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Citrix belegt Nachholbedarf bei Mobile Device Management Studie beleuchtet Status quo von BYOD

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Einbindung mobiler Endgeräte ist eine zentrale strategische Herausforderung für die Zukunft – das glauben laut einer Citrix-Studie 78 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen.

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IT-Verantwortliche sehen noch einige Hürden auf dem Weg zu mehr Mobilität.
IT-Verantwortliche sehen noch einige Hürden auf dem Weg zu mehr Mobilität.
(Bild: Citrix)

Citrix hat jetzt Ergebnisse der Auftragsstudie "Mobility in Business" veröffentlicht. Für das Stimmungsbild wurden weltweit 1.700 "erfahrene IT-Verantwortliche" befragt; Antworten der deutschen Teilnehmer hat Citrix separat ausgewiesen und ermöglicht damit Rückschlüsse auf die Ansichten hierzulande.

Demnach ist die Einbindung mobiler Endgeräte nicht nur für 78 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen eine zentrale strategische Herausforderung; mit 74 Prozent erkennen fast ebensoviele Befragte darin einen der wichtigsten potentiellen Wettbewerbsvorteile. In absehbarer Zeit wollen des Weiteren 72 Prozent der untersuchten Firmen auf BYOD setzen, also ihren Angestellten erlauben, private Endgeräte auch im geschäftlichen Umfeld zu nutzen.

Ist es den Befragten damit wirklich ernst, besteht beim Mobile Device Management (MDM) wohl noch einiger Nachholbedarf: Derzeit sei eine mobile Geräteverwaltung nur in jedem zweiten Unternehmen üblich. Über ein Drittel der Befragten hatte zudem noch keine formalen Richtlinien für den Umgang mit Handy, Tablet oder Laptop eingeführt.

Als Hürden für ihre Mobilstrategien nennen deutsche Unternehmen Probleme, wenn verschiedene Betriebssysteme parallel unterstützt werden sollen (30 Prozent). Mit 29 Prozent haben ähnlich viele IT-Abteilungen Sicherheitsbedenken, 23 Prozent fürchten zusätzliche Kosten.

Weiteres Ergebnis der Studie: Offenbar werden nicht nur private Endgeräte, sondern auch Consumer Apps im beruflich genutzt. Die Frage nach einer korrekten Lizenzierung beantwortet die Studie nicht. Dafür listet die Erhebung, welcherlei Anwendungen am häufigsten von Mitarbeitern nachgefragt werden. Mit 52 Prozent liegen Apps für Sales, CRM oder Datenbanken ganz vorn. Es folgen Programme für firmeninterne Plattformen.

Mit 55 Prozent setzen deutsche IT-Verantwortliche bei mobilen Apps auf eine Mischung aus kommerziellen Angeboten und Eigenentwicklungen. Fast ein Fünftel will grundsätzlich nur intern entwickelte Anwendungen zulassen – aus Sicherheitsgründen.

Als verbreitetstes, mobiles Betriebssystem gilt Android. 72 Prozent der deutschen Befragten wollen Googles OS unterstützen. "Windows 8" folgt auf Platz zwei (57 Prozent) – an dieser Stelle wirken die von Citrix kommunizierten Ergebnisse allerdings etwas verwirrend. Die Studie spricht von "Windows 8" als vollständig ausgestattetem Betriebssystem. Im Kontext mobiler Plattformen wären Windows Phone 8 und Windows RT 8 naheliegendere Kandidaten. Neben "Windows 8" führt die Studie übrigens auch noch "Windows Mobile" als mobile Plattform.

Die Studie "Mobility in Business" wurde vom Markforschungsunternehmen Vanson Bourne durchgeführt. Die 1.700 Befragten stammten aus 17 unterschiedlichen Ländern. Weitere Ergebnisse der Studie gibt es online als PDF.

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