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Echte Datendurchsätze von 802.11n praxisnah nachgemessen Studenten testen Enterprise Access Points

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Ruckus Wireless hat einen Vergleichstest von drahtlosen Access Points der Enterprise-Klasse gewonnen. Kleiner Wermutstropfen: Der Hersteller hat die Untersuchung selbst mitkonzipiert.

Der Test soll Netzwerk-Managern wertvolle Informationen zur Leistung von 3-Stream-Produkten mit MIMO-Technik geben.
Der Test soll Netzwerk-Managern wertvolle Informationen zur Leistung von 3-Stream-Produkten mit MIMO-Technik geben.
(Bild: CCENT )

Dozenten und Studenten am "Center for Convergence and Emerging Networking Technologies" (CCENT) der Syracuse School of Information Studies haben untersucht, was für den Geschäftseinsatz gedachte Access Points verschiedener Hersteller unter praxisnahen Bedingungen leisten. Im Fokus standen dabei 802.11n-Systeme mit drei Streams; die Hersteller der Testsysteme heißen: Aruba Networks, Aerohive Networks, Cisco Systems, Meraki und Ruckus Wireless (Ruckus).

Die als unabhängig bezeichnete Untersuchung wurde beratend von Ruckus begleitet. Dem Vernehmen nach sei kein Geld für den Test geflossen; dafür hätte der Hersteller allerdings Ratschläge gegeben, wie die Produkte am Besten zu testen seien. Der Report selbst verweist auf von Ruckus gestelltes Testequipment und finanzielle Zuschüsse für die Ausbildung zum Thema Wi-Fi.

Dem damit verbundenen "Gschmäckle" wollen die Initiatoren der Studie offenbar gleich entgegentreten: Laut Pressemitteilung werden Ruckus und CCENT "sämtliche Testkonfigurationen auf Anfrage bereitstellen und die anderen Anbieter anregen, die Tests ganz oder teilweise zu wiederholen".

Aufbau der Performancetests

Untersucht wurde im Test der Datenverkehr in den Bändern um 2,4 und 5 GHz. Als Gegenstellen dienten Notebooks der Hersteller Dell und Apple sowie PCs mit USB-Dongles der Marken Netgear und Linksys. Die Testsoftware stammte von Ixia.

Der Test konzentrierte sich dabei auf die reinen Datenübertragungen der Access Points; Gesamtkosten, erweiterte Funktionen oder Verwaltbarkeit wurden vernachlässigt. In ihren Szenarien variierten die Tester die Zahl genutzter Access Points und Clients. Untersucht wurden wie je ein Access Point mit einem Client zurechtkommt. Des Weiteren mussten ein oder mehrere Zugangspunkte eine Gruppe von Clients mit einem Netzzugang versorgen.

Ergebnis

Unabhängig vom eigentlichen Resultat liefere der abschließende Bericht "Netzwerk-Managern wertvolle Informationen zur Leistung von 3-Stream-Produkten mit MIMO-Technik", glaubt Dave Molta in seinen Rollen als Testbetreuer und Associate Professor of Practice in der School of Information Studies an der Syracuse University. Dennoch gibt es auch einen Sieger: Das ZoneFlex-System von Ruckus. Der Access Point habe zwar nicht immer den höchsten Durchsatz erzielt, sich aber durchweg überdurchschnittlich geschlagen.

Details und Messwerte zum Test gibt es im Report "Competitive Evaluation of Three-stream 802.11n Access Points". Zur Veröffentlichung dieses Artikels war die bis vor Kurzem frei zugängliche PDF-Datei allerdings nicht mehr zu erreichen.

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