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Container-Verwaltung über Open-Source-Engine Docker Technical Preview 3 von Windows Server 2016

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit der dritten Technical Preview von Windows Server 2016 und System Center 2016 stellt Microsoft erstmalig eine Preview von Windows Server Container vor. Zudem seien neue Nano-Server-Funktionalitäten und Software-Defined-Datacenter-Erweiterungen verfügbar.

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Microsoft unterstützt mit der dritten Technical Preview von Windows Server 2016 nun auch Container.
Microsoft unterstützt mit der dritten Technical Preview von Windows Server 2016 nun auch Container.
(Bild: Microsoft)

Die aktuelle Preview von Windows Server 2016 bietet Microsoft zufolge verbesserte Nano-Server-Funktionalitäten zur Remote-Verwaltung mit Powershell, ein vereinfachtes Software-Defined Networking, höhere Sicherheit durch abgeschirmte virtuelle Maschinen sowie Funktionserweiterungen von System Center zum Management virtualisierter Umgebungen.

Minimale Größe für agiles Serverumfeld

Nano Server sei eine Minimalversion von Windows Server mit etwa einem Zwanzigstel der Größe des Windows Server Core und nur denjenigen Komponenten, die absolut notwendig seien, etwa Hyper-V, Clustering, Networking, Storage, .NET und Common Language Runtime – aber keine grafische Oberfläche. Mit dem Nano Server möchte Microsoft nach eigenen Angaben ein agiles Serverumfeld schaffen. Als schlankes und perfomantes Betriebssystem sei es speziell darauf ausgelegt, Cloud-Applikationen und Container auszuführen und wichtige Ressourcen zu schonen.

Hyper-V-Container-Unterstützung

Windows Server 2016 wird laut Microsoft Windows- und Linux-Container unterstützen. Die Container sollen sich über die Open-Source-Engine Docker verwalten und auf diese Weise Applikationen automatisch bereitstellen lassen. Kunden könnten Docker-Container-Anwendungen erstellen, die auf Windows-Servern im eigenen Rechenzentrum genauso lauffähig seien wie unter Windows Server 2016 in einer virtuellen Maschine auf Microsoft Azure, unabhängig von der Hosting-Umgebung und dem Cloud-Provider.

Daneben werde es auch Unterstützung für Hyper-V-Container geben. Hier soll es sich um mit Docker verwaltbare Container handeln, die Microsofts Hypervisor Hyper-V für die Virtualisierung nutzen. Dabei werde Hyper-V den Container und nicht das gesamte Betriebssystem virtualisieren. Diese Virtualisierung schaffe eine zusätzliche Isolationsschicht, was besonders Firmen entgegenkommen und für den Einsatz von Containern in mandantenfähigen Umgebungen nützlich sein soll.

Die Technical Preview 3 von Windows Server 2016 steht im Technet Evaluation Center zum Download bereit. Eine dritte Vorschauversion von System Center 2016 ist ebenfalls verfügbar.

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