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Digitalisierung entlang der „Neuen Seidenstraße“ Sigfox startet 0G-Netzausbau in Russland

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der IoT-Dienstleister Sigfox startet den Ausbau seines 0G-Netzes in der Russischen Föderation. Für dieses Unterfangen mit dem Ziel, Massen-IoT-Services zu ermöglichen, sei man eine Partnerschaft mit dem in Russland und im Baltikum tätigen Venture-Capital-Geber Energo Capital eingegangen.

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Das 0G-Netz von Sigfox soll u.a. die Digitalisierung tausender Eisenbahnkilometer quer durch Russland ermöglichen.
Das 0G-Netz von Sigfox soll u.a. die Digitalisierung tausender Eisenbahnkilometer quer durch Russland ermöglichen.
(Bild: Sigfox)

Nach Angaben von Sigfox nutzt das neu gegründete Unternehmen Sigfox Russia Basisstationen mit extrem hoher Reichweite, um ein landesweites 0G-Netz aufzubauen. Dieses Kommunikationsnetzwerk soll mehr als 85 Prozent der Bevölkerung sowie große Industrieanlagen, Verkehrsknotenpunkte und -korridore abdecken sowie Millionen von Sensoren, Verbrauchszählern und anderen Devices über, so Sigfox, einfache, kostengünstige und besonders energiesparende Funkmodule vernetzen. Aktuell sei das Sigfox-0G-Netz in mehr als 70 Ländern auf fünf Kontinenten verfügbar. Es erreiche mehr als 1,1 Mrd. Menschen und übertrage täglich über 26 Mio. Nachrichten von 15,4 Mio. Devices.

„Russland ist ein Schlüsselmarkt, nicht nur wegen der Größe des Binnenmarktes, der bis 2022 auf bis zu 7,6 Mrd. Dollar anwachsen soll“, erklärt Bertrand Ramé, Senior Vice President Expansion & Partner Management bei Sigfox. „Auch für die globale Wirtschaft ist Russland extrem wichtig, denn sie wünscht sich die Digitalisierung tausender Kilometer entlang der Eisenbahnkorridore der „Belt and Road Initiative“, auch als „Neue Seidenstraße“ bekannt, die von China bis zum Baltikum, Polen und Westeuropa reichen werden. Sigfox ist als Marktführer und De-facto-Standard für IoT-Services im Güterverkehr und Logistiksektor bestens positioniert, um diese Herausforderung zu meistern.“

Mittelfristig sei geplant, über die kommende ELO-Nanosatelliten-Konstellation, die Sigfox in Kooperation mit Eutelsat betreiben wird, eine Netzabdeckung auch in Gegenden wie der Taiga oder der Nordwestroute sicherzustellen, wo terrestrische 0G-Kommunikationsnetzwerke nicht eingerichtet werden könnten.

Das globale Sigfox-0G-Netz sei entwickelt worden, um die physische Welt mit dem digitalen Universum zu vernetzen und so die digitale Transformation der Industrie voranzutreiben. Sigfox sei eine einfache, offene und energieeffiziente Kommunikationstechnologie für das Internet der Dinge. Sie könne Dinge zu niedrigen Kosten anbinden – sowohl was die Anschaffungs- als auch die Betriebskosten betrifft. Dadurch könnten Dinge der physischen Welt digitalisiert werden, bei denen eine Anbindung bisher nicht möglich oder zu kostspielig gewesen sei. Kostensenkende Faktoren seien u.a. die Nutzung eines lizenzfreien Frequenzbandes, der Einsatz eines Ultra-Schmalband-Kommunikationsstandards, die einfache und energieeffiziente Anbindung der Devices, die eine Batterielebensdauer von teils mehr als zwölf Jahren ermögliche, Kosten von teils nicht mehr als 1,40 Euro pro Funkmodul sowie der globalen Netzausbau ohne anfallende Roaminggebühren.

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