Sychronisationsgenauigkeit von Mobilfunknetzen

Überwachung des Precision Time Protocol in heterogenen Netzen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

ADVA Optical Networking möchte mit der Einführung der FSP 150SP den Ausbau der 4G-Mobilfunknetze vereinfachen.
ADVA Optical Networking möchte mit der Einführung der FSP 150SP den Ausbau der 4G-Mobilfunknetze vereinfachen. (Bild: ADVA Optical Networking)

Die FSP 150SP von ADVA Optical Networking ermöglicht das Testen des Precision-Time-Protocol-Signals (PTP), unterstützt Synchronous Ethernet und den IEEE-1588v2-Standard und ist mit einem GPS-Empfänger ausgestattet.

Mit der Einführung der FSP 150SP zur Messung der Synchronisationsgenauigkeit (Sync Probe) wird laut Hersteller ADVA Optical Networking die Einführung und der Betrieb von Mobilfunknetzen der vierten Generation (4G) vereinfacht, da sich mit dem Gerät präzise Synchronisierungsinformationen über eine vielschichtige Netzinfrastruktur verteilen und überwachen lassen.

Somit würden Netzbetreiber, die Mobilfunkbasisstationen mit dem Kernnetz vernetzen, in die Lage versetzt, Synchronisationsdienste kommerziell anzubieten.

Die FSP 150SP gehört zur ADVA-Produktfamilie für ethernetbasierende Zugangs- und Transportnetze, mit der Funktionen aus dem Syncjack-Portfolio zur Verteilung und Überwachung von Synchronisierungsinformationen bereitgestellt werden. Das Messgerät bringt Syncjack an jeden Knoten der Netzinfrastruktur – ADVA zufolge würde dadurch eine umfassende Steuerung, Überwachung und Überprüfung von Synchronisierungssignalen gewährleistet.

Sowohl beim Aufbau einer neuen Infrastruktur als auch bei der Nutzung einer bestehenden Carrier-Ethernet-Infrastruktur der ersten Generation könnten dank Syncjack neue Geschäftschancen durch die Bereitstellung von SLA-basierenden Synchronisierungsdiensten generiert werden. Diese könnten sich gezielt auf die Überwachung und Analyse von PTP und Informationen auf SyncE-Basis ausrichten. Die präzise Überwachung der Genauigkeit der Zeitinformation sei jederzeit möglich und umfassende Statistiken können in Bezug auf externe, interne und GPS-Referenzen oder auch ganz ohne Synchronisierungsreferenzen generiert werden.

„Die Industrie treibt die Evolution der Mobilfunknetze immer schneller in Richtung LTE und der dazugehörigen Evolved-Packet-Core-Architektur. Hierbei ist die Verfügbarkeit von präziser Zeitinformation eine wichtige Voraussetzung“, sagt Christoph Glingener, Vorstand Technologie bei ADVA Optical Networking.

„Die Netzbetreiber können ihre Aufgabe nicht auf die Vernetzung der Basisstationen mit Glasfaser beschränken; zusätzlich müssen präzise Zeitinformation bereitgestellt werden, um einen perfekten Phasenabgleich zwischen benachbarten Basisstationen zu gewährleisten. Das ist das Hauptziel unserer FSP-150-Produktfamilie und ihrem neuen Mitglied, der FSP 150SP. Zum ersten Mal sind die Netzbetreiber nun in der Lage, bei der Anbindung von Mobilfunkbasisstationen präzise Synchronisationsinformation über eine heterogene Carrier-Ethernet-Infrastruktur bereitzustellen, die aus Übertragungstechnik von unterschiedlichen Herstellern besteht. Veraltete T1/E1-Systeme können nun abgeschaltet werden und GPS-Empfänger sind nicht mehr an jeder Basisstation notwendig. Unsere Syncjack-Lösung und die dazugehörige Ende-zu-Ende-Betriebs- und Überwachungssoftware eröffnet Netzbetreibern zahlreiche neue Möglichkeiten, profitable Zusatzdienste bei der Anbindung von Mobilfunkbasisstationen anzubieten.“

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