiteren Vorteilen einer Monitoring-Software zählen finanzielle Ersparnisse, denn rund 62 Prozent der Umfrageteilnehmer identifizieren gesunkene Kosten für das Netzwerkmanagement. Dies liegt zum einen daran, dass auch für die Überwachung komplexer Netzwerke weniger Personal abgestellt werden muss; zum anderen zeigt eine Monitoring-Lösung frühzeitig Schwachstellen und Störungen auf, die dann umgehend behoben werden können.

Im Rahmen der Umfrage sollten die Teilnehmer außerdem beurteilen, wie wichtig ihnen verschiedene Features bei einer Netzwerk-Monitoring-Lösung sind. An der Spitze liegt mit rund 96 Prozent die Funktion des Uptime-/Downtime-Monitoring, die den Administrator auf dem Laufenden hält, ob alle Server und Endgeräte einwandfrei arbeiten. Etwa 91 Prozent bewerten die Alarmfunktion als sehr wichtig bzw. wichtig. Bei Grenzwertüberschreitungen oder Ausfällen erhält der zuständige IT-Mitarbeiter eine Meldung, z.B. per E-Mail, SMS oder zahlreiche andere Methoden.

Ebenfalls von Bedeutung ist das Reporting-System, das von 71 Prozent der Befragten als essenziell angesehen wird: Es erstellt tägliche oder wöchentliche Statistiken über den Netzwerkgebrauch und unterstützt den Administrator dabei, Trends zu erkennen. Auf den nächsten Plätzen folgen die automatische Konfiguration (66 %) sowie die Möglichkeit zur Berechnung des Bandbreitengebrauchs (56 %).

Fazit

Auf Grund aktueller Trends wie Virtualisierung sowie vermehrtem Cloud-Einsatz wird die Komplexität von Netzwerken zunehmen. An dieser Stelle eignet sich Network Monitoring-Software, Administratoren beim Netzwerkmanagement zu unterstützen, damit sie komplexe Strukturen effizient und zielgerichtet handhaben können.

Neben der Überwachung von Verfügbarkeit, Bandbreitenauslastung und Systemnutzung trägt ein solches System ebenfalls zur Sicherheit der IT-Umgebung bei. Durch die frühzeitige Erkennung und Meldung von Störungen, Ausfällen etc. können die Verantwortlichen zeitnah reagieren und wissen darüber hinaus sofort Bescheid, wo genau der Fehler zu suchen ist.

Daraus resultiert wiederum eine Einsparung bei den Arbeitszeitressourcen, die das Personal für andere wichtige Aufgaben nutzen kann. Network Monitoring unterstützt daher nicht nur die reine Verwaltung von Netzwerken, sondern sorgt auch in anderen Bereichen für spürbare Entlastungen.

Über den Autor

Dorte Winkler arbeitet in den Bereichen Marketing und Public Relations bei der Paessler AG

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