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Fraunhofer-Studie über ein schlankes Leben für PCs Software-Thin-Clients schonen Klima und Geldbeutel

| Autor / Redakteur: Ulrike Ostler / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Unternehmen, die ältere PCs und Notebooks als Software-Thin-Clients weiterbetreiben, leisten einen Beitrag zum Klimaschutz und fahren über den ganzen Lebenszyklus auch kosten­güns­ti­ger. Das fand eine Studie heraus, die das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, kurz Umsicht, im Auftrag von Igel Technology angefertigt hat.

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Beim Einsatz von Software-Thin-Clients reduzieren sich die Gesamtkosten um bis zu 47 Prozent. Der Aussage zugrunde liegen eine Studie von Fraunhofer Umsicht und der Einsatz von Igel UDC2.
Beim Einsatz von Software-Thin-Clients reduzieren sich die Gesamtkosten um bis zu 47 Prozent. Der Aussage zugrunde liegen eine Studie von Fraunhofer Umsicht und der Einsatz von Igel UDC2.
(Bild: Fraunhofer Umsicht/Igel Technology)

Die Studie hat verschiedene Ansätze für IT-Arbeitsplätze hinsichtlich ihrer Klimarelevanz und Wirtschaftlichkeit untersucht. Dabei stellten die Wissenschaftler neuen PCs und Notebooks jeweils ältere Geräten gegenüber, die als Software-basierte Thin Clients weiterbetrieben werden. Zum Einsatz kam die Software „Universal Desktop Converter“ (UDC2) von Igel Technology.

Das Ergebnis: Über den gesamten Lebenszyklus mit dreijähriger Betriebsphase reduzieren Software-Thin Clients das Treibhauspotential um bis zu 60 Prozent. Die Gesamtkosten sinken um bis zu 47 Prozent.

Das Fraunhofer Umsicht (siehe: Kasten) beschäftigte sich zum wiederholten Male mit den ökologischen und ökonomischen Aspekten von IT-Arbeitsplätzen. In der neuesten Untersuchung standen nun Software-Thin-Clients im Mittelpunkt – das sind vorhandene Arbeitsplatzcomputer (Desktop-PCs oder Notebooks), die mithilfe eines entsprechenden Betriebssystems in logische Thin-Clients umgewandelt werden.

Die Ersparnis pro Arbeitsplatz

Beim direkten Vergleich zwischen einem neu angeschafften, aktuellen PC und einem vorhandenen und als Software-Thin-Client weiterbetriebenen, stellten die Wissenschaftler mit einer Betriebszeit von drei Jahren fest, dass die Treibhausemissionen beim Software-Thin-Client um etwa 60 Prozent niedriger ausfallen.

Aber auch ökonomisch kann die Alternative zum Neukauf punkten: Für ein Szenario mit 100 Arbeitsplätzen errechnet das Institut eine Kostenersparnis von 1.008 Euro je Arbeitsplatz, das ist ein Minus von 47 Prozent.

Bei der Untersuchung vom Fraunhofer Umsicht kam die Software „Universal Desktop Converter“ (UDC2) von Igel Technology zum Einsatz.
Bei der Untersuchung vom Fraunhofer Umsicht kam die Software „Universal Desktop Converter“ (UDC2) von Igel Technology zum Einsatz.
(Bild: Igel Technology)

Fazit: Software-Thin-Clients beinhalten ein großes ökologisches und ökonomisches Potential, eignen sich darüber hinaus aber auch als idealer Einstieg in das strategisch bedeutsame Konzept des Server Based Computing.

Die Ökobilanz

Für die Ökobilanzierung ermittelte Fraunhofer Umsicht für jedes Einsatzszenario das jeweilige Treibhauspotential, kurz GWP (Global Warming Potential), das in Kilogramm CO2-Äquivalenten [kg CO2eq] beziehungsweise kg CO2e gemessen wird. Dabei wurde jeweils der komplette Lebenszyklus berücksichtigt: von der Produktion und Herstellung über die Distribution und den Betrieb bis zum Recycling oder zur Entsorgung.

