Hochwertige IP-basierende Sprachanrufe über WLAN

Softwaredienste für besseres Wi-Fi Calling

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Ruckus-Smart-Wi-Fi-Dienste sollen die Qualität der Wi-Fi-Telefonie verbessern.
Ruckus-Smart-Wi-Fi-Dienste sollen die Qualität der Wi-Fi-Telefonie verbessern. (Bild: pab_map – Fotolia.com)

Ruckus Wireless bettet automatische QoS-Heuristiken, kapazitätsbasierende Zugangskontrollen für Clients, gezieltes Roaming und Wi-Fi-Multimedia-Zugangskontrollen in seine Smart-Wi-Fi-Firmware ein, um Sprachverbindungen in anspruchsvollen Wi-Fi-Umgebungen zu verbessern.

Ruckus Wireless hat verschiedene Smart-Wi-Fi Softwaredienste entwickelt, um die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen IP-basierten Sprachanrufen über das WLAN, das sogenannte Wi-Fi Calling, zu bedienen. Diese werden als Standard-Feature in das Produktportfolio von Ruckus integriert.

Ruckus zufolge adressieren die neuen Dienste für Wi-Fi Calling wichtige Voraussetzungen für Roaming und Quality of Service (QoS) – nur so könnten qualitativ hochwertige bidirektionale Sprachanrufe in Echtzeit unterstützt werden, da diese auf die Übermittlung bestimmter Netzwerkparameter angewiesen seien. Die Dienste umfassen:

  • Automatische QoS-Heuristiken: Wi-Fi-Sprachanrufe könnten priorisiert werden, indem entweder die Type-of-Service-Bits ausgelesen werden, die vom Smartphone in den IP-Header übertragen werden, oder indem automatische Packet-Flow-Heuristiken genutzt werden, die kontinuierlich die Größe und Frequenz von jeglichen Paketen untersuchen – unabhängig davon, ob sie verschlüsselt sind oder nicht.
  • Kapazitätsbasierende Zugangskontrolle für Clients: Sollten sich zu viele neue Endgeräte mit einem Access Point (AP) verbinden wollen, kann das zu einem schlechteren Dienst für andere bereits verbundene Geräte führen. Um die Qualität für diese bereits verbundenen Geräte dennoch sicherzustellen, könnten die Ruckus-Zoneflex-APs einen Algorithmus für eine kapazitätsbasierende Zugangskontrolle implementieren, über den dann Verbindungsversuche von neuen Clients abgewiesen werden. Unternehmen könnten so die Nutzererfahrung auch in Zeiten hoher Beanspruchung sicherstellen.
  • Gezieltes Roaming: Über den 802.11v-Standard könne ein gezieltes Roaming die generelle Qualität der Nutzererfahrung mit dem gesamten WLAN-Netzwerk sicherstellen, da Clients immer zu dem AP geleitet würden, der die beste Nutzererfahrung bereitstellen kann. Fiele das Signal etwa unter eine vom Betreiber definierte Signal- oder Bandbreitengrenze, dann würden die Zoneflex-APs automatisch eine Liste von alternativen APs zur Verfügung stellen und den Client bitten, sich näher an einen dieser APs zu bewegen. So müssten Clients nicht mit einem bestimmten AP verbunden bleiben, wenn dieser nicht mehr die beste Verbindung biete.
  • Wi-Fi-Multimedia-Zugangskontrolle: Durch Verhinderung einer Bandbreitenüberzeichnung könne die Leistung der Ruckus-Smart-WLAN-Netzwerke für Voice- und Videodienste in Echtzeit verbessert werden. Clients, die sich verbinden wollen, fordern eine bestimmte Menge an Bandbreite an, bevor sie sich mit einem Ruckus-AP verbinden. Das Bandbreitenmanagement jedes APs untersucht dann die aktuelle Beanspruchung des Netzwerks und der Channel-Verbindungen, bevor der Client tatsächlich verbunden wird.

Teile der Ruckus-Smart-Wi-Fi-Dienste, die laut Hersteller allesamt ohne zusätzliche Kosten in die Smart-Wi-Fi-Firmware eingebettet werden, sind ab sofort verfügbar, andere sollen im Laufe des Jahres 2015 zur Verfügung stehen. Die Firmware wird von Zonedirector-Smart-WLAN-Controllern, von Smartcell-Gateways und Virtual-Smartcell-Gateways sowie von Zoneflex-Smart-Wi-Fi-Access-Points genutzt.

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