Beta-Test zum freien Windows 10 IoT Core

So installieren Sie Windows 10 auf dem Raspberry Pi 2

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Andreas Donner

Der Startbildschirm von Windows 10 IoT Core: So bringen Sie das Betriebssystem auf einem Raspberry Pi 2 zum Laufen.
Der Startbildschirm von Windows 10 IoT Core: So bringen Sie das Betriebssystem auf einem Raspberry Pi 2 zum Laufen. (Bild: Microsoft)

Windows ist – egal in welcher Version – eher nicht als ressourcensparendes Betriebssystem bekannt. Versuche, Windows stabil und flüssig auf einem eher sparsam ausgelegten Einplatinenrechner wie dem Raspberry Pi zum Laufen zu bekommen, waren deshalb in der Vergangenheit vergebliche Liebesmüh.

Umso erstaunlicher wirkte daher Anfang Mai auf der Microsoft-Entwicklerkonferenz die Ankündigung von CEO Satya Nadella, dass Windows 10 auch in einer IoT-Version für das Raspberry Pi und andere SBCs erscheinen würde.

Diese ist auf das Raspberry Pi 2 mit seinem auf 1GHz getakteten Prozessor und 1GB DDR3-Ram zugeschnitten und derzeit – gegen Registrierung – in der sogenannten Windows 10 IoT Core Insider Preview erhältlich. Bei diesem OS handelt es sich noch um eine sehr unvollständige Betaversion des Betriebssystems. Entsprechend eingeschränkt ist daher auch der aktuelle Funktionsumfang.

PC für Installation vorbereiten

Um Windows 10 IoT Core Insider Preview auf einem Raspberry Pi installieren zu können müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Das Betriebssystem für den Einplatinenrechner ist auf Microsofts Betasoftware-Testportal Connect kostenlos zum Download erhältlich. Die aktuelle Version (Build 2015, Stand 12. Mai 2015) ist etwa 480 Mbyte groß und kommt in Form eines ZIP-Archivs.

Ferner benötigen Sie ein Raspberry Pi 2 und eine MicroSD-Karte, auf der das Betriebssystem aufgespielt wird. Letztere sollte idealerweise eine Klasse-10-Karte sein und über mindestens 8GB Speicher verfügen, bei unserem Versuch reichten allerdings 4 GB auch aus. Anders als bei den bekannten Linux-Distributionen für den Einplatinenrechner muss die microSD-Karte nicht zwangsläufig in FAT32 formatiert werden.

Das Startmenü der Windows 10 Insider Preview.
Das Startmenü der Windows 10 Insider Preview. (Bild: VBM-Archiv)

Allerdings benötigen Sie einen PC, auf dem eine Version der Windows 10 Insider Preview installiert ist. Auch dieses Betriebssystem im Beta-Stadium können Sie kostenlos von Microsoft herunterladen, man sollte sich dafür aber noch einmal – separat – registrieren. Microsoft empfiehlt, das Betriebssystem auf einem eigenen Rechner zu installieren. Laut einigen Blogs soll es angeblich allerdings ausreichen, Windows 10 auf einem virtuellen Rechner laufen zu lassen. Sie sollten außerdem eine microSD-Karte einlegen können, ob nun über einen direkten Slot oder über eine Art von Adapter, ist allerdings egal.

Um Windows 10 IoT Core auf eine microSD-Karte zu übertragen, müssen Sie die Eingabeaufforderung mit Administrator-Rechten ausführen.
Um Windows 10 IoT Core auf eine microSD-Karte zu übertragen, müssen Sie die Eingabeaufforderung mit Administrator-Rechten ausführen. (Bild: VBM-Archiv)

Starten Sie Windows 10 und laden Sie die Windows 10 IoT Core Insider Preview herunter. Entpacken Sie das ZIP-Archiv in einen Ordner, den Sie leicht wiederfinden (in unserem Beispiel C:/Win10IoT ) und legen Sie die microSD-Karte in Ihren Rechner (oder den entsprechenden Adapter) ein.

Nun gilt es, die Datenträgernummer der angeschlossenen microSD-Karte herauszubekommen. Drücken Sie hierfür die „Windows“-Symboltaste und „X“ gleichzeitig. Aus dem Kontextmenü klicken Sie auf den Eintrag Eingabeaufforderung (Administrator). Die Frage, ob die gestartete App auch Änderungen am PC vornehmen darf, beantworten Sie mit einem Klick auf Ja.

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