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ISE Integrated Systems Europe 2019 Sharp: Collaboration-Display nach Microsoft-Rezept

Autor / Redakteur: Klaus Länger / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Auf der ISE in Amsterdam zeigte Sharp vom 05. bis 08. Februar eines der ersten Windows Collaboration Displays (WCD). Das 70-Zoll-Gerät wurde in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt und ist für die Anwendungen des Software-Anbieters optimiert.

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Das Windows Collaboration Display von Sharp liefert auf einer Displaydiagonale von 70 Zoll die 4K-Auflösung. Für die Touch-Erkennung nutzt es eine PCAP-Technik, für Videokonferenzen ist eine 4K-Kamera eingebaut.
Das Windows Collaboration Display von Sharp liefert auf einer Displaydiagonale von 70 Zoll die 4K-Auflösung. Für die Touch-Erkennung nutzt es eine PCAP-Technik, für Videokonferenzen ist eine 4K-Kamera eingebaut.
(Bild: Sharp / andresr)

Sharp gehört zu den Herstellern, die Windows Collaboration Displays (WCD) entwickeln, die besonders gut für die Nutzung mit Windows-10-Rechnern, Office 365 und Teams geeignet sein sollen. Zudem sind die Geräte mit diversen IoT-Sensoren ausgestattet, die auf der Azure-Plattform ausgewertet werden und so etwa die Erstellung detaillierter Nutzungsstatistiken erlauben.

Das WCD von Sharp steht laut Birgit Jackson, Commercial Director bei Sharp Visual Solutions, kurz vor dem Abschluss der Zertifizierung durch Microsoft.

Die WCDs sind keine Kopien des Surface Hub von Microsoft, sondern stellen eine eigenständige Gerätekategorie dar. Sie können zwar mit einem eingebauten Windows-10-Rechner ausgestattet werden, kommen aber auch ohne aus. Alternativ kann ein Windows-Rechner mittels USB-C mit dem Display verbunden werden und erhält damit Zugriff auf dessen Touchscreen mit Stift, die 4K-Konferenzkamera mit Fernfeldmikrofon sowie die Lautsprecher.

Entsprechend ausgestattete Notebooks werden über das USB-C-Kabel mit Strom versorgt und geladen. Zudem können Mobilgeräte mittels Screencast auf das WCD zugreifen. Für die 30-Punkt-Toucherkennung nutzt Sharp die kapazitive PCAP-Technik. Das 70-Zoll-Display verfügt über eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten.

Umweltsensoren und Azure IoT

Das WCD-Konzept sieht vor, dass die Displays mit verschiedenen IoT-Sensoren ausgestattet sind, deren Messwerte auf der Microsoft-Azure-Digital-Twins-Plattform ausgewertet werden. Sharp hat dass Display mit Sensoren bestückt, die Luftfeuchtigkeit und -qualität, Beleuchtung und Temperatur erfassen. Zusätzlich ist noch ein Annäherungssensor eingebaut.

So kann beispielsweise die Klimatisierung eines Konferenzraums durch das Facility Management angepasst werden. Die Raumnutzung kann statistisch ausgewertet werden, um so festzustellen, ob der gebuchte Raum auch tatsächlich genutzt wurde oder durch ein „Phantom-Meeting” blockiert war.

Das Windows Collaboration Display von Sharp soll Mitte des Jahres auf den Markt kommen.

Sharp hat das Windows Collaboration Display mit diversen IoT-Sensoren ausgestattet, die auf der Azure-Digital-Twins-Plattform ausgewertet werden. So kann beispielsweise eine automatische Nutzungsstatistik erstellt werden, die zwischen stattgefundenen und „Phantommeetings“ unterscheidet, bei denen niemand anwesend war.
Sharp hat das Windows Collaboration Display mit diversen IoT-Sensoren ausgestattet, die auf der Azure-Digital-Twins-Plattform ausgewertet werden. So kann beispielsweise eine automatische Nutzungsstatistik erstellt werden, die zwischen stattgefundenen und „Phantommeetings“ unterscheidet, bei denen niemand anwesend war.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Weitere ISE-Neuheiten

Neben dem WCD gehören weitere 4K-Displays zu den ISE-Neuheiten von Sharp. Darunter interaktive Big Pads mit 70-, 75- und 86-Zoll-Panel und Android-SoC für den Einsatz im Bildungssektor oder im Unternehmen sowie zwölf Präsentations-Displays, die teilweise ebenfalls mit einem integrierten Android-7.1-SoC als Mediaplayer ausgestattet sind.

Weitere ISE-Höhepunkte des Herstellers sind die zweite Generation des 8K-Displays mit 80-Zoll-Diagonale, der dazu passende 8K-Camcorder 8C-B60A und ein Dummy-Prototyp einer kommenden, kompakten 8K-Videokamera.

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 Klaus Länger

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