Patches, Cloud-Lösungen & Tools: Diese Erweiterungen sollten installiert werden

So machen Sie Ihren Small Business Server 2011 fit für 2014/2015

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Der Small Business Server 2011 Standard/Essentials von Microsoft zählt noch lange nicht zum alten Eisen!
Der Small Business Server 2011 Standard/Essentials von Microsoft zählt noch lange nicht zum alten Eisen! (Bild: Joos)

Unternehmen, die auf SBS 2011 setzen, haben derzeit keinen ihre Server zu aktualisieren. Das System ist sicher, leistungsstark und immer noch up to Date. Mit einigen kleinen Erweiterungen und Zusatzdiensten kann die Leistung, die Sicherheit und die Stabilität von SBS aber noch etwas aufgebohrt und der KMU-Server zukunftssicher gestaltet werden.

Um einen Server mit SBS 2011 Standard/Essentials auf den neusten Stand zu bringen, sollten zunächst alle Patches über die Windows-Update-Funktion in der Systemsteuerung installiert werden. Am schnellsten wird die Funktion durch Eingabe von "wuapp" im Suchfeld des Startmenüs gefunden. Nach einem Neustart sollte die Suche erneut gestartet und auch hier wieder alle Patches installiert werden. Diesen Vorgang sollte so lange wiederholt werden, bis keine Updates mehr angezeigt werden.

In SBS ist dieser Bereich besonders interessant, da über diesen Weg auch spezielle Patches für SBS 2011 installiert werden, zum Beispiel Updaterollup 4 für Windows Small Business Server 2011 (siehe Abbildung 1).

Nachdem der Server auf den neusten Stand gebracht wurde, sollten folgende Patches und Servicepacks auf dem Server installiert werden. Die Reihenfolge spielt generell keine Rolle, wichtig ist nur, dass die Patches installiert werden. Exchange 2010 SP3 muss natürlich nur auf Servern mit SBS 2011 Standard installiert werden und vor dem CU6 für Exchange 2010 SP3:

SBS 2011 Standard – Exchange-Datenbank warten

Mindestens einmal im Jahr sollten Administratoren die Exchange-Datenbanken in SBS 2011 warten. Bei diesem Vorgang verkleinert der Server die Datenbankdatei, löscht defekte Bereiche und erhöht die Leistung. Bei diesem Vorgang werden die Benutzer von Ihrem Postfach getrennt, außerdem kann er mehrere Stunden dauern. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:

  • 1. Öffnen Sie durch Rechtsklick auf Eingabeaufforderung im Startmenü eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten (siehe Abbildung 2).
  • 2. Geben Sie "cd \"Program Files\Microsoft\Exchange Server\V14\Mailbox\Mailbox Database"" ein, um in das Verzeichnis der Exchange-Datenbank zu wechseln.
  • 3. Geben Sie "net stop msexchangeis" ein, um den Dienst für den Exchange-Informationsspeicher zu beenden.
  • 4. Geben Sie "eseutil /d „Mailbox Database.edb“" ein. Die Datenbank wird jetzt optimiert (siehe Abbildung 3).
  • 5. Geben Sie "net start msexchangeis" ein, um den Dienst für den Exchange-Informationsspeicher zu starten.

SBS 2011 Essentials – Datensicherung in der Cloud

Viele Unternehmen, die auf SBS 2011 Essentials setzen, vernachlässigen das Thema Datensicherheit. In kleinen Unternehmen ist es oft schwer zu organisieren, wer das Sicherungsmedium wechselt, oder die Sicherung überwacht. Oft wird die Sicherung zwar durchgeführt, das Sicherungsmedium verbleibt aber im Unternehmen. Gibt es einen Brand, oder wird im Unternehmen eingebrochen, besteht die Gefahr, dass auch die Sicherung verloren geht.

Es bietet sicher daher an, zumindest die wichtigsten Daten, zusätzlich in die Cloud zu sichern. Hier bietet das Unternehmen Cloudberry Lab eine spezielle Lösung für SBS 2011 Essentials an, um Daten in die Cloud zu sichern. Die Daten werden in einen Amazon S3-Speicher geladen, sind also extrem sicher. Außerdem ist die Lösung kompatibel mit Windows Server 2012 Essentials, sodass bei einer Migration zur neueren Version auch Investitionssicherheit besteht. Die Einrichtung ist sehr schnell abgeschlossen, die Integration in die SBS-Konsole erfolgt per Doppelklick auf die WSSX-Datei.

