Vereinfachtes Bauteildesign und schneller Lithografieprozess

TOWI plant billigere optische Koppler

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Die Verbindungselemente besitzen vergleichsweise wenige optische Komponenten – und das reduziert auch Transmissionsverluste.
Die Verbindungselemente besitzen vergleichsweise wenige optische Komponenten – und das reduziert auch Transmissionsverluste. (Bild: TOWI)

Direct Optical Volume Printing soll die Herstellungskosten von Kopplern für die optische Datenübertragung auf ein Zehntel drücken. Das Startup TOWI Solutions will die preiswerten Bauteile produzieren.

Das an der TU Berlin gegründete Startup TOWI Solutions (TOWI) kündigt erste Demo-Koppler an, die nach einem besonders preiswerten Verfahren hergestellt werden. Die Technologie stammt vom Unternehmen selbst und heißt Direct Optical Volume Printing, kurz DOVP.

Mit DOVP könnten sich optische Verbindungselemente zu einem Zehntel der bisherigen Kosten fertigen lassen. Ein direkter und schneller Lithografieprozess solle das gesamte Herstellungsverfahren beschleunigen und zudem leicht auf hohe Stückzahlen skalieren. Der Anbieter spricht von einer neuartigen Technologie mit vereinfachtem Bauteildesign, das mit der Anzahl optischer Komponenten auch die Transmissionsverluste erheblich reduziere.

TOWI erwartet eine steigende Nachfrage an schnellen und kostengünstigen Verbindungselementen. So könnten Rechenzentren von zuverlässigerem Echtzeit-Streaming und stabileren Informationstransfers profitieren. Auch mobile Geräte oder hochauflösende TVs könnten die Technik künftig nutzen.

Hinter TOWI steht ein dreiköpfiges Team, das am Institut für Optik und Atomare Physik an der TU Berlin beheimatet ist. Finanziert werden die Gründer nach eigenen Angaben durch einen EXIST-Forschungstransfer – ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Im März gewann TOWI zudem den Gründerwettbewerb "IKT Innovativ" und ein Preisgeld von 30.000 Euro.

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