Im schnellen UMTS klappt ein Downstream mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde

Sierra Wireless stellt zwei neue Embedded-Module für HSPA-Netze vor

18.06.2008 | Redakteur: Ulrike Ostler

Gaedacht für HSDPA-Netze: Sierra Wireless MC8790V
Gaedacht für HSDPA-Netze: Sierra Wireless MC8790V

Die Module von Sierra Wireless eigenen sich für 3G-Mobilfunknetze: GSM, Edge und HSUPA. Sie finden sich in Notebooks, standortgebundenen Funk-Terminals und Handhelds. Zu den Kunden des kanadischen Unternehmens gehören Lancom, Cisco und FSC. Die Einbau-Komponenten „MC8790“ und „MC8790V“ erlauben einen Downstream von 7,2 Megabit, beim Upload bis zu 2 Megabit pro Sekunde.

Die Module Sierra Wireless MC8790 und MC8790V für HSDPA-Netze sind ebenfalls für OEM-Kunden gedacht. High Speed Downlink Packet Access (HSDPA), ein UMTS-Upgrade, soll Downlink-Raten von bis zu 14,6 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Tatsächlich aber funktioniert das bisher einzig in Laboren. Die nutzbare Datenrate beträgt derzeit höchstens 3,6 Megabit pro Sekunde. Das entspricht ungefähr der Verbindungsgeschwindigkeit von DSL im Festnetz.

Doch die neuen Embedded-Module lassen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downlink und 2,0 Megabit pro Sekunde im Uplink zu, wobei zukünftige Upgrades auf 5,76 Megabit pro Sekunde möglich sind. In Deutschland gibt es Funkzellen, etwa von der Telekom, die derartige Geschwindigkeit bereit stellen, lediglich in Berlin.

So stellt sich die Frage, welche Anwendungen und Anwender von dieser Kapazität profitieren können. Larry Zibrik sagt: „Das Geschäft funktioniert einfach so. Wer die Chance auf eine höhere Geschwindigkeit bekommt, ergreift sie. Sie ist ein Statussymbol und kommt zugleich dem Urwunsch nach, immer das Bestmögliche zu erreichen.“ Zudem sei ganz sicher damit zu rechnen, dass die Telekom-Unternehmen das gesamte UMTS-Netz 7,2-Megabit-fähig machten.

Denn das erfordere lediglich ein Software-Update und sei deshalb geradezu günstig. In einigen europäischen Gebieten befinde sich sogar ISDN bereits zugunsten von HSDPA-Verbindungen auf dem Rückzug. In Australien forciere Telstra den Ausbau enorm, in den USA liefert sich AT&T mit Verizon einen Wettstreit.

Mehr Bandbreite höhere Geschwindigeit

Allerdings, räumt Zibrik ein, werde sich die tatsächliche Bandbreite etwa auf 2 bis 5 Megabit pro Sekunde beschränken. Doch das sei keineswegs katastrophal, da die meisten Anwendungen mit etwa einem Megabit pro Sekunde auskämen. Doch andererseits böte ein 7,2-Megabit-Modul die Sicherheit, immer die bestmögliche Geschwindigkeit zu nutzen, ohne irgendwelche Änderungen vornehmen zu müssen.

Doch zu den Vorzügen der neuen Module gehöre noch mehr:

  • Unterstützung von Triband- (HSPA/UMTS) und Quadband-Netzzugang (EDGE/GPRS/GSM) für weltweites Roaming in Hochgeschwindigkeitsnetzen
  • GPS-Fähigkeit zur Unterstützung Standort-basierter Dienste
  • Eignung für fest installierte Wireless-Terminals und tragbare Handheld-Geräte, die über Sprach-Möglichkeiten verfügen sollen, durch die Funktionalität für Sprachkommunikation (MC8790V)
  • Unterstützung simultaner Sprach- und Datennutzung (MC8790V

Das Funk-Modul MC8790 ist für Original Equipment Manufacturer (OEMs) konzipiert, die mobilen Breitband-Zugang über Notebook-Computer, standortgebundene Wireless-Terminals oder Handhelds anbieten wollen. Mit Triband-Unterstützung für HSPA und Receive Diversity für alle Frequenzbänder ist das Modul nahezu weltweit einsetzbar. So können OEM-Hersteller ihren Entwicklungsaufwand auf ein einzelnes Produkt konzentrieren.

Das MC8790V verfügt darüber hinaus über eine Funktionalität zur Sprachkommunikation und stellt eine Option für OEMs dar, die in ihren Geräten simultane Sprach- und Datenkommunikation benötigen.

Für Test und Integration können OEM-Kunden Musterexemplare des MC8790 erhalten. Die reguläre Auslieferung wird voraussichtlich in diesem Sommer beginnen. Die Verfügbarkeit von Mustern des MC8790V ist für das vierte Quartal geplant.

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