Hardware wird weiter an Relevanz verlieren

Trends 2019: SDA, Workloads, autonome Backups

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Veritas Technologies verrät, auf welche Entwicklungen Unternehmen im Jahr 2019 eine Antwort haben sollten.
Veritas Technologies verrät, auf welche Entwicklungen Unternehmen im Jahr 2019 eine Antwort haben sollten. (Bild: © – grandeduc – stock.adobe.com)

Veritas Technologies geht für 2019 davon aus, dass das Thema Software-Defined Architecture (SDA) in den Fokus rücken und die Vielfalt an Workloads und Applikationen weiter zunehmen wird. Dies erfordere simplifizierte Backup-Systeme, die sich den Workloads und der SDA autonom angleichen.

„Die vorherrschende Cloud-First-Mentalität und der wachsende Fokus auf SDA führen dazu, dass Unternehmen mit noch mehr Daten, neuen Workloads und hybriden Architekturen umgehen müssen – und zwar in verschiedenen Unternehmensbereichen“, so sieht es Roger Scheer, Vice President DACH bei Veritas Technologies. Nach Ansicht des Anbieters für Datensicherung in Unternehmen und Software-Defined Storage sollten Unternehmen im Jahr 2019 auf diese Entwicklungen eine Antwort haben:

1. Noch mehr Daten werden gesammelt und getauscht

Sensoren, Workloads und Big-Data-Analysen erzeugen immer mehr Daten, die abgelegt, ausgewertet, verknüpft, gesichert, juristischen Vorgaben entsprechend gepflegt und archiviert werden müssen. Laut Veritas wächst die Datenmenge weltweit durchschnittlich um 49 Prozent pro Jahr. Schätzungen der EU-Kommission zufolge werden in fünf Jahren 46 Prozent aller Unternehmen in Europa ihre Daten mit anderen teilen – und dies werde ihre wirtschaftlich wichtigste Aktivität sein.

2. Software-defined wird als Architektur dominanter

Eine Umfrage von Veritas unter 100 IT-Leitern in Deutschland habe ergeben, dass schon heute 46 Prozent der Daten in einer Private oder Public Cloud liegen. Ein Grund: Cloud-Infrastruktur-Provider könnten Kapazitäten dank eines extrem hohen Virtualisierungsgrads und SDA schnell und hoch skalierbar für Millionen von Kunden aufsetzen. Die Ressourcen standardisierter Hardware würden per Software hochverfügbar, sicher und automatisch konfiguriert und Kunden und deren Workloads zugewiesen. Für neue Kapazitäten könnten die Nodes in der Software-Defined Architecture um weitere physikalische Maschinen erweitert werden. Die SDA und ihre Software-Schnittstellen könnten diese einbinden und die neuen Ressourcen klug aufteilen.

3. Neue Workloads – komplexere Architekturen

Während Infrastruktur und Betrieb dank SDA immer weiter automatisiert und vereinheitlicht werden, so Veritas, werde die Vielfalt bei Applikationen und Workloads im Jahr 2019 weiter zunehmen: Terradata habe in einer Umfrage unter 260 globalen Konzernen ermittelt, dass bereits 80 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr in Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) investiert hätten, um aus ihren Daten neues Wissen zu extrahieren. Die Umsatzprognosen für Plattformen wie MongoDB, Cassandra, OpenSQL, Hadoop oder SAP HANA zeigten klar, dass auch der Mittelstand auf diesem Gebiet immer stärker aktiv werde. Unternehmen würden im Idealfall in der Lage sein, für jede Aufgabe den geeigneten Dienst aus der Cloud zu wählen, wie aus einem virtuellen Werkzeugkasten. Die Workloads würden zwangsläufig immer häufiger verschiedene multiple Clouds miteinander verbinden. Damit komme in Unternehmen aus Architektursicht ein bunter Mix aus Hybrid Cloud und lokalen Ressourcen zum Einsatz.

4. Kampf um Experten wird härter

Die EU-Kommission erwartet, dass im Jahr 2020 rund zehn Mio. EU-Bürger als sogenannte Data Workers tätig sein werden. Bereits für das kommende Jahr sei zu erwarten, dass Firmen auf diesem Gebiet immer stärker um Talente wetteifern müssen. Fehlende Experten gelten als eine der Hürden bei der Digitalisierung in Deutschland. Um die Lücke zu überbrücken und bestehende Teams zu entlasten, müssten die eingesetzten IT-Systeme radikal einfacher zu betreiben sein.

5. Autonome und simplere IT-Systeme

Systeme für Datensicherung und Backup, die einfacher zu verwalten sind, immer autonomer funktionieren und sich den neuen Workloads und SDA angleichen, sind laut Veritas in den kommenden Jahren ein entscheidender Faktor. Hierfür bedürfe es ausgesprochen komplexer Algorithmen, die die Backup-Soft- und -Hardware mithilfe von ML und KI durch die Erstkonfiguration leiten, sobald die Parameter aus der Infrastructure as Code zu ihnen durchgereicht werden. Denn mit den wachsenden Datenmengen sollten Backup-Systeme in der Lage sein, horizontal und vertikal zu skalieren und sich gegenseitig über den aktuellen Zustand zu informieren – ohne dass menschliche Interaktionen nötig seien.

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