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Neue Technologien und die Always-on-Generation revolutionieren den IT-Arbeitsplatz So müssen IT-Arbeitsplätze in Zukunft aussehen – ein Leitfaden von Centracon

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Nach den Erwartungen des Beratungshauses Centracon werden IT-Arbeitsplätze in naher Zukunft ganz anderes aussehen als heute. Im Mittelpunkt stehen dann ein ortsunabhängiger Zugriff auf Unternehmensressourcen, modulare Services und aufgabenspezifische Leistungsprofile. Auch neue Freiheiten bei Endgeräten und eine automatisierte Bereitstellung von Diensten gehören dazu.

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In sieben Punkten beschreibt Centracon den IT-Arbeitsplatz der Zukunft
In sieben Punkten beschreibt Centracon den IT-Arbeitsplatz der Zukunft
( Archiv: Vogel Business Media )

Cloud-Computing, Virtualisierung und wachsende Mobilität verändern die IT-Welt schon heute. Hinzu kommt die nachwachsende Generation, die neueste Technologien wie selbstverständlich sofort auch beruflich nutzt und einen „Offline-Modus“ nicht mehr kennt. Klar, dass unter diesen Vorzeichen auch in Sachen IT-Arbeitsplatz kein Stein mehr auf dem anderen bleiben wird. Der Centracon-Consultant Marcus Zimmermann hat daher die wichtigsten Schritte zum neuen IT-Arbeitsplatz beschrieben.

Desktop-Virtualisierung

Grundsätzliche Voraussetzung für flexible und ortsunabhängig nutzbare IT-Arbeitsplätze ist, dass diese frei von Abhängigkeiten zu Hardware und Betriebssystemen bereit gestellt werden. Vielmehr wird mittels der Virtualisierungstechnologien auf zentralisierte oder zur Offline-Nutzung synchronisierte Umgebungen zugegriffen. Alle Komponenten sind dabei für eine dynamische Bereitstellung isoliert.

Ausrichtung strategisch definieren

In der Projektplanung sind neben den bewährten FAT-Clients, Betriebssystem- und Anwendungsinstallationen auch verschiedene weitere Technologien einzubeziehen. Dazu gehört über die Virtualisierung der Desktops (VDI) hinaus auch der – wenngleich derzeit noch in der Entwicklung befindliche – ClientHypervisor-Ansatz, das Desktop-Sharing, die Virtualisierung sowohl von Anwendungen als auch von Profilen und Daten.

Nicht jede dieser Technologien ist sinnvoll in jedem Unternehmen für alle Arbeitsplätze einzuführen. Die Stärken der einzelnen Technologien und der dahinter liegenden Produkte müssen daher genau herausgearbeitet werden, um die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens zu erfüllen. Hat ein Unternehmen diese Technologien bereits teilweise implementiert oder bieten sie für seine Anforderungen keinen ausreichenden Nutzen, reduziert dies den Projektumfang mitunter deutlich.

Liberalisierung der Endgeräte

Sie werden nach den spezifischen Businessanforderungen oder persönlichen Neigungen der Anwender ausgewählt. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass Mitarbeiter ihre privaten Laptops einsetzen können. Probleme mit der Datensicherheit sind damit nicht verbunden, weil bei der Desktop-Virtualisierung die Daten zentral zur Verfügung gestellt werden und die Endgeräte lediglich der Präsentation der Informationen dienen.

Individueller Zuschnitt der Anwendungen

Um den individuellen Anforderungen der verschiedenen Arbeitsplätze besser gerecht zu werden, erhalten die Mitarbeiter oder Mitarbeitergruppen aus einem Portfolio an modularen Diensten abteilungs-, aufgaben- oder rollenspezifische Profile. Diese individuelle Ausrichtung erzeugt einerseits eine gezieltere Unterstützung und andererseits schlankere Bedingungen am IT-Arbeitsplatz, weil auf einen heute noch üblichen Overhead verzichtet wird und stattdessen nur bedarfsorientierte Services zur Verfügung stehen.

Arbeitsplatzfunktionen über User Self Services automatisiert bereitstellen

Die Differenzierung der Arbeitsplatzprofile in atomare Services eröffnet auch Möglichkeiten zur Selbstbedienung durch die Mitarbeiter. Über entsprechende Workflows gesteuert, erhalten sie somit den IT-Arbeitsplatz quasi als Service aus der Steckdose. Die positiven Effekte bestehen in einer höheren Automatisierung der Prozesse mit entsprechender Entlastung der Ressourcen, wie sie sich über die klassischen Architekturkonzepte mit ihren Medienbrüchen und der fehlenden Prozessautomatisierung nicht realisieren lassen.

Nachhaltige Flexibilisierung und Automation durch einen Service Configurator

Dessen Aufgabe charakterisiert sich dadurch, dass er aus der Vielzahl an verschiedenen Kombinationen von Einzel- und ergänzenden Services für den jeweiligen Benutzer ein passgenaues Serviceprofil erstellt. Ergänzt mit entsprechenden Tarif- bzw. Preisinformationen erzeugt er das individuelle Arbeitsplatz-Serviceportfolio. Steuerungsmechanismen stellen dabei sicher, dass vom Benutzer nur vordefinierte Konstellationen an Diensten im Service Configurator ausgewählt werden können. Damit gehört die zeitaufwändige Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen der Vergangenheit an, stattdessen entstehen ressourcenschonende Verhältnisse.

Desktop-Management über die Cloud

Die Bereitstellung und der Betrieb individueller Clients lässt sich deutlich flexibler und wirtschaftlicher über eine Frontend-Cloud realisieren. Zu den Vorteilen von Frontend-Clouds gehören vor allem die flexible Skalierbarkeit der Anwendungen und des IT-Betriebs sowie eine höhere Kosten- und Leistungstransparenz als beim klassischen Infrastrukturbetrieb. Außerdem lassen sich eine Steigerung der IT-Servicequalität und eine größere Vergleichbarkeit der Dienstleistungen besser als mit den klassischen Konzepten erreichen.

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