UDOO x86 = x86-PC + Arduino 101

UDOO x86 – 10 x schneller als Raspberry Pi 3

| Autor / Redakteur: Margit Kuther / Andreas Donner

Noch kann man sich auf Kickstarter für das UDOO x86 registrieren; als Auslieferungstermin wird November 2016 genannt.
Noch kann man sich auf Kickstarter für das UDOO x86 registrieren; als Auslieferungstermin wird November 2016 genannt. (Bild: Kickstarter / UDOO)

UDOO x86 kombiniert Aduino-101-Flexibilität mit der Performance von Intels Quadcore bis 2,56 GHz Takt, meistert bis zu drei separate 4K-Displays – und läuft unter Linux, Windows und Android.

UDOO sieht sein aktuelles Kickstarter-Projekt UDOO x86 als „das leistungsfähigste Maker-Board“ und als PC-Platine. Statt wie bisher auf ARM setzt UDOO beim UDOO x86 auf Intels Quadcore-Prozessor (14-nm-Technologie) mit 2,0 GHz bis 2,56 GHz Takt.

Laut UDOO bietet der „UDOO x86 zehn Mal mehr Leistung als Raspberry Pi 3“. Diese Angabe bezieht sich auf UDOO x86 mit 2,24 GHz Takt, 4 GB RAMS und 8 GB eMMC.

Intels Quadcore und Arduino-101-kompatible MCU

UDOO x86 bietet mit Intels Quadcore nicht nur hohe Performance, sondern unterstützt dank Arduino-101-kompatiblem Intel-Curie-Mikrocontroller und Arduino-101-Layout der GPIO-Pins (General Purpose Input Output) auch alle Arduino-101-kompatiblen Shields, Sensoren und Aktoren.

Enthalten sind zudem Arduino-101-Upgrades – inklusive 6-Achsen-Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Bluetooth Low Energy-Konnektivität. Die Betriebsspannung und die der I/Os beträgt 3,3 V, alle Pins sind vor 5 V Überspannung geschützt.

Übrigens, aus Rechtegründen heißt das Arduino-101-Board außerhalb der USA Genuino 101.

UDOO x86 eignet sich für IoT-Projekte

Der Clou des UDOO x86 ist die direkte Kommunikation zwischen dem Quadcore-Prozessor von Intel und der Arduino-kompatiblen Plattform über eine interne USB-Schnittstelle. So kann der UDOO x86 verwendet werden, um die Arduino-kompatiblen Module direkt mit der Standard-Arduino-IDE zu programmieren.

Auf diese Weise lassen sich etwa IoT-Projekte einfach bewerkstelligen: Denn die Platine ist so entwickelt, dass der Arduino-101-kompatible Microcontroller auch dann weiter laufen kann, wenn der leistungshungrige Quadcore im Ruhemodus ist. Wird die Quadcore-CPU benötigt, kann die Arduino-MCU diese wecken.

3 Varianten: UDOO x86 Basic, Advanced und Ultra

Von UDOO x86 sind drei Varianten – UDOO x86 Basic, Advanced und Ultra – auf Kickstarter vorgestellt:

Alle UDOO x86 unterstützen gleichzeitig bis zu drei 4K-Monitore mit unterschiedlichen Darstellungen. Auch in puncto Speichermedien ist die Platine äußerst flexibel: UDOO x86 erlaubt Multiboot und bootet flexibel von verschiedensten Medien. Vorhanden sind: 3 x USB 3.0, 8 GB eMMC-Speicher, SATA, Gigabit-LAN, M.2 Sata und MicroSD.

Vorhanden sind zudem 2 x UART, 1 x HDMI, 2 x miniDP++.

An Multimedia-Unterstützung bietet UDOO in puncto HW Video Decode: x86 H.265/HEVC, H.264, MPEG2, MVC, VC-1, WMV9, JPEG, VP8 und HW Video Encode: H.264, MVC, JPEG. Integriert ist bei allen Varianten ein Mikrofon- und Headphone-Combo-Anschluss, S/PDIF out, eine RC5-IR-Schnittstelle und eine GPIO-Kontaktleiste.

Das Projekt startet bei 89 $ mit der Variante

UDOO x86 Basic. Diese Platine ist ausgestattet mit einer 2-GHz-Quadcore-CPU von Intel (Braswell, x5-E8000), 2 GB DDR3L-RAM und Intels HD Grafik mit bis zu 320 MHz Takt.

