Jetzt digitalisieren statt Trödeln

So geht die digitale Transformation im Mittelstand

| Autor / Redakteur: Dirk Backofen / Andreas Donner

Die Digitalisierung des Mittelstands ist in vollem Gang – bei Fragen gibt die Telekom Hilfestellung.
Die Digitalisierung des Mittelstands ist in vollem Gang – bei Fragen gibt die Telekom Hilfestellung. (Bild: Deutsche Telekom AG)

Der Mittelstand steht vor einem fundamentalen Wandel seiner Geschäftsprozesse. Alles wird digital. Das Bewusstsein für Veränderungen in den Firmen ist schon da, aber an der Umsetzung hapert es noch. Die Deutsche Telekom unterstützt die Unternehmen bei der „Digitalisierung made in Germany“.

Die aktuelle Situation ist eigentlich paradox. Nahezu alle Studien, die sich mit der Digitalisierung beschäftigen zeigen, dass Unternehmen das Thema ganz und gar nicht egal ist. Im Gegenteil: Die Mehrheit der Firmen sagt, dass die digitale Transformation ganz oben auf ihrer Agenda steht und sie sich gut gerüstet fühlen.

Andererseits ist der Digitalisierungsgrad in 71 Prozent der mittelständischen Unternehmen noch niedrig bzw. sehr niedrig. Das zeigt eine Befragung von Deloitte. Beispiel Handwerk: 81 Prozent der Betriebe sind laut der Handwerksstudie „Manufactum“ zwar mit einer Homepage ausgestattet. Aber ein Onlineshop oder ein Produktkonfigurator sind noch die Ausnahme.

Deloitte hat weiterhin festgestellt, dass Bereiche wie Personal, Wissensmanagement und die Rechtsabteilung noch nicht gut vorbereitet sind auf die Umstellung von analog auf digital – im Gegensatz zu Abteilungen wie Finanzen, IT und Controlling.

Insellösungen sind out

Die Herausforderung: Das Thema Digitalisierung ist für viele Mittelständler zu wenig greifbar. Sie sagen sich: „Ich habe doch schon seit Jahren ein funktionierendes ERP-System. Wozu brauche ich etwas anderes?“ oder „Meine Mitarbeiter sind doch mit Smartphones fürs mobile Arbeiten ausgestattet – reicht das nicht? Eben nicht.

Unternehmen müssen begreifen, dass die Digitalisierung nicht nur einen Teil ihres Geschäfts betrifft. Stattdessen findet gerade ein fundamentaler Wandel statt, der sie im Endeffekt zu vollständig vernetzten Organisationen werden lässt. Insellösungen sind also out.

Es geht darum, künftig nahtlos mit Kunden, Partnern und Zuliefern zu kommunizieren und sich komplett miteinander zu verbinden. Dazu müssen Unternehmen ihre Prozesse anschauen und analysieren, wo Nachholbedarf besteht. Und was ebenfalls ganz entscheidend ist: Die meisten Firmen ziehen ohne Strategie in die Schlacht. Das ist keine gute Idee. Die Digitalisierung muss gut vorbereitet sein und die Strategie muss sich wie ein roter Faden durchs Unternehmen ziehen.

Das heißt: Alle Bereiche sind wichtig. In einer komplett digitalisierten Firma greifen sämtliche Prozesse ineinander. Nehmen Sie etwa die Unternehmensführung. Mit Hilfe von Big-Data-Lösungen kann sie bei Geschäftsschwankungen viel schneller gegensteuern, da sie die Faktenlage früher kennt. Anderes Beispiel: IT-Organisation. Liegen die Desktops in der Cloud können die Mitarbeiter von überall auf Daten zugreifen, stoßen so Prozesse schneller an und kommen damit auch rascher zu Ergebnissen. Größeren Firmen geht es tendenziell darum, ihre Ausgaben zu optimieren und ihre vorhandene IT-Infrastruktur zu modernisieren. Kleinere Mittelständler fangen häufig noch mit der Umstellung einfacher Prozesse an, zum Beispiel indem sie in Bereichen wie dem Vertrieb papierlos arbeiten wollen.

IP ist die Basis

Das A und O der Digitalisierung sind IP-basierte Anschlüsse und eine skalierbare Infrastruktur. Darauf auf setzen dann passende Cloud-Anwendungen und -Services – von Office-Software, über ERP- und CRM-Systemen bis hin zum kompletten Rechenzentrum. Wichtig ist auch das Thema Sicherheit. Das geben die Firmen in allen Studien als ein K.O.-Kriterium für die Entscheidung pro oder contra Digitalisierung bzw. Cloud an.

