Die nächste VXI-Generation von Cisco Sprach- und Videokommunikation in virtueller Umgebung

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Ciscos Virtualization Experience Infrastructure (VXI) integriert Cisco-Produkte und -Technologien in netzwerkbasierende Architekturen, von Collaboration- bis hin zu Borderless-Netzwerken und Rechenzentrumslösungen. Die jüngste VXI-Generation bietet Cisco zufolge den ersten Thin-Client mit integrierter Voice- und Videoverarbeitung für Unternehmen sowie durch die strategische Allianz mit Citrix eine Optimierung der WAN-Auslastung und somit um bis zu 70 Prozent schnellere virtuelle Desktop-Anwendungen.

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Unternehmen erhalten mit dem Cisco VXC 6215 einen Thin-Client mit integrierter Sprach- und Videoverarbeitung.
Unternehmen erhalten mit dem Cisco VXC 6215 einen Thin-Client mit integrierter Sprach- und Videoverarbeitung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit seinen virtuellen Desktop-Anwendungen adressiert Cisco einen Trend: Den Marktforschern von Gartner zufolge werden bereits bis 2014 bis zu 15 Prozent aller Desktop-PCs und Notebooks (bis zu 70 Millionen Geräte) in einer virtuellen Umgebung laufen.

Thin-Client mit integrierter Voice- und Videoverarbeitung

Der VXI-fähige Cisco VXC 6215 ist nach Herstellerangaben der erste Thin-Client mit integrierter Sprach- und Videoverarbeitung für Unternehmen. Anwender sollen hiermit Sprach- und Videoanrufe ohne Qualitätsverluste in einer virtuellen Umgebung über eine einheitliche und sichere Netzwerkinfrastruktur tätigen können. Da die Anrufe direkt zwischen den Kommunikationspartnern geschaltet würden, sollen Bandbreitenbedarf und Latenzprobleme sinken.

Die Software Cisco VXC 4000 soll einen PC in einen medienfähigen, virtuellen Desktop verwandeln. Unternehmenslösungen und Daten könnten virtuell miteinander verbunden werden. So wäre Echtzeitkommunikation möglich, weil der PC sämtliche Medien lokal verarbeiten würde. VXC 4000 wird in Verbindung mit Citrix XenDesktop und VMware View auf Desktops mit Windows XP oder Windows 7 eingesetzt.

Zusammenspiel von WAAS und Citrix XenDesktop

Die Citrix-XenDesktop-Technologie soll in Verbindung mit den Wide Area Application Services (WAAS) von Cisco die Leistungsfähigkeit eines virtuellen Desktops über ein WAN verbessern. Virtuelle Desktop-Anwendungen wären bis zu 70 Prozent schneller, außerdem würden doppelt so viele virtuelle Desktop-Anwender unterstützt. Gleichzeitig würde die Kombination die WAN-Auslastung optimieren und die laut Cisco vereinfachte Verwaltung die Einrichtung virtueller Arbeitsplätze beschleunigen.

Mit seinen Validated Designs möchte Cisco Unternehmen bereits im Praxiseinsatz getestete Konzepte für durchgängige Arbeitsplatzlösungen liefern. Cisco zufolge könnten so insbesondere große Unternehmen kostspielige Verzögerungen beim Roll-out virtueller Clients vermeiden.

Sicherheitslevel

Durch Einsatz der Identity Services Engine (ISE), die Cisco beispielsweise für virtualisierte Umgebungen einsetzt, sei es möglich, Geräte, die auf das Netzwerk zugreifen, zu identifizieren. Die ISE soll „wissen“, auf welche Dokumente Zugriffe erlaubt sind und aus welcher Umgebung der Nutzer zugreift. Durch die ISE-Erweiterungen auf virtuellen Desktops könnten Anwender Geräte nutzen, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

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