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100G und OTN-Switching zwischen USA und Lateinamerika Telefónica rüstet Seekabelnetzwerk mit Cienas Geomesh auf

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Telefónica Global Solutions (TGS) setzt Cienas 100G kohärente optische Transporttechnologie in seinem Seekabelnetzwerk SAm-1 ein und reagiert so auf die wachsende internationale Nachfrage nach bandbreitenintensiven Services.

Cienas 6500 Packet-Optical Platform soll Kapazität und Flexibilität des Seekabelnetzwerk Sam-1 erhöhen.
Cienas 6500 Packet-Optical Platform soll Kapazität und Flexibilität des Seekabelnetzwerk Sam-1 erhöhen.
(Bild: Ciena)

Das SAm-1-Netzwerk ist ein Seekabel-Glasfaser-System mit Kabellandungspunkten in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Peru, Puerto Rico und Florida (USA). Nach Telefónica-Angaben transportiert das Netzwerk an Tagen mit hoher Auslastung mehr als 2 TBit/s Datenverkehr und pro Jahr mehr als 20 Mrd. internationale Gesprächsminuten. Außerdem würde es permanent eine aktive IP-Kapazität von mehr als 6 TBit/s zur Verfügung stellen.

TGS setzt Cienas 5400 Reconfigurable Switching System und 6500 Packet-Optical Platform ein, die auf den kohärent-optischen Prozessoren Wavelogic 3 basieren. Dieses Paket umfasst Colorless/Directionless-ROADM-Funktionen sowie optische Geomesh-Bypässe, um das 25.000 Kilometer lange terrestrische und Seekabelnetzwerk zu unterstützen. Das 5400-System, das mit kohärenten optischen Prozessoren ausgestattet ist, würde 100G-Services über mehrere Netzwerkanbindungen ermöglichen und Latenz und Komplexität im Netzwerk reduzieren. Teile des Systems sind unter anderem ein 6.700 Kilometer langes Seekabelnetzwerk, das Boca Raton (Florida, USA) mit Fortaleza (Brasilien) verbindet, sowie eine 2.100 Kilometer lange unregenerierte, terrestrische Netzwerkverbindung zwischen Buenos Aires (Argentinien) und Valparaiso (Chile). Das 5400-System verbessere das Datenverkehrsmanagement und die Verfügbarkeit der Bandbreite mit einer Switching-Kapazität von 3,6T in acht der Stationen von TGS in Mittel- und Südamerika, in denen die Seekabel an Land kommen, sowie einer Switching-Kapazität von 7.2T in den US-Stationen.

Telefónica setzt ebenfalls Cienas Onecontrol-Unified-Management-System ein, das Multi-Layer-Service-Management bietet, um schnelle Service-Aktivierung, Störfallmanagement und Performance-Monitoring zu ermöglichen.

Mithilfe des Architekturansatzes OPn von Ciena könne das erweiterte TGS-Netzwerk sich automatisch an sich verändernde Bedingungen und Anforderungen anpassen. Außerdem ließen sich programmierbare und skalierbare Netzwerkinfrastrukturen konstruieren, die Betreibern eine bessere Monetarisierung ihrer Netzwerke ermöglichen könnten. So könnten auch bestehende Kabelverbindungen mit 100G-Services nachgerüstet werden, wenn der Bedarf steigt.

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