Die Telekom stellt ihre Netze bis 2018 auf IP um. Mit diesem Schritt werden dann Dienste wie Telefon, Internet oder E-Mail nur noch über ein Netz bereitgestellt. So läuft die Kommunikation zwischen den Diensten und Systemen dann medienbruchfrei und neue Anwendungen lassen sich schnell integrieren. In vielen Fällen kann die Telekom ihren Kunden so außerdem mehr Bandbreite bereitstellen – besonders beim Upload von Daten.

Schrittweise umstellen

Die Telekom unterstützt Mittelständler dabei, ihre Prozesse schrittweise von analog auf digital umzustellen. Das zentrale Ziel: Das wertvolle Wissen der Firmen um digitale Kompetenz zu ergänzen. So kann kein Unternehmen mehr rausfallen aus der digitalen Wertschöpfungskette. Zur Cebit hat die Telekom ihre „Wirtschaftswunderpakete“ geschnürt, um Mittelständler in allen wichtigen Bereichen zu unterstützen.

Mit dem „Digitalisierungs-Paket IP“ zum Beispiel liefern wir die Basis für die Umstellung auf IP. Zum Paket gehören ein IP-Router, den die Kunden gleichzeitig als Telefonanlage nutzen können, ein IP-Telefon und natürlich der Anschluss. Bei Letzterem inklusive sind eine Internet-Flatrate mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s im Download und maximal 40 MBit/s im Upload sowie eine Flatrate für Telefonate ins deutsche Festnetz. Darüber hinaus garantiert die Telekom eine Entstörung innerhalb von maximal acht Stunden.

Mit dem „Hotspot Plug’n’Play-Paket“ unterstützen wir die Firmen mit kostenlosem Gäste-WLAN und helfen ihnen so dabei, ihren Service zu optimieren. Dazu wird der bestehende Internetanschluss sicher geteilt. Den dazugehören Router hostet die Telekom in der Cloud. Die Kunden zahlen einmalig für den Access Point und monatlich für die Hotspot-Leistung.

Für größere Firmen bieten wir mit dem „Industrie 4.0-Paket“ eine Lösung, um Maschinen und Geräte aus der Ferne über eine Cloud-Plattform zu steuern und zu überwachen. Die Daten werden zum Beispiel über Sensoren gesammelt, die direkt an der jeweiligen Maschine angebracht sind und über das Telekom-Mobilfunknetz an die Plattform gesendet.

Basis-Anwendungen fürs digitale Büro gibt es beim „Digitalisierungs-Paket Office“. Vier Mal Software ist inbegriffen, darunter die 100 GB große Online-Festplatte TeamLike und die Intranet-Lösung TeamLike. Beide Anwendungen stellt die Telekom aus ihren deutschen Rechenzentren bereit. Ebenfalls inklusive sind Security-Software von Symantec und Downloadversionen von Word, Excel und PowerPoint für bis zum fünf Endgeräte.

Passende Anschlüsse und Tarife stellt die Telekom mit dem „MagentaEINS Business-Paket“ bereit. Dabei kombinieren die Firmen einen IP-basierten Telekom-Anschluss mit einem berechtigten Mobilfunktarif und profitieren von weiteren, geschäftskundenspezifischen Vorteilen wie mobilem Internet in LTE-Geschwindigkeit und einer Telefonflatrate in alle deutschen Netze.

Dirk Backofen
Dirk Backofen (Bild: Deutsche Telekom AG)

Eventreihe für Digitalisierer

Zum Testen und Anfassen gab es alle Wirtschaftswunderpakete im Rahmen der Eventreihe „mittelstand DIE MACHER“, die in diesem Jahr in sechs deutschen Städten Station gemacht hat. Wichtige Ziele der Veranstaltungen: Kleine Mittelständler zu sensibilisieren für die Digitalisierung und ihnen ganz konkrete Tipps mit auf den Weg zu geben, damit sie ihr Geschäft schnellstmöglich von analog auf digital umstellen können. Themen waren zum Beispiel: Wie gestalte ich meine Homepage, damit sie attraktiv ist und im Netz gefunden wird oder wie nutze ich Social-Media-Kanäle, um mein Geschäft voranzubringen. Hinzu kamen interne Themen, etwa neue Möglichkeiten, um die Zusammenarbeit in Teams zu verbessern.

Über den Autor

Dirk Backofen ist Leiter Marketing Geschäftskunden bei der Telekom Deutschland GmbH.

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