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IP-Insider-Themenpaket 2012: SDN Software-Defined Networks – Netzwerke der Zukunft

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Zu Beginn des Jahres 2012 gab es einen Hype um OpenFlow-Netzwerke. Wirklich revolutionär ist allerdings das Konzept, das hinter dem Protokoll steht: Software-Defined Networks haben das Potenzial, Virtualisierung und Cloud-Netzwerke zu verändern.

Software-Defined Networks werden die Entwicklungszyklen verkürzen und Apps für Spezialanwendungen ermöglichen.
Software-Defined Networks werden die Entwicklungszyklen verkürzen und Apps für Spezialanwendungen ermöglichen.
(Bild: freshidea - Fotolia.com )

Das standardisierte Kommunikationsprotokoll OpenFlow und Software-Defined Networking (SDN) sind keine neue Erfindung: Google nutzt bereits seit Anfang 2011 SDN und OpenFlow für globale WAN-Verbindungen zwischen den eigenen Rechenzentren, und SDN an sich ist bereits seit mindestens zehn Jahren bekannt.

Das Konzept der Software-Defined Networks kann jedoch erst jetzt als wirkliche Alternative zu hardwareorientierten Netzwerkarchitekturen betrachtet werden, da allgemein verfügbare Mehrkernprozessoren die nötigen Geschwindigkeiten hierfür liefern.

Wenn sich Software-Defined Networks einmal etabliert haben, werden Netzwerkgeräte mit Entwicklungsumgebungen und offenen Programmierschnittstellen komplett neue Netzwerkanwendungen ermöglichen.

Dass SDN den Netzwerkmarkt umkrempeln wird, davon sind auch große IT-Unternehmen wie HP überzeugt. Ihrer Meinung nach könne SDN die Komplexität und den Konfigurationsaufwand von Netzwerken verringern und so ein drängendes Problem vieler Netzwerkbetreiber lösen: die für die zunehmend nachgefragte automatisierte Bereitstellung von virtualisierten Anwendungen – wie zum Beispiel Cloud-Services – meist viel zu langsame und aufwendige manuelle Provisionierung von Netzwerken.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass im Oktober auf dem SDN & OpenFlow World Congress in Darmstadt die Worte Paradigmenwechsel und Revolution immer wieder die Runde machten. Bei der Diskussion über die Zukunft von Netzwerkarchitekturen war man sich einig, dass Netzwerke an die Erfordernisse der Zeit angepasst werden müssten.

Es wurde aber auch deutlich, dass die Überwindung eines über 40 Jahre alten Paradigmas dabei weniger eine Frage des Prestiges als vielmehr das Ergebnis knallharter, wirtschaftlicher Erwägungen ist: Carrier erwarten in den kommenden Jahren exponentiell steigende Datenströme bei bestenfalls stagnierenden Einnahmen. SDN könne helfen, Investitionen (CAPEX) und Betriebskosten (OPEX) zu senken sowie zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen.

Die wichtigsten Beiträge zum Thema Software-Defined Networking (SDN) haben wir an dieser Stelle in unserem Themenpaket zusammengefasst:

  • Was hinter dem OpenFlow-Hype steckt
  • Der Durchbruch von Software-Defined Networks

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