Studie zu Performanz & Wettbewerbsfähigkeit

Smarte Unternehmen maximieren die App-Performance

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Mit maximaler Applikationsleistung könnten 77 Prozent der Studienteilnehmer in Stoßzeiten ihre Verkäufe maximieren. Möglich sei ein Umsatzplus von 11 Prozent.
Mit maximaler Applikationsleistung könnten 77 Prozent der Studienteilnehmer in Stoßzeiten ihre Verkäufe maximieren. Möglich sei ein Umsatzplus von 11 Prozent. (Bild: Brocade)

Rund drei Viertel aller Unternehmen sind sich einig, dass sich langsame Anwendungen negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit und somit auf den Umsatz auswirken – dies ist eines der Ergebnisse einer von Brocade beauftragten Studie.

Brocade habe die Studie Why Smart Organizations Maximize App Performance beim Forschungsunternehmen Vanson Bourne in Auftrag gegeben, um die Herausforderungen von Unternehmen bei der Verwendung verschiedener Applikationen zu identifizieren und damit auch besser zu verstehen. Die Umfrage beschränke sich nicht nur auf IT-Abteilungen, sondern umfasse auch die Anwenderebene. Es seien 440 Interviews mit IT-Abteilungen und Abteilungsleitern in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in den USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, China und Russland geführt worden.

Gegenstand der Untersuchung sei es gewesen, die Wichtigkeit von Applikationen in einem Unternehmen zu erfassen, die Strategien zu ermitteln, die benötigt werden, um Anwendungen einzusetzen, die Herausforderungen und die Wirksamkeit der gewählten Lösungen sowie die Auswirkungen, die es auf das Unternehmen hat, wenn Anwendungen nicht voll ausgeschöpft werden, zu erfassen. Dabei würden z.B. Faktoren wie Einflüsse auf die Leistung, die Effizienz und den Umsatz sowie Kundenbeziehungen und die Sicht von Abteilungen außerhalb der IT eine Rolle spielen. Die wichtigsten Untersuchungsergebnisse sind:

Die schlechte Performanz von Anwendungen hat signifikante Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens

  • 74 Prozent der Befragten stimmten darüber ein, dass eine schlechte Leistung von Applikationen Unternehmen daran hindern kann, eine marktführende Rolle zu spielen.
  • Kritisch ist hier, dass der Anwender (z.B. im E-Commerce) im Normalfall den Schaden trägt und das völlig unabhängig davon, was das Problem der Anwendung ist oder wie sie eingesetzt wird.
  • Das Ergebnis sind Unzufriedenheit (36 Prozent bei den cloudbasierten Anwendungen, 44 Prozent bei den nicht cloudbasierten Applikationen), Verzögerungen (40 Prozent bei den cloudbasierten Anwendungen, 36 Prozent bei den nicht- loudbasierten Applikationen) und weniger Nachfolgeaufträge (26 Prozent bei den cloudbasierten Anwendungen, 29 Prozent bei den nicht cloudbasierten Applikationen).

Klare Übereinstimmung: Die Beseitigung der Probleme bringt viele Vorteile

  • Die Befragten antworteten, dass ihre Unternehmen bei Maximierung der Applikationsleistung durchschnittlich 11 Prozent mehr Umsatz erzielen und die Produktivität um durchschnittlich 13 Prozent steigern könnten.
  • Bei der Verdopplung der Applikationsgeschwindigkeit glauben 63 Prozent, dass die Kundenzufriedenheit und 44 Prozent, dass die Kundenloyalität gesteigert werden könnte.