UDOO x86 Advanced kommt mit Intels 2, 24-GHz-Quadcore (Braswell N3160), 4 GB DDR3L-RAM Dual Channel und Intels HD Grafik 400 mit bis zu 640 MHz Takt.

UDOO Ultra, das Top-Modell, integriert einen Intel Pentium-Quadcore (N3710) mit 2,56 GHz Takt, 8 GB DDR3L-RAM Dual Channel und Intels leistungsfähige HD Grafik 405 mit bis zu 700 MHz Takt.

Alle Varianten gibt es auch mit Starter-/Performance-Kit. Noch kann man sich auf Kickstarter registrieren; als Auslieferungstermin wird November 2016 genannt. Allerdings erfolgt die Lieferung nicht weltweit.

Tipp: Wem die Leistung eines UDOO x86 nicht reicht, der kann mittels Cluster-Kit acht UDOO-x86-Platinen aufeinandertürmen und so die Performance erheblich steigern.

UDOO x86 meistert Linux, Arduino und Windows

UDOO x86 unterstützt alle x86-kompatiblen Betriebssysteme: Linux, Windows 10, 8.1 und 7, oder Android. Desweiteren ist UDOO x86 kompatibel zur offiziellen Arduino-101-IDE mit allen Skizzen, Tutorials und Ressourcen, die in der Arduino-101-Community verfügbar sind.

UDOO x86 bietet dank seines Desktop-basierenden Prozessors auch in puncto Software die Flexibilität eines PCs. Sie können etwa Netflix, Sky Go, Amazon Instant Videos oder andere Streaming-Plattformen nutzen - auf Basis eines ruhigen, lüfterlosen Home Theather Personal Computers. Auch für Videogames eignet sich die PC-Platine.

Natürlich meistert UDOO x86 auch Büroprogramme, Photoshop oder eignet sich zum Surfen im Internet.

UDOO unterstützt in puncto Soft- und Hardware die Open-Source-Kultur. UDOO will, wie bei den früheren Platinen auch, Schaltpläne, 3D-Design, Binary-Code, Bill of Material (BOM), etc. am Ende der Kampagne zusammen mit einer Creative-Commons-CC-BY-SA-3.0-Lizenz veröffentlichen.

UDOO x86 versus Raspberry Pi

Wer hohe Performance und Anschlussflexibiliät benötigt, für den ist UDOO x86 die erste Wahl. Neben der leistungsfähigeren CPU – das Topmodell des Raspberry Pi, der Raspberry Pi 3, bietet Broadcoms Quadcore BCM2837 mit 1,2 GHz Takt und Videocore IC mit 400 MHz Takt – bieten alle Raspberry Pis nur USB 2.0, 10/100-Ethernet und maximal 1 GB LPDDR2-SDRAM.

Auch die Anschlussvielfalt des UDOO-x86-Boards erreicht Raspberry Pi nicht, ebensowenig die Software-Vielfalt. So unterstützen von den Linux-basierenden Raspberry Pis nur Raspberry Pi 2 und 3 Windows – allerdings nicht das PC-Betriebssystem Windows 10, sondern nur die Variante Windows 10 IoT.

Allerdings gibt es auch für Raspberry Pi zahlreiche Steckkarten – und unschlagbar ist der günstige Preis von rund 45 Euro für das Topmodell, den Raspberry Pi 3.

Tipp: Auch einigen Raspberry-Pi-Nutzern eröffnet sich die Arduino-Welt, wenn auch über Umwege, denn Raspberry Pi hat werksseitig keine Arduino-kompatible MCU. Denn auch Raspberry Pi verfügt über eine Kontaktleiste und darüber lässt sich etwa die Platine Embedded Pi für Raspberry Pi A und B anschließen.

Embedded Pi dient als Hardware-Verbindung zwischen Raspberry Pi und den Hunderten von Arduino Shields. Der Embedded Pi wird über den Kontakt General Purpose Input/Output (GPIO) mit dem Raspberry Pi verbunden und ist via Jumper Formfaktor-kompatibel sowohl zu 5-V- als auch zu 3,3-V-Arduino Shields.

Weitere Informationen zur Kommunikation Raspberry Pi und Arduino bietet etwa die Site Tutorials-Raspberry.

Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal ELEKTRONIKPRAXIS.

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