Silver Peak empfiehlt Umbau der Netzwerkstrukturen

Software-Defined WANs – gekommen, um zu bleiben

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Chris Rogers, Director of Cloud Solutions bei Silver Peak, sagt softwarebasierten Technologien, vor allem SD-WAN, eine Schlüsselrolle voraus.
Chris Rogers, Director of Cloud Solutions bei Silver Peak, sagt softwarebasierten Technologien, vor allem SD-WAN, eine Schlüsselrolle voraus. (Bild: Silver Peak)

SD-WAN-Technologien revolutionieren die Art und Weise, wie Weitverkehrsnetze gestaltet und verwaltet werden – und sie werden noch viele Jahre lang eine zentrale Rolle spielen, prophezeit das auf WAN-Optimierung spezialisierte Unternehmen Silver Peak.

Nach Ansicht von Silver Peak ist die aktuelle Diskussion über softwarebasierte Weitverkehrsnetze (SD-WANs) nicht verwunderlich. Viele Unternehmen seien wegen hoher Kosten und geringer Flexibilität von herkömmlichen Wide Area Networks (WANs) auf Basis von Multi-Protocol Layer Switching (MPLS) unzufrieden – auch weil immer mehr Unternehmen Cloud-Dienste nutzten und dafür WAN-Verbindungen einsetzten. Dadurch gewännen WAN-Infrastrukturen an Bedeutung, bei denen Internetverbindungen zum Einsatz kommen, also SD-WANs.

Hybride Netzwerke, Cloud-Infrastrukturen, dezentralisierte Netze – in allen Begriffen stecke der Wunsch von Unternehmen, ihre „privaten“ Netzwerke verstärkt mit Cloud-Ressourcen zu kombinieren, und das am besten so, dass die Kosten sinken, die Performance steigt und keine Probleme mit der IT-Sicherheit und mit Compliance-Vorgaben entstehen. Hierfür müsse die Netzwerkinfrastruktur an die Anforderungen von Cloud Computing angepasst werden. Dies erfordere jedoch keinen massiven Umbau der Weitverkehrsnetze. Die Lösung SD-WAN mache bestehende Netze gewissermaßen „intelligent“, indem sie die Infrastruktur um eine Software-Ebene ergänzt.

SD-WAN und SDN

Silver Peak weist darauf hin, dass die Begriffe SD-WAN und Software-Defined Networks (SDN) nicht ohne Weiteres in einem Topf geworfen werden dürfen. SD-WAN konzentriere sich auf die Optimierung der Weitverkehrsinfrastruktur, SDN beziehe sich dagegen auf das gesamte Unternehmensnetz: lokale Netzwerke (LANs), WANs, Rechenzentren usw. Ein SDN verspricht, so Silver Peak, im Vergleich zu vorhandenen Ansätzen eine Reihe von Vorteilen, z.B. eine größere Flexibilität, bessere Kontrolle und eine höhere Ausfallsicherheit. Der Haken dabei: Beim Aufbau eines SDN müsse ein Großteil der vorhandenen Infrastruktur ersetzt werden. Das würden viele IT-Abteilungen nicht wollen, gemäß dem Motto: „Warum etwas reparieren, wenn es noch gar nicht kaputt ist?“

Die Wahrheit sei aber, dass solche Netzwerkstrukturen bereits jetzt „kaputt“ seien und dringend umgebaut werden müssten, damit ein Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig sei. Das dürfte vielen IT-Verantwortlichen und Business-Entscheidern sehr wohl bewusst sein. Aber statt das Problem anzupacken, würden sie lieber nach altbekannten Mustern handeln und Unsummen für dieselbe Bandbreite zahlen, die ihre Mitarbeiter im Home Office oder privat für einen Bruchteil des Geldes ordern könnten. Ein weiteres Beispiel seien Enterprise-Backbones, in denen weder eine Datenverschlüsselung noch Vorkehrungen für den Ausfall von Verbindungen zu finden seien.

Außerdem müssten sich viele IT-Abteilungen mit antiquierten Reporting-Verfahren und unzureichenden Informationen über den Status des Netzwerks, die Qualität von Verbindungen oder Engpässe herumschlagen. Das mache es schwer, in einer unternehmenskritischen Netzwerkinfrastruktur Fehler zu beheben und einen angemessenen technischen Support zu bieten.

SD-WANs werden bleiben

Als Ausweg empfiehlt Silver Peak softwarebasierte Ansätze wie SDN und SD-WAN. Software-Defined Networks (SDN) seien eine vielversprechende Technologie, mit der IT-Fachleute Netzwerke auf einfachere und bessere Weise designen, aufbauen und unterstützen könnten. SD-WAN-Technologien zielten wiederum auf traditionelle WAN-Konzepte.

Chris Rogers, Director of Cloud Solutions bei Silver Peak, fasst zusammen: „Unabhängig davon, ob künftig von SD-WAN die Rede ist oder ein anderer Begriff dafür gefunden wird: Dieses Konzept wird noch viele Jahre lang eine zentrale Rolle spielen. Denn Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen wollen nun einmal Cloud-Dienste nutzen und müssen daher ihre Netzwerke modernisieren. Und softwarebasierte Technologien, vor allem SD-WAN, werden dabei eine Schlüsselrolle spielen.“

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