Application Centric Infrastructure soll das Netzwerk revolutionieren

SDN war gestern: Cisco stellt ACI vor

| Redakteur: Sylvia Lösel

John Chambers, CEO bei Cisco.
John Chambers, CEO bei Cisco. (Bild: Cisco)

Es klingt revolutionär: Cisco hat seine neue Netzwerk-Infrastruktur vorgestellt. Die Application Centric Infrastructure (ACI) soll Netzwerke künftig agiler machen und weit über die bisherigen SDN-Konzepte hinausgehen. Ebenso neu für Cisco: Man setzt auf offene Standards und ein Open-Source-Modell.

Die Transformation der IT beginnt jetzt – nicht mehr und nicht weniger versprach Cisco bei der Vorstellung der neuen Application Centric Infrastructure in New York. Dank ACI sollen Kunden künftig ihr Netzwerk deutlich flexibler gestalten können. ACI ist laut Hersteller die erste Lösung, die ein vollständiges, integriertes Management des physischen und des virtuellen Netzwerks bietet.

Applikationen stehen im Geschäftsleben heute im Zentrum der Aufmerksamkeit, sagte Cisco-CEO John Chambers in seiner Keynote. Diese durchgängig und hochperformant zur Verfügung zu stellen, sei Aufgabe der IT. Um das zu erreichen, müssen alle IT-Komponenten – Netzwerk, Speicher, Applications, Services und Security – unter einem Dach gemanagt werden. ACI soll dies leisten können und dabei bis zu 75 Prozent Kosten sparen.

ACI besteht aus dem Application Policy Infrastructure Controller (APIC), dem Nexus-9000-Portfolio und verbesserten Versionen des NX-Betriebssystems.

Vorteile von ACI

ACI ordnet über Policy Templates automatisch Netzwerkressourcen und Sicherheitsrichtlinien zu und optimiert zugleich die Lastverteilung und den Durchsatz. Virtuelle Maschinen lassen sich in wenigen Minuten bereitstellen. Aufwand und Kosten für das Management sinken, ebenso die Fehlerquote. Die Anwendungslandschaft kann flexibler auf veränderte Geschäftsanforderungen reagieren. Die Vorteile der Lösung:

  • 75 Prozent Kostenersparnis im Vergleich zu Software-only Netzwerk-Virtualisierung
  • beschleunigte Bereitstellung von Applikationen
  • zentralisiertes Policy Management
  • Investitionsschutz dank offener Protokolle, APIs und Standards

Vorteile des Nexus 9000

Der modulare Cisco Nexus 9000 erweitert die Nexus-Familie. Er lässt sich wahlweise unter NX-OS als Data Center Switch oder im ACI-Modus betreiben. Damit erleichtert Nexus 9000 die Migration in Richtung ACI, und Investitionen bleiben langfristig geschützt. Der maximale Durchsatz des Nexus 9000 beträgt 60 Terabyte pro Sekunde. Mit 576 mal 40-Gigabit-Ports erreicht er laut Hersteller eine um 20 Prozent höhere Port-Dichte als alle vergleichbaren Konkurrenzprodukte mit marktüblichem Chipsatz.

Durch die Kombination von Merchant Silicon und Custom ASICs kann die Anzahl der ASCIs insgesamt reduziert werden. Entsprechend geringer sind die elektrische Leistungsaufnahme und der Kühlungsbedarf. Die Strom- und Kühlungskosten sinken um durchschnittlich 15 Prozent.

Der Application Controller

Die zweite Architekturkomponente ist der frei programmierbare APIC. Er dient als einheitlicher Automatisierungs- und Managementpunkt für die gesamte ACI Fabric. Je nach Performance- und Verfügbarkeitsanspruch lassen sich mehrere APIC-Appliances zu einem Cluster verbinden. APIC unterstützt alle Anwendungen in der Fabric – unabhängig davon, ob diese auf einem virtuellen oder physischen Server laufen. Dabei ermöglicht die einfache Programmierbarkeit fein granulare Sicherheitsrichtlinien, mit denen sich unterschiedliche Anwendungen voneinander isolieren lassen, zum Beispiel in einer multi-mandantenfähigen Public oder Private Cloud.

Der APIC wurde mit offenen Schnittstellen (APIs) entwickelt. Über diese APIs können Open Source Tools wie OpenStack-Komponenten oder auch Third Party Tools einfach und schnell integriert werden. Nach Angaben von Cisco soll ACI reibungslos mit allen marktüblichen Virtualisierungslösungen zusammenarbeiten und werde von einem wachsenden Ökosystem weltweit führender IT-Unternehmen unterstützt.

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