Europaweites Projekt auf Basis neuer Netztechnologie

Telekom treibt mit Partnern Narrowband IoT voran

| Autor / Redakteur: Alexander Lautz / Andreas Donner

Gemeinsam mit Partnern treibt die Detsche Telekom die Produktentwicklung im Bereich Narrowband IoT voran.
Gemeinsam mit Partnern treibt die Detsche Telekom die Produktentwicklung im Bereich Narrowband IoT voran. (© Mimi Potter - Fotolia)

Narrowband IoT heißt das Netz für das Internet der Dinge. Als Partner für die neue Technologie entwickelt die Deutsche Telekom im Rahmen ihrer Initiative „NB-IoT Prototyping Hub“ gemeinsam mit Start-ups und Kunden zukunftsfähige Prototypen bis zur Marktreife.

Der Standard ist da: Seit kurzem sind die Spezifikationen für die neue Funktechnologie Narrowband IoT (NB-IoT) finalisiert. Ein echter Meilenstein für das Internet der Dinge, ist die Netztechnik doch haargenau auf die Bedürfnisse von Machine-to-Machine- (M2M) und IoT-Lösungen zugeschnitten. Die Analysten von Analysys Mason rechnen damit, dass es schon 2023 über 3 Milliarden Verbindungen geben könnte. Um diese Chance zu nutzen, hat die Deutsche Telekom den „NB-IoT Prototyping Hub“ gegründet. Mit dem Programm will das Unternehmen gemeinsam mit Start-ups und Kunden die Entwicklung von Produkten auf Basis von NB-IoT ermöglichen.

Narrowband IoT – die Zukunft des Internets der Dinge

Unterschiedliche Anwendungen im IoT benötigen unterschiedliche Netze. Kritische M2M-Kommunikation, wie etwa bei der Fernsteuerung von Maschinen, braucht Echtzeitkommunikation über hochverfügbare, zuverlässige Verbindungen. Dafür eignet sich LTE oder zukünftig der 5G-Mobilfunk. Braucht man eine große Reichweite bei möglichst geringem Energieverbrauch und zu niedrigen Kosten, gab es bisher keine einheitliche Netztechnologie. Nach der Standardisierung ist die Lösung dafür Narrowband IoT. Hohe Anzahl an Verbindungen pro Zelle, lange Akkulaufzeiten von bis zu 10 Jahren und eine starke Abdeckung mit zusätzlichen 20 Dezibel auf dem Link-Budget gegenüber GPRS sind nur einige Vorzüge der neuen Technologie.

Überall, wo klassische Netze unrentabel sind, wird daher künftig NB-IoT zum Einsatz kommen. Zum Beispiel beim Smart Metering: Wasser-, Gas- und Stromzähler sind meist im Keller zu finden. Hier kommen bisherige Mobilfunkverbindungen an ihre Grenzen. Nötig ist ein Modul, dessen Funksignale auch Kellerwände durchdringen können und das bestenfalls ohne externe Stromversorgung auskommt. Gleichzeitig müssen nur wenige Daten in größeren Zeitabständen übermittelt werden.

Neue Produkte für ein neues Netz

Narrowband IoT besticht durch zahlreiche Vorteile. Im Gegensatz zu proprietären Technologien kann für NB-IoT das lizensierte Mobilfunkspektrum der Telekom genutzt werden. Damit kann nicht nur auf eine bereits bestehende, sehr umfangreiche Infrastruktur zugegriffen werden, weitere Pluspunkte sind die gute Planbarkeit, die starken Security-Maßnahmen und die hohe Betriebssicherheit. Für viele Anwender höchst wichtige Kriterien.

Um eine möglichst breite Palette an Lösungen zu bieten, entwickelt die Telekom gemeinsam mit Partnern, Start-ups und Kunden im „NB-IoT Prototyping Hub“ Anwendungen auf der Basis von NB-IoT. Davon profitieren alle Beteiligten. Start-ups erhalten exklusiven Zugang zu der neuen Netzwerktechnologie, verkürzen ihre Produkteinführungszeit, profitieren von der Expertise der Telekom und ihrer Partner und kommen in Kontakt mit ihrer Zielgruppe sowie potenziellen Kunden. Die Telekom als perfekter Partner für die Prototypen kann den NB-IoT-Markt besser mitgestalten, sich mit innovativen Unternehmen vernetzen und sich als Technologie-Experte auf diesem Gebiet positionieren.

Alexander Lautz.
Alexander Lautz. (Bild: Telekom)

Hubraum für NB-IoT-Ideen und -Produkte

Ausgewählte Jungunternehmer partizipieren während des Projekts neben neuester Hard- und Software-Technik auch durch die Erfahrung der Telekom und ihrer Partner. Jedem Start-up steht im Rahmen eines Mentoring-Programms ein Betreuer zur Seite. In enger Zusammenarbeit treffen sich Mentoren, Teilnehmer und Kunden regelmäßig, um sich miteinander auszutauschen und zu vernetzen. So sollen bis Ende 2016 die ersten Prototypen entwickelt werden.

Die Initiative stößt auf reges internationales Interesse. Start-ups aus insgesamt 26 Ländern sind an einer Zusammenarbeit interessiert. Vor allem Prototypen für die Bereiche Logistik und Metering liegen dabei im Trend.

Über den Autor

Alexander Lautz ist Senior Vice President M2M bei der Deutschen Telekom.

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