Damovo-Umfrage zum Social-Media-Einsatz in der Unternehmenskommunikation

Social Media ist noch nicht in allen deutschen Unternehmen angekommen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

41 Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern nutzen Social-Media-Plattformen. (Damovo)
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41 Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern nutzen Social-Media-Plattformen. (Damovo)

Eine Umfrage von Damovo, einem Integrations- und Servicepartner für UCC-Lösungen, unter Besuchern der Nürnberger Mailingtage aus den Bereichen Marketing und Vertrieb hat ergeben: Im Bereich Social Media sind große Firmen noch nicht so aktiv wie kleine, außerdem sei die Social-Media-Affinität bei Unternehmen aus dem B2C-Bereich deutlich höher als bei Firmen aus dem B2B-Bereich.

Damovo hat auf den Nürnberger Mailingtagen 200 Marketing- und Vertriebsexperten zum Thema: „Unternehmenskommunikation 3.0 – Telefonieren Sie noch oder kommunizieren Sie schon? Status quo deutscher Unternehmen“ befragt. (1) Eines der wichtigsten Resultate der Umfrage: Große Unternehmen verhalten sich abwartend bei der Nutzung von Social Media. Während nur 41 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern Social-Media-Plattformen nutzen, sind es bei Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern bereits 59 Prozent. Von den Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern sind 43 Prozent bei Social Media aktiv. Mögliche Ursachen für die Vorreiterrolle kleiner Unternehmen seien flachere Hierarchien, flexiblere Unternehmensstrukturen und schnellere Entscheidungswege. Oft seien kleine Unternehmen für neue Technologien aufgeschlossener als große Organisationen, die damit Gefahr laufen, wichtige Trends zu verpassen.

B2C: Facebook – B2B: Xing

Facebook wird von fast allen befragten Unternehmen aus dem B2C-Bereich (93 Prozent) eingesetzt, während für Unternehmen aus dem B2B-Bereich Xing (71 Prozent) die wichtigste Plattform darstellt. Bei Twitter sind mit 47 Prozent (B2C-Unternehmen) beziehungsweise 46 Prozent (B2B-Unternehmen) keine Unterschiede erkennbar. Bei YouTube (43 Prozent versus 32 Prozent) und Blogs (37 Prozent versus 20 Prozent) dagegen dominieren ganz eindeutig wieder die B2C-Unternehmen.

Damovo nennt eine mögliche Ursache für die Unterschiede zwischen B2C- und B2B-Unternehmen: B2C-Unternehmen würden sich am Endverbraucher orientieren, darauf achten, was ihre Kunden denken und sich schneller dort aufhalten, wo sich ihre Zielgruppe befindet. Daher seien sie bei der Zielgruppenansprache über Social Media den B2B-Unternehmen einen Schritt voraus. Das zeige sich auch bei einem Vergleich der Einsatzgebiete von Social-Media-Plattformen. Sei es Imagebildung, Austausch mit Kunden, zusätzlicher Informationskanal, Network oder Kundenakquise – B2C-Unternehmen hätten mit Ausnahme der Kundenakquise in allen anderen Bereichen einen Vorsprung.

Damovo rät: Social-Media-Plattformen testen

„Social Media ist dabei, die Art und Weise zu verändern, wie Unternehmen mit ihren Kunden kommunizieren. Das gilt sowohl für B2C- als auch für B2B-Unternehmen“, sagt Carl Mühlner, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Damovo in Düsseldorf. „Statt theoretische Überlegungen anzustellen, was sein könnte und welche möglichen Hindernisse es gibt, lautet mein Rat: ausprobieren! Unternehmen sollten ein klar definiertes Projekt aufsetzen, sich Ziele setzen und testen, welche Social-Media-Plattformen am besten zu ihnen und ihren Kunden passen. Wer sich das nicht alleine zutraut, sollte den Rat und das Know-how von Experten hinzuziehen, die über Erfahrungen mit der Umsetzung und dem Einsatz von Social-Media-Plattformen sowie der Integration in umfangreiche Unified-Communications- und Collaboration-Lösungen verfügen.“

(1)Bei der Umfrage wurden Unternehmen aus Branchen wie Dienstleistungen, produzierendes Gewerbe, Handel, Informations- und Telekommunikationstechnologie, Transportwesen, Banken und Versicherungen, Gesundheitswesen und Bauindustrie berücksichtigt. 42 Prozent der Befragten kamen aus Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, 34 Prozent aus solchen bis zu 500 Mitarbeitern und 24 Prozent aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Zum größten Teil sind die Befragten im B2B-Umfeld tätig (56 Prozent).

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