Die Reduktion der Emissionen ist fast noch beeindruckender als die Kostenersparnis.
Die Reduktion der Emissionen ist fast noch beeindruckender als die Kostenersparnis.
(Bild: Fraunhofer Umsicht/Igel Technology)

Dabei fiel auf, dass ein signifikanter Anteil der CO2eq-Emissionen auf die Produktion der Geräte entfällt. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass schon allein die Weiterverwendung älterer Geräte als logische Thin Clients einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, weil sie die Produktion neuer Geräte verhindert beziehungsweise aufschiebt.

Noch weniger Emissionen

Wird statt einem Neukauf ein älterer PC als Software-Thin-Client weiterverwendet, reduzieren sich die Emissionen um 198,8 kg CO2eq je Arbeitsplatz und damit um den Faktor 2,5. Lassen sich im Idealfall sämtliche Arbeitsplätze in Thin Clients umwandeln, beläuft sich die Einsparung bei 100 Arbeitsplätzen auf 19,88 t CO2eq und für eine größere Organisation mit 600 Arbeitsplätzen auf 119,3 t CO2eq. Bei einem sehr großen Unternehmen mit 15.000 Arbeitsplätzen sind es sogar 2.982 t CO2eq.

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Über Fraunhofer Umsicht

Das Forschungsinstitut Fraunhofer Umsicht versteht sich als Wegbereiter der nachhaltigen Energie- und Rohstoffwirtschaft. Das Institut stellt wissenschaftliche Ergebnisse bereit und transferiert sie in Unternehmen, Gesellschaft und Politik. Es erforscht und entwickelt mit seinen Partnern nachhaltigere Produkte, Prozesse und Dienstleistungen.

Das Institut erwirtschaftete im Jahr 2014 mit einer Belegschaft von 559 Personen einen Umsatz von 38,1 Millionen Euro. Als eins von 66 Instituten und Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, der führenden Organisation für angewandte Forschung in Europa, sind wir weltweit vernetzt und fördern die internationale Zusammenarbeit.

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Über Igel Technology

Igel Technology ist einer der weltweit führenden Hersteller von Thin- und Zero-Client-Produkten, mit denen Unternehmen und Behörden ihre arbeitsplatzbezogenen IT-Kosten nachhaltig optimieren können. Neben der Hardware entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen auch Thin-Client-Software.

Mit „Universal Desktop Converter 2“ (UDC2) lassen sich PCs, Notebooks und Thin Clients anderer Hersteller sicherer und effizienter betreiben. Die produktübergreifend im Lieferumfang enthaltene Software „Igel Universal Management Suite“ (UMS) gestattet ein einheitliches, effizientes Remote-Management sämtlicher Igel-Workplaces. Die Thin-Client-Betriebssysteme des Herstellers auf Basis von Linux und Microsoft Windows zeichnen sich durch eine Konnektivität, Sicherheit und Peripherieunterstützung aus.

Unterstützung durch Technik und Partner

Für mehr Zukunftssicherheit sollen eine kontinuierliche Software-Pflege, die Upgrade-Möglichkeiten und eine Igel-typische Zugriffsvielfalt auf zentrale IT-Umgebungen, Legacy-Host-Systeme und Cloud-Services wie SaaS und DaaS sorgen. Zu den Technologiepartnern zählen neben Citrix, Microsoft und VMware auch IBM, Red Hat oder 2X. Anstelle von Direktvertrieb setzt Igel auf kompetente Partner und Branchenspezialisten.

Igel Technology ist Teil der weltweit aktiven Melchers-Gruppe und Mitglied im BITKOM. Neben dem Hauptsitz und der Entwicklungsabteilung in Deutschland betreibt das Unternehmen Niederlassungen in Europa, Asien, Australien und den USA. Über Distributionspartner und Authorized Partner ist es darüber hinaus in über 50 weiteren Ländern vertreten.

Raum für andere Investitionen

Auch im Hinblick auf die ökonomischen Aspekte kommt die Studie zum dem Schluss, dass sich der Einsatz von Software-Thin-Clients lohnt. Während ein Desktop-PC im Szenario mit 100 Clients Kosten von rund 2.165 Euro aufwirft, schlägt ein älterer, als logischer Thin-Client betriebener PC mit rund 1.157 Euro zu Buche.

Idealtypisch gerechnet, kann ein Unternehmen, das alle vorhandenen Altgeräte in logische Thin Clients konvertiert und keine neuen Geräte anschafft, somit über 100.800 Euro einsparen oder das frei werdende Budget für andere Investitionen nutzen.

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