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Spannende Herausforderungen fördern die Treue zum Arbeitgeber Studie des IT Job Board: Ein interessanter Job ist wichtiger als das Gehalt

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Peter Schmitz

In vielen Fällen haben die Personalabteilung und IT-Verantwortlichen es selbst in der Hand, ob ihre Mitarbeiter nach einigen Jahren kündigen oder im Unternehmen bleiben. Eine Studie des IT Job Board unter 249 IT-Fachleuten in Deutschland ergab: Weiche Faktoren wie ein interessanter Job, eine gute Arbeitsatmosphäre und die Abdeckung der beruflichen Interessen spielen für die meisten IT-Mitarbeiter eine größere Rolle als das Gehalt.

Karriereentwicklung, berufliche Interessen und die Suche nach neuen Herausforderungen waren die Hauptgründe für einen Arbeitsplatzwechsel (Mehrfachnennungen möglich).
Karriereentwicklung, berufliche Interessen und die Suche nach neuen Herausforderungen waren die Hauptgründe für einen Arbeitsplatzwechsel (Mehrfachnennungen möglich).
( Archiv: Vogel Business Media )

Am häufigsten verließen IT-Mitarbeiter in der Vergangenheit ein Unternehmen, wenn sie das Gefühl hatten, ihre Karriere stecke in einer Sackgasse (35 Prozent). Dieses Kriterium wird oft mit Aufstiegschancen gleichgesetzt, umfasst aber mehr. Nicht jeder Mitarbeiter will Führungskraft werden, strebt aber trotzdem einen interessanten und herausfordernden Job an. Wegen der Verweigerung einer Leitungsfunktion kündigten lediglich elf Prozent der Befragten.

Anerkennung und Verantwortung werden geschätzt

Das Gehalt spielt beim Weggang eine wichtige, jedoch keine so große Rolle wie häufig angenommen: „Nur“ 15 Prozent der Befragten lösten den letzten Vertrag wegen einer ihrer Meinung nach zu geringen Vergütung auf. Die Faktoren „mangelnde Anerkennung“ und „zu wenig Verantwortung“ sind für mehr als jeden zehnten Arbeitnehmer ein Grund, das Unternehmen zu verlassen.

Angestellte wünschen Weiterbildungschancen

Die Beziehung zum Chef und zum Team führt selten zu derart massiven Problemen, dass gekündigt wird. Auch die Ausstattung des Arbeitsplatzes und die Arbeitsbelastung spielen kaum eine Rolle. Hat ein Unternehmen einen schlechten Ruf, zieht es nicht unbedingt die besten IT-Experten an, aber gekündigt wird deshalb selten. Die Weiterbildungsmöglichkeiten hingegen sind für zehn Prozent ein Grund, das Handtuch zu werfen. Hier ist wieder die Personalabteilung gemeinsam mit dem IT-Leiter gefragt, die entsprechenden Angebote zu schaffen.

„IT-Mitarbeiter sind dem Unternehmen treu, wenn ihnen spannende Herausforderungen geboten werden und sie fachlich weiterkommen. Wenn diese Bedingungen stimmen, kommt es selten zur Kündigung, auch wenn das Gehalt, der Ruf des Unternehmens, der Standort und die Nebenleistungen nicht den Idealvorstellungen der Angestellten entsprechen“, fasst Stephan Busch, Sales Manager Deutschland vom IT Job Board, zusammen.

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