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Hybride Netze mit künstlicher Intelligenz Silver Peak prognostiziert SD-WAN-Trends

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit 2017 erwartet Ausrüster Silver Peak ein entscheidendes Jahr für Corporate Wide Area Networks (WAN). Demnach werden sich Software-Defined WANs auf breiter Basis etablieren und auf maschinelles Lernen sowie künstliche Intelligenz zurückgreifen.

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Ausblick: Service Provider müssen SLA bieten, Hersteller Partner für „Best of Breed“-Lösungen suchen.
Ausblick: Service Provider müssen SLA bieten, Hersteller Partner für „Best of Breed“-Lösungen suchen.
(© envfx - Fotolia)

Während Analysten SD-WANs noch ein wenig mehr Entwicklungszeit zugestehen, prognostiziert Silver Peak bereits für 2017 eine Flut gemanagter SD-WAN-Dienste. Nach Einschätzung des Anbieters für Breitband- und Hybrid-WAN-Lösungen sollen SD-WANs im kommenden Jahr bereits im Mainstream ankommen. Unternehmen werden hybride Ansätze verfolgen und neben konventionellen MPLS-Verbindungen auch Breitbandlinks umfassend nutzen – um etwa Mitarbeiter in Niederlassungen mit Daten und Applikationen zu versorgen.

SD-WANs könnten eine vergleichbare Dienstgüte bieten wie klassische MPLS-Verbindungen. Das müsse sich jedoch auch in den Service Level Agreements widerspiegeln, glaubt Silver Peaks und warnt: Service Provider die künftig keine SLAs für WAN auf Breitbandbasis anbieten werden Probleme bekommen.

Best of Breed verspricht Erfolg

Ähnliches könnte auch für Anbieter von SD-WAN-Lösungen zutreffen. Je mehr Unternehmen SD-WAN im großen Stil einsetzen, desto mehr würde sich auch der Reifegrad unterschiedlicher Ansätze herausstellen; und die taugen mitunter nur für wenige Einsatzgebiete.

Weil einzelne Anbieter alle möglichen Funktionen eines SD-WAN bestenfalls rudimentär umsetzen könnten, bringt Silver Peak „Best of Breed“-Lösungen ins Spiel: Hersteller konzentrieren sich dabei auf ihre Kernkompetenzen – zusätzliche Funktionen und Services werden über ein Partnernetzwerk bereitgestellt.

WAN-Optimierung und SD-WAN wachsen zusammen

Silver Peak glaubt zudem an die Zukunft der WAN-Optimierung. Die sei zwar nicht für alle Außenstellen zwingend, werde aber für einen beträchtlichen Teil von Weitverkehrsverbindungen auch in Zukunft benötigt. Für Unternehmen werde es dabei immer attraktiver, WAN-Optimierung und SD-WAN-Lösung gemeinsam zu erwerben – und nicht mehr als separates Produkt, das in jeder Niederlassung implementiert werden müsse.

Mehr Steuerungsmöglichkeiten bis zur KI

Der Anbieter verweist schließlich auf detaillierte Steuerungsmöglichkeiten. Böten SD-WAN-Lösungen der ersten Stunde bereits die Möglichkeit, Internet-basierten Datenverkehr über einen lokalen Service Provider in eine Niederlassung zu übermitteln („Break-out“), forderten Unternehmen nun mehr. So wöllten Anwender festlegen, welcher Web Traffic über eine Break-out-Verbindung laufe und welche Daten besser über einen eigenen regionalen Hub transportiert werden.

Die hierfür nötigen Analyse- und Kontrollfunktionen könnten künftig noch erweitert werden. So sollen 2017 erste Anstätze von maschinellem Lernen, „Deep Learning“ und künstlicher Intelligenz (KI) im Netzwerkbereich Einzug halten – glaubt Silver Peak. Perspektivisch betrachtet werden WANs sich damit eigenständig konfigurieren und verwalten.

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