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Anbieter sieht hohe Kosten und geringe Abdeckung Thingstream hat keine Eile mit 5G

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Wenngleich 5G insbesondere auch IoT-Anwendungen vorantreiben soll, hat der Schweizer Anbieter Thingstream keine Eile bei der Implementierung. Statt für mobile Anwendungen tauge der kommende Mobilfunkstandard zunächst als Glasfaseralternative und Backhaul.

Für weitreichendere Szenarien gäbe es heute bessere Lösungen als 5G – glaubt Thingstream.
Für weitreichendere Szenarien gäbe es heute bessere Lösungen als 5G – glaubt Thingstream.
(Bild: Thingstream)

Ein 5G-IoT-Gerät für die mobile Industrie 4.0 zu bauen, ist derzeit nicht zielführend – glaubt Neil Hamilton VP EMEA beim IoT-Plattformanbieter Thingstream. Grund: Entsprechende Lösungen seien nur mit erhöhtem Kostenaufwand zu realisieren. Zudem werde das neue Netz auf absehbare Zeit nicht überall verfügbar sein und wäre damit für viele Anwendungsfälle von Unternehmen ungeeignet. Dabei denkt Hamilton insbesondere an weitreichende Einsatzgebiete rund um das industrielle Internet der Dinge.

Seinen Nutzen werde 5G derweil eher am Backhaul entfalten, wenn große Datenmengen von vielen Knoten abgewickelt werden sollen. Für eingeschränkt mobile Löungen könnte die neue Mobilfunktechnik taugen, für weitreichendere Szenarien gäbe es bereits heute bessere Lösungen, die großflächig und kostengünstig verfügbar sind.

Hamilton resümiert: „Der Übertragungsstandard 5G wird für Unternehmen in den nächsten Jahren eine nützliche Alternative zu Glasfaser sein, wenn sich der Bedarf an Konnektivität auf eine begrenzte Region beschränkt. Es wird für die gängigen Anwendungsfälle von Industrie 4.0 wie Asset Tracking und Maschinenüberwachung von Vorteil sein, wenn dies lokal begrenzt ist.“

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