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Storage-Effizienz und Datenwachstumsbegrenzung im Rechenzentrum Shared Infrastructure – wie IT mehr Nutzen und Freiheit bringt

Autor / Redakteur: Alexander Wallner / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Rechenzentren müssen sich wandeln, wenn IT mehr sein soll als ein Kostenfaktor. Das Potenzial ist immens und mithilfe einer „Shared Infrastructure“ umsetzbar.

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Gemeinsam mit Cisco und VMware arbeitet NetApp an der „Shared Infrastructure“, die den Rechenzentrumsbetrieb revolutionieren soll.
Gemeinsam mit Cisco und VMware arbeitet NetApp an der „Shared Infrastructure“, die den Rechenzentrumsbetrieb revolutionieren soll.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Zeichen der Zeit stehen auf Wachstum. Die Menge an primären Daten, die weltweit auf Festplatten gespeichert sind, hat bereits 200 Exabyte erreicht. 20 Jahre weiter in der Zukunft sollen es bereits 4.500.000 Exabyte sein.

Speicherintensive Inhalte wie Videos und Bilder, die Mobilität der IT sowie ein kooperativer Arbeitsstil in Echtzeit lassen das Datenwachstum stetig steigen. Solange diesen schnellen und sehr beweglichen Kommunikationsmodellen traditionelle „Aufzeichnungssysteme“ für die Daten gegenüber stehen, wird sich daran auch nicht viel ändern.

Angestoßen durch NetApp entstand in den vergangenen zwei, drei Jahren eine lebhafte Diskussion zum Thema (Storage-)Effizienz im Datacenter und zu den Methoden, um das Datenwachstum zu entschleunigen. Dies war ein Meilenstein in der Entwicklung der IT, seit in den 90er Jahren robuste, aber auch hoffnungslos ineffiziente IT-Silos aufkamen.

Je größer der Umfang und die geschäftliche Bedeutung der IT wurden, desto stärker fiel auch mangelnde Effizienz ins Gewicht. Abhilfe versprechen zwei Wege: Der erste ist der Versuch, aus bestehenden Investitionen mehr herauszuholen. Der zweite Weg ist ein Prozess der Transformation mit dem Ziel einer Shared Infrastructure, die Kosteneffizienz mit Skalierbarkeit und Flexibilität vereint und zu messbaren Ergebnissen führt.

Gemeinsame Nutzung spart Ressourcen

Eine Shared Infrastructure in der IT lässt sich mit der Funktionsweise eines Business Centers vergleichen, das unterschiedlichen Kunden Dienstleistungen vom Bürostuhl über Kommunikationsmittel bis zum Empfang vermietet. So lassen sich hohe Anlaufkosten bei der Standortwahl sowie der Zwang zu Überkapazitäten und das Risiko, diese mangels Wachstum nicht auslasten zu können, vermeiden. Jeder Mieter kann die Ausstattung buchen, die auf seine aktuelle Situation zugeschnitten ist, aber auch seiner tatsächlichen Geschäftsentwicklung angepasst werden kann.

Dieses Konzept ist nahtlos auf die IT übertragbar: Statt dedizierte Silos für Applikationen, interne Abteilungen oder externe Kunden aufzubauen und zu betreiben, lassen sich beliebige IT-Services in einer virtualisierten, gemeinsam genutzten Infrastruktur aus Storage, Servern und Netzwerk bereitstellen.

In einer IT-Welt ohne Virtualisierung liegt die Serverauslastung bei durchschnittlich 10 Prozent. Beim Storage gelten 60 bis 70 Prozent als ineffizient. In Anbetracht der Kosten für diese Investitionsgüter lässt sich schnell eine ernüchternde Rechnung für Anschaffungs- und Betriebskosten einerseits und geringe Nutzbarkeit und Produktivität andererseits aufmachen. Auch mit Blick auf die Datenkommunikation stellt sich die Frage, wie viele Netzwerke, Kabel und Ports wirklich notwendig sind.

Für den Wechsel von IT-Silos auf eine Shared Infrastructure sprechen folglich ökonomische Gründe, wie geringe finanzielle Risiken und schnellere Rentabilität (Return on Investment oder ROI), sowie die breitere Auswahl an Ressourcen.

