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SOA im weltweiten Automobil-Vertrieb

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SOA braucht langen Atem

Ein Spagat zwischen Konsolidierung und Standardisierung auf der einen, Individualisierung und Anpassung auf der anderen Seite ist dabei unumgänglich. Mit dem Konzept der Service-orientierten Architektur, kurz: SOA, ist die IT-Branche vor Jahren angetreten, genau diesen Spagat zu bewältigen.

In einem gemeinsamen Positionspapier aus dem Jahr 2010 bestätigen die Analystenhäuser Gartner und Burton: Mit SOA-Architekturen lassen sich schneller moderne Anwendungen bereitstellen, und sie machen Unternehmen flexibler und agiler. Die Analysten warnen aber auch vor Risiken: Wer SOA organisatorisch nicht ausreichend unterstütze und mit einem nachvollziehbaren Business Case untermauere, dürfe sich über enttäuschte Erwartungen nicht wundern („The State of SOA: Gartner and Burton Position Reconciliation“, 6. August 2010).

Die übergreifende IT- und Softwarearchitektur, der organisatorische Wandlungsprozess und eine gute Governance-Struktur müssen, so glauben die meisten Fachleute, statt der Technologie im Mittelpunkt stehen, wenn eine SOA-Initiative gelingen soll. Zudem sei es wichtig, dass die Geschäftsführung die Verantwortung für Wandel und Governance trägt, und die IT lediglich eine unterstützende Rolle übernimmt.

Weil diese Grundsätze nicht immer berücksichtigt wurden, ist vom SOA-Hype Anfang dieses Jahrtausends nicht mehr viel geblieben. Oft fehlten übergreifende Ansätze samt den dafür nötigen Budgets. Denn für funktionierende SOA-Initiativen ist die Unterstützung einer weit in die Zukunft denkenden Geschäftsleitung nötig. Ein Schnäppchen ist SOA freilich nicht: Zu Projektbeginn müssen Unternehmen mit einem hohen Aufwand rechnen. Erst gegen Projektende stellt sich die große Arbeitsersparnis ein, weil man das System schnell anpassen und bereits programmierte Services weltweit einsetzen kann.

Das zeigt das Beispiel eines globalen Automobilherstellers, der bislang 58 länderspezifische Systeme für das Ordermanagement betrieb – ein auf die Dauer nicht tragbarer Aufwand. Die höchste Managementebene entschloss sich im Rahmen eines konzernweiten Softwarearchitektur-Redesigns, für die Konsolidierung der Order-Management-Systeme SOA zu implementieren.

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