Meru Networks entwirft Drahtlos-Topologie für die nächste Generation

Skalierbares WLAN nach 802.11n

08.05.2007 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Martin Hensel

Noch ist der WLAN-Standard IEEE 802.11n gar nicht verabschiedet, schon bringt Meru Networks seine erste dazu passende Lösung auf den Markt. Es handelt sich um einen Dual Radio Access

Noch ist der WLAN-Standard IEEE 802.11n gar nicht verabschiedet, schon bringt Meru Networks seine erste dazu passende Lösung auf den Markt. Es handelt sich um einen Dual Radio Access Point der Produktfamilie „AP300“ und um einen Controller der Serie „MC5000“.

Mehrere Meru-Access-Points werden nicht als individuelle Mikrozellen betrachtet, sondern zu einzelnen virtuellen Reichweitenzonen zusammengefasst. Es entsteht eine Architektur, bei der verschiedene Kanalschichten übereinander liegen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Funknetzimplementierungen ermögliche diese Layered-Channel-Architektur den gleichzeitigen Betrieb aller verfügbaren Kanäle in jedem Bereich. Damit lasse sich die Kapazität eines Netzes durch Einbindung weiterer Kanäle steigern ohne dessen Struktur komplexer zu gestalten.

Somit könne auch die Anreicherung eines Netzes um einen neuen Standard, der größere Bandbreiten zulasse, weitgehend unproblematisch verlaufen, teilt der Hersteller mit, wenn die Netze auf Meru-Technik basierten. Durch eine Zuweisung dedizierter Kanäle für 802.11 a/b/g-Anwendungen werden 11n-Verbindungen nicht ausgebremst.

Laut Craig Thomas, Analyst der Beratungsgruppe Farpoint Group, kann die Bedeutung des kommenden Standards 802.11n gar nicht hoch genug bewertet werden: „8002.11n ist die bedeutendste und weitest reichende Entwicklung für Wireless LAN seit seiner Erfindung, Unternehmensanwender werden große Vorteile in dem erhöhten Durchsatz und der Quality-of-Service bei den Produkten sehen, die auf dem neuen Standard basieren.“

Zu den weiteren Vorteilen des Meru-Systems gehören nach Herstellerangaben indes, dass sich Legacy-Geräte einfach einbinden lassen, Reichweiten- und Kanalplanungen weitgehend entfielen. Zudem ließen sich Funklöcher problemlos schließen. Diese entstehen durch die in 802.11n-Netzen eingesetzte MIMO-Technologie (Multiple Input Multiple Output). Da jedem Client in einem Meru-Netz der jeweils beste physikalische Access Point zugewiesen werde, sei für jeden Client die optimale Leistung gewährleistet, so der Hersteller.

Systemaufbau

Zu den Komponenten des Systems zählt neben den nach IEEE 802.11a/b/g/n sendenden Dual Radio Access Points der AP300-Familie auch der modulare Telco-Grade Multi-Gigabit-Controller MC5000. Controller übernehmen in einer Meru-Networks-Architektur das zentrale Management von Access- und Distribution-Points. Alle Meru-Controller können dabei gleichermaßen als Controller und Distribution Points agieren. Letztgenannte führen jedoch die Datenweiterleitungsfunktion beim Aggregieren des Verkehrs von Access Points aus. Datendurchsätze lassen sich durch Hinzufügen von Distribution Points steigern.

Ergänzt wird das WLAN-Gefüge durch ein Overlay Traffic Distribution System. Das „3-Tier-Traffic-Distribution-System“ (3TDS) ist als Software-Alternative zum Upgrade kabelgebundenen Ethernet Switching Backbone gedacht, wenn Anwender zum Standard IEEE 302.11n migrierien. Es soll in den kommenden Monaten als Option zum Betriebssystem System Director verfügbar sein und ermögliche Anwendern, die gesamte Kapazität von 802.11n zu nutzen.

„Das 3TDS von Meru stellt branchenweit die flexibelste und kostengünstigste Lösung dar, die derzeit das 802.11n-Kapazitätsdilemma adressiert“, wirbt Vaduvur Bharghavan, CTO und Gründer von Meru Networks für sein Produkt. „Wireless-Netze bilden zunehmend die primäre Netzwerktechnologie. Vor diesem Hintergrund gibt unser System Unternehmen eine skalierbare Lösung an die Hand, mit der sie die steigende Zahl von Wireless Kunden und den zunehmenden Bedarf an Bandbreite in den Griff bekommen.“

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