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Microsat-2a und Microsat-2b fliegen bei PAZ-Mission mit SpaceX testet Satellitenbreitband

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Nach einem ausgedienten Tesla-Roadster wird SpaceX in Kürze auch eigene Kommunikationssatelliten ins All schießen, um ein eigenes Breitbandnetz zu testen.

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Um Fracht ins All zu bringen nutzt SpaceX Falcon-9-Raketen in Verbindung mit der hier abgebildeten Dragon-Kapsel.
Um Fracht ins All zu bringen nutzt SpaceX Falcon-9-Raketen in Verbindung mit der hier abgebildeten Dragon-Kapsel.
(Bild: ©nasa_gallery - stock.adobe.com)

Anders als beim kürzlich durchgeführten Start der Transportrakete Falcon Heavy macht die Space Exploration Technologies Corp. (SpaceX) derzeit recht wenig Aufhebens um ein eigenes Netzwerk nicht geostationärer Satelliten. Die geplante Infrastruktur soll die USA und weitere Teile der Erde mit breitbandigen Internetdiensten versorgen. Die Satelliten werden dabei in einer vergleichsweise geringen Höhe von 1.125 Kilometern fliegen. Zum Vergleich: Geostationäre Lösungen wie Eutelsats Ka-Sat stehen 36.000 Kilometer über der Erde und kämpfen mit entsprechend hohen Latenzen.

Die zwei SpaceX-Testsysteme Microsat-2a und Microsat-2b sollten ursprünglich bereits 2017 in den Orbit gehen, ist jetzt aber am 22. Februar als Beifracht der PAZ-Mission. Die Lebensdauer der beiden Satelliten beziffert SpaceX mit 20 Monaten.

In den Fokus gelangte das Thema durch eine Wortmeldung des FCC-Chairman Ajit Pai (FCC = Federal Communications Commission); der veröffentlichte am 14. Februar eine Stellungnahme und empfahl der FCC darin, SpaceX den Betrieb eines entsprechenden Breitbandnetzes zu erlauben – um auf anderen Wegen schwer erreichbare, ländliche Gebiete mit Internet zu versorgen. Im vergangenen Jahr hatte die FCC bereits ähnlichen Anträgen von OneWeb, Space Norway und Telesat stattgegeben.

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