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Kritische Netzwerke schützen Timing und Synchronisation mit hoher Präzision

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Kritische Netzwerke benötigen redundante Backup-Systeme, wenn für eine präzise Zeitmessung Signale wichtiger Satelliten ausfallen. Der Grandmaster TimeProvider 4100 Release 2.3 von Microchip Technology erfülle diese Anforderung gemäß dem aktuellen Sicherheitsstandard IEEE 1588 v2.1 2019.

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Der TimeProvider 4100 Release 2.3 unterstützt an jedem Ethernet-Port zwei Precision-Time-Protocol-Serverprofile.
Der TimeProvider 4100 Release 2.3 unterstützt an jedem Ethernet-Port zwei Precision-Time-Protocol-Serverprofile.
(Bild: Microchip)

Der TimeProvider 4100 Release 2.3 führt eine optionale Lizenz für das Multi-Client Precision Time Protocol (PTP) ein, die bis zu drei Verbindungen zu anderen Grandmastern im Netz des Betreibers ermöglicht, so Hersteller Microchip. Diese Fähigkeit diene als Backup für die Zeit- und Phaseneingabe. Die Option basiere auf dem aktuellen Standard-Majority-Vote-Mechanismus IEEE 1588 2.1, um den besten Eingang für den APTS-Backup-Schutz (Assisted Partial Timing Support) auszuwählen.

Microchip zufolge sei man mit dem TimeProvider 4100 Release 2.3 bei der Bereitstellung flexibler, da zwei PTP-Serverprofile an jedem Ethernet-Port unterstützt würden. Die Nutzung dieser Ports lasse sich ohne zusätzliche Investitionen in die Hardware optimieren. Auch seien PTP-Server, PTP-Client und In-Band-Management auf einem einzigen Port nutzbar.

Der TimeProvider 4100 Release 2.3 unterstützt den aktuellen Sicherheitsstandard IEEE 1588 2.1 2019, hierzu zähle auch architekturgesteuerte Sicherheit, die redundante Kommunikationspfade zwischen PTP-Knoten verwendet, um Manipulationen zu erkennen.

Außerdem seien Out-of-Band-Verwaltungsmechanismen integriert, um Manipulationen, Beeinträchtigungen und Ausfälle zu erkennen. Neben Authentifizierung, Autorisierung und Accounting (AAA) werde auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung unterstützt. Als weitere Merkmale nennt Microchip:

  • PTP-Erweiterungen, einschließlich erhöhte Kapazität von bis zu 1000 Netzwerk-Clients, die für bestimmte Anwendungen wie Rechenzentren erforderlich sind.
  • Verbesserungen des E1/T1-Erweiterungsmoduls mit neuen Signalen wie Composite Clock und JCC (Japan CC Format) an den Ein-/Ausgängen – für eine bessere Integration mit bestehenden Systemen.

Der TimeProvider 4100 Release 2.3 könne mit dem Synchronisations-Managementsystem TimePictra von Microchip verwaltet werden, um umfassende FCAPS-Dienste (Fault, Configuration, Accounting, Performance and Security) bereitzustellen.

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