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Schönes Device mit einigen Kritikpunkten Surface Pro ab 31. Mai im Handel

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Neben den Apps lässt sich beim Surface Pro auf den altbekannten Desktop zugreifen, denn es basiert auf X86-Intel-Chips und läuft unter dem „normalen“ Windows. Das und vieles mehr macht das Tablet für Geschäftskunden interessant. Doch so ganz ohne Makel ist das mobile Device nun auch wieder nicht.

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Das Surface Pro kommt mit „richtigem“ Windows und soll professionelle Anwender ansprechen.
Das Surface Pro kommt mit „richtigem“ Windows und soll professionelle Anwender ansprechen.
(Bild: Microsoft)

Ab dem 31. Mai wird das Microsoft-Tablet Surface Pro in Deutschland erhältlich sein. Wer es kaufen will, muss allerdings für die 64-Gigabyte-Version 879 Euro (UVP) hinlegen, für die 128 Gigabyte-Version 979 Euro (UVP). Damit liegt das Gerät preislich weit über denen anderer Tablets oder Notebooks.

Doch André Hansel, Produktmanager bei Microsoft, verteidigt den Preis: „Im reinen Vergleich mit einem Notebook für 500 Euro mag es teuer sein. Nimmt man jedoch ein Ultrabook, so zahlt man dafür auch schon zwischen 800 bis 1.000 Euro. Da das Surface Pro eigentlich gleich zwei Geräte ersetzt, nämlich Desktop und Tablet, und zudem bereits eine Windows-8-Lizenz beinhaltet, ist es in Relation sogar günstiger. Zudem ist der Verwaltungsaufwand für den IT-Administrator geringer, da ein Unternehmensimage samt Sicherheitsrichtlinien direkt auf das Gerät gezogen werden kann.“

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Leichtgewichtiges Arbeitstier

Surface Pro ist im Gegensatz zu seiner kleinen Schwester Surface RT ein vollwertiger PC mit bis zu 128 Gigabyte Speicherplatz, leistungsstarken Intel Core i5-Prozessor und einem 10,6 Zoll großen HD-Bildschirm. Das Device vereint die Produktivität eines Windows-8-PCs mit der Mobilität und der einfachen Interaktionsmöglichkeit eines Tablets. Dabei wiegt es weniger als 900 Gramm und ist nur 13,5 mm dick.

Ein besonderer Vorteil: Neben den üblichen Windows-8-Kacheln kann der Nutzer auf einen vollständigen Desktop zugreifen. Das macht das Tablet für Unternehmenskunden interessant.

Mit im Lieferpaket enthalten ist der Surface Pen. Die integrierte Palm Block Technologie des Stifts erlaubt es, Zeichnungen, handschriftliche Notizen in Apps und andere Eingaben intuitiv durchzuführen und schnell zwischen Stift- und Fingereingabe zu wechseln. Wer eine Tastatur haben möchte, muss noch einmal in den Geldbeutel greifen. Der Preis für das so genannte Touch Cover, also die ansteckbare spritzwassergeschützte Abdeckung mit Tastatur, liegt bei 120 Euro; die etwas hochwertigere Ausführung des Type-Covers bei 130 Euro.

Auf Sicherheit geachtet

Interessant dürfte für Business-Kunden die schon vorinstallierte VPN-Software sein, die einen sicheren Zugang auf das Firmennetzwerk ermöglicht. Auch Bitlocker ist bereits auf dem Gerät vorhanden, so dass Speicher-Sticks einfach verschlüsselt werden können und bei einem möglichen Verlust die Daten nicht einfach abgerufen werden können.

Ein Full-Size USB-3.0-Anschluss mit Superspeed, Micro-SD-Kartenslot für zusätzlichen Speicher und ein 16:9-Breitbild-HD-Display bieten volle Entertainment-Möglichkeiten.

Wichtige Infos fehlen noch

Die Akkudauer wird von Microsoft mit 4,5 Stunden angegeben – doch das sei ein „konservativ berechneter Wert“. Bei den meisten Ultrabooks anderer Hersteller liegt die angegebene Akkulaufzeit zwischen fünf bis sechs Stunden. Probleme könnte es beim Austausch des Akkus geben, denn das Gerät verfügt über keine Schrauben, um es zu öffnen und den Akku herauszunehmen. Auf die Frage, ob der Wechsel möglicherweise über einen teuren Kundenservice geschehen müssen, konnte Hansel nur vage antworten: „Nähere Informationen wird es dazu voraussichtlich in der zweiten Junihälfte geben.“

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Das aktuelle Betriebssystem Windows 8.1 wird kostenlos mitgeliefert, ob das jedoch für Folgelizenzen ebenfalls gilt – auch dazu konnte noch nichts gesagt werden.

Mit dem Marktstart des Surface Pro in Deutschland wird auch der Surface-Power-Adapter mit zusätzlichem USB-Port erhältlich sein. Im Gegensatz zu USB-Ladegeräten, die bis zu sechs Stunden Ladezeit benötigen, lädt er das Device mit zwölf Volt und garantiert so innerhalb von zwei Stunden eine 80prozentige Ladekapazität.

Preise fürs Zubehör

Microsoft hat bereits die Preise für das optional erhältliche Zubehör bekantt gegeben (alle als unverbindliche Preisempfehlung):

  • Surface Pro Power Adapter mit zusätzlichem USB-Port: 79 Euro
  • Touch-Cover: 119 Euro
  • Type-Cover : 129 Euro
  • Wedge Touch Mouse: 69 Euro
  • VGA-Adapter: 39 Euro
  • HD-Digital-AV-Adapter: 39 Euro

Unterschied zum Surface RT

Seit dem Launch von Windows 8 im vergangen Oktober ist bereits das Surface RT in Deutschland verfügbar. Die RT-Variante ist leichter, verfügt über eine längere Akku-Laufzeit und ist mit touch-optimierten RT-Versionen der Microsoft-Office-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint und OneNote ausgestattet. Die Betriebssystemversion ist jedoch an die verbauten ARM-Prozessoren angepasst und eher als Consumer-Produkt gedacht. So fehlen einige Funktionen, die im Unternehmenseinsatz gebraucht würden. Außerdem laufen auf dem Gerät keine x86-Programme.

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