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Plattform-übergreifender Videokonferenz-Dienst als Lösung und Service Telekom: Videokonferenzen in der Cloud

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Mit Videomeet bietet die Deutsche Telekom einen Videokonferenz-Service an, der unterschiedliche Dienste und Endgeräte umgreift. Der Dienst, der in der Cloud läuft, kann von Dienstleistern als Türöffner für weitere Services genutzt werden.

Mit der Deutschen Telekom in die Cloud: Der Videokonferenz-Service Videomeet macht's möglich.
Mit der Deutschen Telekom in die Cloud: Der Videokonferenz-Service Videomeet macht's möglich.
(Bild: Deutsche Telekom AG)

Warum besucht Kay Ohse, Head of Video bei der Deutschen Telekom, die Redaktion persönlich, wo es doch Videokonferenzen gibt? Vor allem das von ihm vorgestellte System Videomeet könnte auf Anfrage von IP-Insider doch alle Reisetätigkeit erübrigen.

Die Antwort kommt Ohse schnell über die Lippen: „Man soll Journalisten nicht seine eigene Lösung verkaufen“, also nicht mit der Tür ins Haus fallen. Die Nachricht muss erst noch überbracht werden, dass Videomeet nämlich ein gleichwohl einfaches wie auch universelles Videokonferenz-System ist.

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Universell verbunden

Der Anbieter selbst nennt seine „Plattform für globale Videokommunikation“ auch ein „Cloud-basiertes Brückensystem für Videokonferenzen“. Das Besondere daran ist die Interoperabilität, das heißt die Teilnehmer können sich über unterschiedlichste Dienste und Endgeräte in eine Videokonferenz einwählen. So können beispielsweise Dienste von Anbietern wie Skype, Google Talk oder Microsoft Lync untereinander oder mit H.323-basierten Telepresence-Systemen, wie diejenigen von Cisco, Lifesize, Polycom oder Radvision, und mit unterschiedlichen mobilen Geräten kommunizieren. Auch über Standard-Telefone sei die Anbindung an eine Konferenz gewährleistet.

Die Lösung setzt keine eigene Infrastruktur voraus und ist damit in zweierlei Hinsicht attraktiv: Einerseits als einfacher, kostengünstiger Einstieg für Endanwender in die Welt der Videokonferenzen, andererseits auch als einfache Ergänzung zu bestehenden Systemen, die bisher nicht erreichbare Anwender mit einbindet. Das Marktpotenzial ist, wie Ohse sich ausdrückt, enorm: „Wir reden nicht über die 6.000 Raumsysteme in Deutschland, sondern über mindestens 3,5 Millionen Enduser, die hier noch angebunden werden können.“

Argumente für den Verkauf

Technisch gesehen siedelt Ohse Videomeet zwischen einer On-Premise- und einer B2C-Lösung an. Da das Cloud-basierte System praktisch keinen Installationsaufwand erfordert – der Service wird komplett von der Deutschen Telekom betrieben – bleiben die Kosten für die Nutzung des Dienstes im Rahmen.

Der Einstiegspreis beginnt bei 350 Euro im Monat für eine 1.000-Minuten-Flat. Laut Ohse entspricht dies in etwa den Kosten für eine eintägige Dienstreise.

„Aufgrund der Unkompliziertheit im Handling und der Geräte-Unabhängigkeit kann Videomeet einen ähnlichen Stellenwert im Bewusstsein der Menschen bekommen, wie Google Maps“, ist sich Ohse sicher.

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