Studie: Desktops und Notebooks bei der Migration im Fokus

Supportende beflügelt Umstieg auf Windows 10

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der auslaufende Support für Windows XP und Windows 7 veranlasst Unternehmen zur Windows-10-Migration.
Der auslaufende Support für Windows XP und Windows 7 veranlasst Unternehmen zur Windows-10-Migration. (Bild: Matrix42)

Einer Matrix42-Studie zufolge plant rund jedes zweite Unternehmen in der DACH-Region die Einführung von Windows 10 – ein Drittel wegen des auslaufenden Supports für Windows XP und Windows 7. Handlungsbedarf sehen fast 60 Prozent der Unternehmen vor allem bei Desktops und Notebooks.

47 Prozent der Unternehmen, heißt es in der Studie von Matrix42, haben die Absicht, das neue Betriebssystem in ihrer Organisation zeitnah einzusetzen. Neun Prozent der Unternehmen gaben an, bereits unmittelbar mit dem Erscheinen von Windows 10 migrieren zu wollen; 16 Prozent planten bis Ende des Jahres den Umstieg. Weitere 28 Prozent möchten der Studie zufolge bis Ende des kommenden Jahres ihre IT umstellen. Die verbleibenden 45 Prozent würden zwar auf Windows 10 wechseln wollen, hätten aber noch keine konkreten zeitlichen Vorstellungen.

Die Begründungen für den Umstieg seien mannigfaltig. Mit über 30 Prozent dominiere allerdings das Argument, dass der komplette Windows-XP-Support und der Windows-7-Standard-Support ausgelaufen sind – was eindeutig das Sicherheitsbedürfnis von Administratoren widerspiegele. An zweiter Stelle, mit 20 Prozent, komme das Anwenderargument der neuen Features und Funktionen, die Windows 10 zu bieten habe. Weitere Wünsche seien, ein einheitliches Betriebssystem für mehrere Gerätetypen zu haben (16 Prozent), produktiver zu sein (13 Prozent) oder Kosten zu sparen (11 Prozent).

Kompatibilität als große Herausforderung

Doch es gebe auch Bedenken. Fast 30 Prozent hätten Sorge, dass beim Einsatz des neuen Betriebssystems Probleme mit der Software-Kompatibilität auftreten könnten. 24 Prozent befürchteten bei der Migration einen erhöhten Zeit- und Kostenaufwand; 18 Prozent hätten zudem Bedenken, dass es zu Hardware-Kompatibilitätsschwierigkeiten kommen könnte. Als Herausforderung sehen die Anwender des Weiteren die Komplexität neuer Features und aus Administratorensicht befürchte man eine mangelhafte Unterstützung des neuen Betriebssystems durch das bestehende Management-Tool.

Migration in Wellen

So sei es kaum verwunderlich, dass die Unternehmen beim Betriebssystemwechsel auf Nummer sicher gehen wollen. 34 Prozent würden deshalb einen Rollout in Wellen planen und nach und nach einzelne Unternehmensbereiche mit Windows 10 ausstatten. 24 Prozent sprechen von einem „schleichenden Wechsel“, sprich sobald es Hardwareneuerungen gebe, solle auch das Betriebssystem ausgetauscht werden. Eine „Hauruck“-Migration wollen laut Studie 22 Prozent vornehmen; 18 Prozent geben an, nacheinander die verschiedenen Gerätetypen zu migrieren.

Generell stünden bei der Windows-10-Migration Desktops und Notebooks im Fokus. 59 Prozent der von Matrix42 befragten Unternehmen wollen das neue Betriebssystem auf PCs und Notebooks nutzen. An zweiter und dritter Stelle folgen Tablets (18 Prozent) und virtuelle Desktops (17 Prozent) und erst an vierter Stelle, mit neun Prozent, die Smartphones.

Alle genannten Zahlen seien im Rahmen der CeBIT im März 2015 erhoben worden. Matrix42 zufolge haben insgesamt 1.231 Konzerne sowie mittelständische und kleine Unternehmen teilgenommen. Matrix42 stellt die Studie (nach Registrierung) als kostenlosen Download zur Verfügung, ebenso eine Guideline zur Umsetzung der Betriebssystem-Migration.

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