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Sichtbarkeit und Kontrolle im WLAN oft ungenügend Studie: WLAN-Qualität steht Bildung im Weg

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

51 Prozent der weltweit im Bildungssektor tätigen IT-Manager sind davon überzeugt, dass die Lernerfahrung von Schülern und Studenten unter einer ungenügenden WLAN-Qualität leidet. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Aerohive Networks in Auftrag gegebene Studie.

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Die Lehr- und Lernressource Internet kann ohne ein effektives WLAN nicht optimal genutzt werden.
Die Lehr- und Lernressource Internet kann ohne ein effektives WLAN nicht optimal genutzt werden.
(Bild: Aerohive Networks / Syda Productions – Shutterstock.com)

Die Studie „The Unknown Network“ sei auf eine weitverbreitete WLAN-Unzufriedenheit an Schulen und Hochschulen gestoßen. Dabei sei 92 Prozent der 560 befragten IT-Entscheider sehr wohl bewusst, wie wichtig eine gute WLAN-Qualität für den Lernerfolg sei. Nur 41 Prozent meinten jedoch, dass ihr WLAN genügend Sichtbarkeit und Kontrolle biete, um den Schülern und Studenten ein optimales Lernumfeld bereitzustellen. Laut der Studie spielen WLAN- und BYOD-Investitionen 2016 trotz noch immer knapper Kassen eine große Rolle für die meisten IT-Manager.

Die Studie habe bestätigt, dass mobile Endgeräte und Technologien den Bildungsbereich endgültig erobert hätten. Schulen würden im Interesse der Lernerfahrung großzügig in Notebooks und Tablets investieren. 75 Prozent der Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen setzten aktiv auf den BYOD-Trend.

Nach Ansicht der Studienteilnehmer profitieren in erster Linie IT/Technologie, Naturwissenschaften und Mathematik von einer guten WLAN-Qualität – ein wichtiger Faktor angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach entsprechenden Fachkräften. Nur 42 Prozent der IT-Manager fühlten sich jedoch ausreichend gerüstet, um die Flut an neuen Geräten wirksam zu verwalten. Mangelnde Netzwerkintelligenz bedeute, dass viele von ihnen nicht in der Lage seien, die WLAN-Erfordernisse ihrer Nutzer zu erfüllen. Dieses Phänomen, das Aerohive als „unbekanntes Netzwerk“ bezeichnet, hindere Bildungseinrichtungen daran, ihrem Lehrauftrag gerecht zu werden und eine bestmögliche Lernumgebung zu schaffen.

Nach Ansicht von 95 Prozent der IT-Manager seien Lehrer und Schüler/Studenten gleichermaßen mit der aktuellen WLAN-Situation unzufrieden. Ursache des Problems sei der mangelnde Einblick in Art und Nutzung der Endgeräte, der zwangsläufig zu einem Gefühl des Kontrollverlusts unter den Verantwortlichen führe. Ohne ausreichende Netzwerkintelligenz sähen sich die IT-Manager außerstande, angemessene WLAN-Kapazitäten für den Lehrbedarf ihrer Einrichtungen zu schaffen.

Um Lernziele zu erreichen und konkurrenzfähig zu bleiben, benötigten Bildungseinrichtungen zukunftsfähige Technologien. 78 Prozent, so die Studie, wollen ihr WLAN-Angebot im kommenden Jahr überprüfen und aktualisieren, um im Wettbewerb bestehen zu können, 48 Prozent sehen noch dringenderen Handlungsbedarf und wollen die Thematik sofort oder innerhalb der nächsten sechs Monate angehen.

Für die Aerohive-Studie hat das Londoner Marktforschungsunternehmen Loudhouse im Dezember 2015 insgesamt 560 IT-Entscheider aus Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Spanien, Italien, Skandinavien, Australien und Neuseeland befragt. Es handele sich dabei um ein breites Spektrum an Bildungseinrichtungen mit unterschiedlichen Trägermodellen und IT-Budgets.

Am 17. März 2016 veranstaltet Aerohive ein Webinar in deutscher Sprache, das den Einfluss von WLAN auf digitales Lernen an Schulen und Hochschulen thematisiert.

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