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Datacenter Transformation: der Preis und die Chancen

Der Wechsel auf eine Shared Infrastructure will finanziert sein, was jedoch einfacher ist, als es klingt. Grundlegend ist eine Analyse der vorhandenen IT-Infrastruktur, um besonders schlecht ausgelastete Ressourcen zu identifizieren.

Unter dem Stichwort ROI Consulting summieren sich vielfältige Kostenbetrachtungen und Möglichkeiten für Einsparungen durch technologischen Vorsprung. Dabei lässt sich der ROI einzelner Maßnahmen nicht allein in Ports, Terabyte oder CPU-Time, sondern ganz konkret in Euro messen. Darauf aufbauend lässt sich gezielt investieren. Die Transformation kann beginnen.

Shared Infrastructure im Detail

Was macht eine Shared Infrastructure aus? Im Grunde eine Kombination aus Technologien zur Virtualisierung der Hardware, aus Management-Software und der Automatisierung von Storage-, Server- und Netzwerkprozessen, um Applikationen, Daten und Ressourcen sicher, effizient und ökonomisch managen zu können.

Storage-Virtualisierung ersetzt Physik durch Logik und hebt die Bindung zwischen der Hardware und den einer Applikation zugeordneten Daten auf. Erst dadurch sind Änderungen am System ohne Ausfall der Applikation möglich. Server-Virtualisierung reduziert den Hardware-Bedarf. Dadurch wird Rechenleistung verbilligt und komprimiert sowie das Management vereinfacht. Die Virtualisierung von Netzwerk-Switches sorgt dafür, dass Server und Storage über eine einzige Struktur kommunizieren können, was die Menge an Ports und Kabeln reduziert.

Auf der Managementseite sind die sichere Trennung der Applikationen und Daten der Kunden ebenso elementar wie die Sicherheit und Qualität des Service sowie die Datenmobilität. Daten und virtuelle Maschinen lassen sich innerhalb der Infrastruktur frei bewegen, so dass kontinuierliche Verfügbarkeit erreicht wird.

weiter mit: Storage-Effizienz noch effektiver

Storage-Effizienz noch effektiver

Im Rahmen einer Shared Infrastructure steigt die Wirksamkeit der Storage-Effizienz zusätzlich, da ihre Reichweite von den Applikationsdaten auf die Server ausgedehnt wird. Werden wie bei NetApp Thin Provisioning, Deduplizierung und Snapshot-Technologie kombiniert, lässt sich die Lücke zwischen der Entwicklung des physischen Kapazitätsbedarfs und der des Datenwachstums fast schließen.

Allein der Effekt der Deduplizierung ist beachtlich: NetApp hat damit bereits mehr als ein Exabyte an Daten von Online-Daten bis Archiv auf eigenen und Systemen anderer Hersteller freigesetzt. Die Einsparungen für den Kunden sind nicht nur enorm, sondern auch kostenlos da Teil des Lieferumfangs jedes NetApp Systems.

Indem die physischen Begrenzungen des herkömmlichen Silo-Modells durch die logischen Abgrenzungen einer Shared Infrastructure ersetzt werden, kann der Kunde alle IT-Ressourcen nutzen, in die er für sein Business investiert hat. Dadurch wird ein bislang ungekannter Grad an Auslastung und Effizienz erreicht, der mit der Erweiterung und Vergrößerung der Infrastruktur skaliert.

Abgestimmt: Imagine Virtually Anything

Für eine Shared Infrastructure lassen sich grundsätzlich Produkte und Services verschiedener Hersteller kombinieren. Je effizienter und besser integriert sie jedoch sind, desto größer ist der Effekt.

Cisco, NetApp und VMware verfolgen unter dem Begriff „Imagine Virtually Anything“ eine gemeinsame Vision aus lückenlosen, validierten und sicheren Lösungen (unter anderem Mandantenfähigkeit), einem gemeinsamen Service- und Support-Angebot und Partnernetzwerk.

Auf diese Weise lässt sich das Versprechen einer IT Shared Infrastructure mit dem aktuell größten ökonomischen Effekt einlösen und das künftige Datenwachstum bewältigen.