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Analysten sehen Chancen und Herausforderungen bei Offloading Smartphones und Tablets wandern ins WLAN

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

60 Prozent des mobilen Datenverkehrs von Smartphones und Tablets fließt künftig über WLANs – so die Prognose der Analysten von Juniper Research. Mit darauf angepassten Offloading-Strategien böten sich Providern aber nicht nur neue Chancen, sondern auch Herausforderungen.

Mit einer verstärkten WLAN-Nutzung würden auch 3G/4G-Dienste besser angenommen, glauben die Analysten.
Mit einer verstärkten WLAN-Nutzung würden auch 3G/4G-Dienste besser angenommen, glauben die Analysten.
(Bild: Juniper Research)

Bis 2019 sollen Smartphones und Tablets jährlich beinahe viermal soviele Daten per WLAN austauschen wie heute – glauben Analysten von Juniper Research und verkünden entsprechende Zahlen. Laut Studie „Mobile Data Offload & Onload: Wi-Fi, Small Cell & Network Strategies 2015-2019“ werden die mobilen Devices in vier Jahren für 115.000 Petabyte Traffic in lokalen Drahtlosnetzen verantwortlich sein; 2015 gehen die Experten noch von 30.000 Petabyte aus.

Damit würden Smartphones und Tablets mehr Daten über WLANs transportieren, als über Mobilfunknetze. Deren Betreibern böten sich mit Offloading-Strategien einerseits Chancen. Werden Daten auf WLANs umgeleitet ließen sich:

  • die Netzwerkabdeckung verbessern;
  • neue Dienste installieren, zum Beispiel die Telefonie per WLAN (VoWi-Fi);
  • die Nutzung vorhandener 3G/4G-Dienste erhöhen.

Laut Studie stelle Offloading Provider aber auch vor neue Herausforderungen bei Deployment und Wirtschaftlichkeit. So müssten Netzbetreiber eigene WLANs in kritischen Regionen installieren oder mit anderen Anbietern entsprechender Netze kooperieren. Nordamerika und Westeuropa sieht Juniper Research hier offenbar in einer Vorreiterrolle. 2019 solle in den genannten Regionen die Hälfte des weltweiten Offloading-Datenverkehrs abgewickelt werden.

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