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Igel Chain of Trust Sicherheit vom Chipset über das OS bis in die Cloud

| Redakteur: Peter Schmitz

Mit einer Kette von kryptografischen Signaturen, die die Absicherung des Bootprozesses vom Chipset über das Betriebssystem bis hin zur Virtual Desktop Infrastructure (VDI) realisiert, will Igel beim End User Computing für mehr Sicherheit sorgen.

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Auf der Sicherheitsmesse it-sa 2019 stellte Igel die „Chain of Trust“ vor.
Auf der Sicherheitsmesse it-sa 2019 stellte Igel die „Chain of Trust“ vor.
(Logo: Igel)

Mit der Version 11.03.100 des Igel OS unterstützt Igel mit einer Kette von kryptografischen Signaturen die Absicherung des Bootprozesses vom Chipset bis hin zur Virtual Desktop Infrastructure (VDI). Daneben sind die beschreibbaren Partitionen der SSD, eMMC oder Festplatte verschlüsselt.

Der erste Abwehrmechanismus sitzt bereits auf dem Motherboard. Durch die Kooperation mit dem Chiphersteller AMD führen Manipulationen am UEFI bereits zum Abbruch des Bootvorgangs. Ein dedizierter Sicherheitsprozessor prüft vor dem Booten die Signatur des UEFI auf Vertrauenswürdigkeit. Dank diesem AMD Platform Secure Boot sind Angriffe über das UEFI (wie Evil Maid-Attacken) nicht möglich. Anschließend wird die Chain of Trust weiter geknüpft, indem das UEFI die Signatur das Bootloaders prüft, und dieser den Betriebssystem-Kernel.

Die nächste Stufe ist eine Pre-Boot-Authentication, die vor dem Laden der Betriebssystem-Partition am Kernel ansetzt. Dieser Übergang vom Kernel zum Igel OS bildet das nächste Glied in der Chain of Trust. Allerdings gehen die Fähigkeiten von Igel weit über den Endpoint hinaus. Über TLS/SLL endet die Kette erst in der virtuellen Umgebung. Unabhängig davon, ob es sich um eine klassische VDI-on-Premise- oder eine moderne Desktop-as-a-Service-Umgebung (DaaS) handelt. Es wird in jedem Fall ausgeschlossen, dass eine Partition beeinflusst wurde, bevor auf die eigentliche Arbeitsumgebung und Business Applikationen zugegriffen werden kann.

Die Chain of Trust ist in diesem Umfang ein Novum im End-User Computing. Dadurch können alle Prozesse verzahnt werden, um Angriffsvektoren auf jeder Ebene zu schließen. Selbst wenn Thin Clients nicht von Igel bezogen werden, bleiben die Teile der Zertifikatskette weitgehend erhalten. Erfüllt die Hardware die nötigen Voraussetzungen, kann Igel den Support ebenfalls erweitern.

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