Nachdem die Anwendung eingerichtet ist, lassen sich Datensicherungen automatisieren. Neben der Sicherung in die Cloud, kann die Lösung auch lokale Datensicherungen durchführen. Am besten ist eine Kombination beider Möglichkeiten.

Überprüfung mit dem Server-Manager

Unternehmen sollten ihren Server ab und zu einer Überprüfung unterziehen. Neben dem Windows Server Solutions Best Practices Analyzer kann dazu auch der Server-Manager in Windows Server 2008 R2 verwendet werden. Beide Werkzeuge helfen, Probleme zu erkennen und zu beheben:

  • 1. Starten Sie den Server-Manager über das Icon in der Taskleiste. Sie sollten jede Rolle auf Fehler überprüfen.
  • 2. Dazu klicken Sie auf die entsprechende Rolle auf der linken Seite (siehe Abbildung 4) und wählen dann im mittleren Bereich des Fensters die Option "Diese Rolle überprüfen" im Bereich Best Practice Analyzer (siehe Abbildung 5). Auf diese Weise können Sie die Funktionalität aller Serverrollen auf dem SBS-Server testen.
  • 3. Nach dem Scanvorgang erhalten Sie im Fenster auf verschiedenen Registerkarten die gefundenen Warnungen. Sehen Sie sich alle Warnungen an, indem Sie diese per Doppelklick öffnen. Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem der BPA das Problem genau beschreibt, dessen Auswirkung nennt und sogar zeigt, wie Sie den Fehler beheben können.

Der Exchange Server Best Practices Analyzer (ExBPA) ist ein kostenloses Tool von Microsoft, das in Exchange Server 2010 von SBS 2011 fest in die Exchange-Verwaltungskonsole integriert worden ist. Administratoren finden ihn im Bereich Toolbox, wenn sie über Start/Alle Programme/Microsoft Exchange Server 2010 die Exchange Management Console starten. Er überprüft die Installation eines Exchange Servers und nennt Verbesserungsvorschläge für eventuell notwendige Nacharbeiten. Administratoren sollten diesen BPA durchlaufen lassen und dabei sicherstellen, dass auch die Exchange-Komponente auf dem Server funktioniert (siehe Abbildung 6).

Diagnose des Companyweb

Sollen Anwender im Unternehmen ihre Dokumente in SharePoint speichern, also dem SBS-Companyweb, sollten Administratoren auch dieses überprüfen. Die Grundlage des Companyweb ist SharePoint Foundation 2010. Da auch dieses Produkt auf SP2 aktualisiert wurde, macht eine Diagnose durchaus Sinn. Im Gegensatz zu anderen Serverprodukten gibt es für SharePoint 2010 keinen Best Practices Analyzer Administratoren verwenden hier die Zentraladministration. Diese ist über den Link SharePoint 2010-Zentraladministration in der Programmgruppe Alle Programme/Microsoft SharePoint 2010-Products zu finden:

  • 1. Um SharePoint zu überwachen, verwenden Sie den Link "Überwachung" in der Zentraladministration (siehe Abbildung 7).
  • 2. Sobald Sie die Überwachung starten, erhalten Sie einen Hinweis, wenn der Server einen Fehler findet.
  • 3. Zeigt die Zentraladministration nichts an, ist mit dem Server soweit bereits alles in Ordnung.

Starten Sie die Zentraladministration, zeigt Ihnen das Überwachungstool von SharePoint bereits mit einem roten Balken an, ob Probleme auftreten. Nach der Installation von SP2 für SharePoint Foundation 2010 sollten Sie daher zunächst in diesem Bereich überprüfen ob SharePoint Fehler findet, die Sie beheben sollten. Viele Fehler lassen sich durch Anklicken auch automatisch beheben. Klicken Sie auf "Diese Probleme anzeigen", sehen Sie Details zu den gefundenen Fehlern. Hier können Sie einzelne Fehler anklicken und erhalten dann weiteführende Informationen.

Netzwerkdaten erfassen

Starten Administratoren die Windows SBS-Konsole, sehen sie auf der Startseite den Bereich "Die wichtigsten Daten Ihres Netzwerkes auf einen Blick". Hier fasst SBS 2011 Informationen zum Server und den angebundenen Clients zusammen. Wird auf den Link Jetzt aktualisieren geklickt, fragt der Assistent die einzelnen Computer und den Server erneut nach Problemen ab. Hier kann jeder Bereich ein- und ausgeklappt werden. Vor allem nach der Aktualisierung des Servers macht hier eine Überprüfung besonders Sinn. Alle Fehler sollten behoben werden (siehe Abbildung 8).

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