HP erweitert Portfolio für Rechenzentrumsnetze Switches für FlexNetwork-Architektur und Services für IPv6-Migration

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

HP erweitert seine Netzwerkarchitektur FlexNetwork. Ab Anfang 2012 sollen 10-Gigabit-Ethernet-Switches (GbE) der Serie HP 5900 die Skalierbarkeit des Netzwerks erleichtern und den Übergang zum 10-GbE-Standard beschleunigen. Switches der Serie HP 12500 sollen ab Herbst 2011 die Ausfallzeiten verringern und die Performance zwischen Servern verbessern. Darüber hinaus bringt HP neue Services für die Migration auf das Internetprotokoll IPv6.

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Der HP-Switch 5900AF-48XG-4QSFP ist mit 48 10-GbE-Ports ausgestattet.
Der HP-Switch 5900AF-48XG-4QSFP ist mit 48 10-GbE-Ports ausgestattet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Top-of-Rack-Switch HP 5900 reduziert nach HP-Angaben die Anzahl logischer Geräte im Access Layer zwischen Servern und Switches um 50 Prozent im Vergleich zu Geräten anderer Hersteller. Das Gerät unterstützt die Virtualisierungstechnologie HP Intelligent Resilient Framework (IRF). Mittels IRF sollen sich vier 5900-Switches virtualisieren und wie ein einzelner Switch bedienen lassen. Dieses virtualisierte Server-Zugangsnetz würde die Netzwerkarchitektur vereinfachen und die Aggregationsebene zwischen Netzwerkrand und Core überflüssig machen. Aufgrund kurzer Reaktionszeiten und hoher Port-Skalierbarkeit soll sich der Switch für die Übertragung von hohen Datenvolumina eignen. Für Uplinks stehen bis zu vier 40-Gigabit-Ports zur Verfügung.

Performance-Steigerung um bis zu 80 Prozent

Die Switches der Serie HP 12500 sind ebenfalls mit der aktualisierten IRF-Technologie verfügbar und bieten HP zufolge eine verbesserte Ausfallsicherheit: Vier Switches lassen sich zu einem Verbund zusammenschalten und vollständig redundant auslegen. Über ungenutzte Glasfaserkabel, sogenannte Dark Fibers, können die Systeme zweier Rechenzentren verbunden werden. Laut einer im August 2011 durchgeführten Studie des unabhängigen Testlabors Network Test sollen die HP-12500-Switches die Performance zwischen Servern um bis zu 80 Prozent verbessern.

Services für Migration auf IPv6

Zudem bietet HP Dienstleistungen, die eine unterbrechungsfreie Umstellung auf IPv6 ohne Sicherheits- oder Qualitätseinbußen ermöglichen sollen:

  • IPv6 WebService zum Betreiben von Webseiten während der Übergangsphase.
  • IPv6 Architecture and Design Service für die unternehmensweite Einführung von IPv6.
  • IPv6 Transition Consulting Service für die Unterstützung bei Aktualisierungen von Systemen und Anwendungen nach der Umstellung.
  • IPv6 Transition and Implementation Service für ein durchgängiges Projektmanagement für die unterbrechungsfreie Einführung von IPv6.

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