Integration der Telekommunikation in die IT

Toplink: Telefonie wird CIO-Sache

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Datenschutz, Datensicherheit und Rechtssicherheit werden mit der Internet-Telefonie noch mehr in den Fokus des CIO rücken.
Datenschutz, Datensicherheit und Rechtssicherheit werden mit der Internet-Telefonie noch mehr in den Fokus des CIO rücken. (Bild: vege – Fotolia.com)

Wenn VoIP und cloudbasierte Telekommunikation in die IT-Infrastruktur integriert werden, müssen das Zusammenspiel und natürlich auch die Sicherheit gewährleistet sein. Somit wird dies zunehmend in den Verantwortungsbereich des CIO fallen, sagt Kommunikationsspezialist Toplink.

„Der Chief Information Officer (CIO) muss sich künftig mit dem Thema Telefonie befassen, ob er will oder nicht“, stellt Toplink-Geschäftsführer Jens Weller fest und erläutert: „Die althergebrachte Trennung zwischen klassischer Telefonie und IT wird aufgehoben, indem VoIP und cloudbasierte Telekommunikation fest in die IT-Infrastruktur integriert werden. Dabei müssen nicht nur Kompatibilität und Zusammenspiel gewährleistet sein, sondern natürlich auch die Sicherheit – also Chefsache. Und natürlich gehört dazu nicht nur die klassische Telefonie, sondern auch Videokonferenzen, Desktop Sharing und weitere moderne Kommunikationsformen.“

„Bei vielen CIOs ist die Integration der Telekommunikation in die IT nicht gerade ein geliebtes Thema, weil sie mit der digitalen Transformation ihres Unternehmens schon genug Arbeit auf dem Schreibtisch haben“, weiß Dr. Michael Fuchs, Sonderbeauftragter CIO des Think Tank Diplomatic Council. Toplink-Chef Jens Weller rät in diesen Fällen zur Auslagerung der Telekommunikation inklusive Telefonie in die deutsche Cloud.

Cloud-Telefonie nach deutschem Datenschutz

Der Cloud-Telefonsystem-Betreiber Toplink bietet laut eigenen Angaben unter dem Markennamen LUCA Microsofts Skype-for-Business-Dienste mit verschlüsselten Anschlüssen an. Damit genüge der Telefon-, Videokonferenz- und Sharing-Service von Microsoft in vollem Umfang der in Deutschland geltenden Datenschutzgesetzgebung, teilt Toplink mit. Dieser Aspekt sei kritisch geworden, nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Safe-Harbour-Abkommen mit den USA gekippt hatte und die Neuregelung „US-EU Data Privacy Shield“ schon vom Start weg als wenig rechtssicher gegolten habe. Als Begründung habe der EuGH angeführt, dass die persönlichen Daten europäischer Nutzer in den USA nicht ausreichend vor dem Zugriff der Behörden gesichert seien.

„Datenschutz, Datensicherheit und natürlich auch Rechtssicherheit stellen für jeden CIO ein kritisches Thema dar“, sagt der CIO-Sonderbeauftragte Dr. Michael Fuchs. Er erklärt: „Das gilt natürlich ganz besonders für deutsche Unternehmen, die der nationalen Datenschutzgesetzgebung unterliegen und mit der Auslagerung von Daten vermutlich gegen geltendes Recht verstoßen.“

Kritische Themen für CIOs

Toplink zufolge könnten CIOs durch die Auslagerung der Telekommunikation in die Cloud vielen kritischen Themen entgehen, mit denen sie sich bislang schlichtweg nicht befassen mussten. Dazu gehöre beispielsweise der Gebührenbetrug durch Hackerangriffe auf Internet-Telefonanlagen, der nach Schätzungen der Communications Fraud Control Association (CFCA) jedes Jahr um 29 Prozent zunimmt. Die Mehrzahl der Angriffe finde am Wochenende statt, um den Samstag und Sonntag ungehindert für den Betrug zu nutzen, bevor das betroffene Unternehmen im besten Fall am Montagmorgen das Desaster bemerken und eingreifen könne. Die CFCA schätzt den dadurch entstandenen Schaden für 2015 auf weltweit rund 35 Mrd. Euro.

Einsparpotenzial in Milliardenhöhe

Als Treiber der Integration der Telekommunikation in die Unternehmens-IT nennt Jens Weller die Einführung von Videokonferenzen, Desktop Sharing und weiteren zeitgemäßen Kommunikationsformen, die anstehende Totalabschaltung des ISDN-Telefonnetzes sowie nicht zuletzt massive Kosteneinsparungen. In einer aktuellen Umfrage von Toplink unter 1.340 Fach- und Führungskräften gehe über ein Drittel (35 Prozent) von einem Einsparpotenzial von mindestens 1 Mrd. Euro jährlich aus, ein knappes Viertel (24 Prozent) sogar von mehr als 10 Mrd. Euro im Jahr, wenn die Unternehmen ihre Geschäftsreisen halbieren und dafür verstärkt Videokonferenzen einsetzen würden. Das Gros der Unternehmen (88 Prozent) halte nicht die Sichtbarkeit des Gesprächspartners für den wichtigsten Vorteil der virtuellen Zusammenarbeit, sondern, dass alle Konferenzteilnehmer dieselbe Präsentation oder dasselbe Dokument sehen, während gesprochen wird (Desktop Sharing).

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