Wenige Befragte sind überzeugt von der derzeitigen Leistung ihrer Applikationen

  • Nur 29 Prozent der Befragten gaben an, dass sie überzeugt davon sind, dass ihre Unternehmensanwendungen bei hoher Auslastung die Leistung aus den Service Level Agreements (SLAs) erfüllen.
  • Insbesondere der Unterschied im Vertrauen in die Applikationsperformanz in Zeiten mit wenig Auslastung (51 Prozent) im Vergleich zu Zeiten mit wenig Auslastung (29 Prozent) ist besonders besorgniserregend.
  • Obwohl nur etwa die Hälfte aller Anwender durchgehend unter Druck stehen, leidet der Großteil insbesondere in den für den Vertrieb kritischen Zeiten unter Leistungseinbußen.
  • 76 Prozent stimmten überein, dass die Fähigkeit, die Marktanteile ihres Unternehmens zu halten oder auszubauen, in solchen Nachfragehochzeiten direkt mit der Leistung der genutzten Anwendungen verbunden ist.
  • 77 Prozent der Befragten gaben an, dass Unternehmen so in Stoßzeiten nicht ihre Verkäufe maximieren können.
  • Unterstrichen wird dies noch von der Tatsache, dass 60 Prozent angaben, sich in solchen Belastungszeiten größere Sorgen um die Leistung der Anwendung als um die Sicherheit zu machen. 50 Prozent der IT-Verantwortlichen sagten, dass genau diese Zeiten der Hochauslastungen sehr schwer vorauszusagen sind.

Applikationen in der Cloud führen nicht automatisch zu den gewünschten Vorteilen

  • 61 Prozent der Befragten sagten, dass ihr Unternehmen cloudbasierte Anwendungen nutzt.
  • Gleichzeitig gaben die Studienteilnehmer an, dass ihr Unternehmen bei cloudbasierten Applikationen ähnlichen Herausforderungen gegenübersteht, wie bei nicht cloudbasierten Anwendungen – 89 Prozent glaubten, dass beides große Herausforderungen für ihr Unternehmen sind.

Unternehmen haben Hunderte Applikationen im Einsatz

  • IT-Verantwortliche gaben an, dass ihre Unternehmen durchschnittlich 329 Anwendungen (inkl. 196 mobiler Applikationen) im Einsatz haben.
  • 63 Prozent der Befragten glauben, dass diese Zahl in den nächsten fünf Jahre noch steigen wird.
  • Stetig werden neue Anwendungen entwickelt, um alte Applikationen zu ersetzen. 60 Prozent bestätigten, dass sie alte Anwendungen durch neue ersetzen anstatt sie zu aktualisieren.

Mobile Anwendungen sind besonders wichtig

  • 59 Prozent der Befragten schätzen mobile Applikationen schon jetzt als sehr wichtig für ihr Unternehmen ein.
  • 54 Prozent glauben, dass mobile Anwendungen in den nächsten fünf Jahren noch weitaus kritischer für ihre Unternehmen werden.
  • 72 Prozent stimmen überein, dass in den nächsten fünf Jahren fast die gesamte Umsatzgenerierung ihres Vertriebes über Online- oder mobile Anwendungen laufen wird – E-Commerce wird bald Standard sein.

Abteilungen übergehen die IT und nutzen ihre eigenen Anwendungen

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Abteilungsleiter gaben an, dass ihre Abteilungen eigene Applikationen entweder schon installiert haben oder Anwendungsprojekte auf den Weg bringen möchten und dies ohne, dass die IT-Abteilung etwas davon weiß.

„Es ist eindeutig: Die Performanz von Anwendungen führt zu großen Problemen in Unternehmen, insbesondere in Zeiten hoher Auslastung. Leidtragender ist da häufig der Kunde. Die Folge ist, dass Unternehmen oft Möglichkeiten, ihren Umsatz signifikant zu steigern, verpassen. Viele der Befragten haben die Wichtigkeit von cloudbasierten Anwendungen erkannt – aber eine Anwendung in die Cloud zu verlegen bringt nicht automatisch eine bessere Leistung für den Kunden“, kommentiert Rein de Jong, Director EMEA Central Regional Sales bei Brocade. „Alle in unserer Studie genannten Schwierigkeiten verlangen nach einem neuen Ansatz bei den Application Delivery Services. Der Einsatz von virtuellen Application Delivery Controllern (ADC) ermöglicht es Unternehmen, die Leistung ihrer Applikationen signifikant zu steigern, nahtlos mit Geschäftshochzeiten – vorhersehbar oder nicht – umzugehen, Anwendungen einfach zu migrieren sowie den Einsatz von Applikationen durch automatische ADC Services zu beschleunigen. Die vADC-Lösungen von Brocade können problemlos in jede Netzwerkumgebung integriert werden und sorgen für verbesserte Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit sowie für mehr Sicherheit, bessere Anwendungsleistung, Integration und Kontrolle. So kann man einfacher neue Anwendungen einführen, Höchstleistung von den virtualisierten Servern erreichen und gleichzeitig seinen Kunden glücklich machen.“

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