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Optimierte Transportnetze und neuartiges Edge-to-Edge-Routing SDN-Demos zeigen effizientere Netzwerke

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

ADVA Optical Networkign (ADVA) hat demonstriert, wie Service Provider per Software-Defined Networking Transportnetze virtualisieren und Provider Edge Router entlasten.

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Als "ganz neuen Weg für das Routen von Edge-to-Edge Verkehr" beschreibt ADVA das Zusammenspiel von SDN-Controller und Edge Gateways FSP 150EG-X.
Als "ganz neuen Weg für das Routen von Edge-to-Edge Verkehr" beschreibt ADVA das Zusammenspiel von SDN-Controller und Edge Gateways FSP 150EG-X.
(Bild: ADVA/YouTube)

Gemeinsam mit verschiedenen Partnern hat TK-Ausrüster ADVA auf dem SDN & OpenFlow World Congress 2014 in Düsseldorf Lösungen vorgeführt, die den "wahren Mehrwert" von Software-Defined Networking (SDN) aufzeigen sollen. Bei den Testaufbauten wurden Verbindungsnetze virtualisiert und Provider Edge Router (PE) von hohem Datenverkehr entlastet.

Im Detail beschreibt ADVA folgende zwei Demos:

(1.) Transport SDN, in Zusammenarbeit mit TK-Dienstleister BT und ScheduAll, einem Anbieter von Lösungen zur Ressourcenverwaltung

Die Vorführung basiert auf der ADVA FSP 3000 Plattform mit rekonfigurierbaren Add/Drop-Multiplexern (ROADM) und dem ADVA Network Hypervisor. ADVA will damit zeigen, wie das Verbindungsnetz virtualisiert werden kann. Per OpenDaylight-Controller soll dabei eine effektive Kommunikation zwischen virtualisiertem Netz und Applikationen auf höheren Netzebenen sichergestellt werden.

Die Vorführung zeige laut ADVA, wie einfach neue Dienste in einer hochautomatisierten Umgebung bereitgestellt werden können. Die bislang nötige, zeitaufwendige Integration entfalle ebenso wie die Entwicklung lösungsspezifischer Software. Stattdessen nutze der Lösungsaufbau kommerziell verfügbare "OpenFlow Ethernet Switch-Elemente", um Dienste auf optischer Ebene und Ethernetschicht einzurichten.

Einen ähnlichen Test hatte ADVA bereits im September dieses Jahres durchgeführt. Beteiligt waren damals folgende Carrier und Forschungseinrichtungen: China Mobile, China Telecom, TELUS, Verizon, KDDI R&D Laboratories, Orange und China Academy of Telecommunications Research.

(2.) Neuartiger Ansatz zur Verkehrsführung zwischen Customer Edge Router, in Kooperation mit Metaswitch Networks (Metaswitch).

Mit der zweiten Demo verspricht ADVA einen "grundlegend neuen Ansatz für das Routen der gewaltigen und weiter steigenden Datenströme in Telekommunikationsnetzen". Zum Einsatz kommen dabei ADVAs Edge Gateways FSP 150EG-X sowie der Gulfstream SDN Controller von Metaswitch. Im Zusammenspiel optimieren die beiden Produkte automatisch Netzwerkpfade, um Provider Edge Router vom Verkehr zu entlasten und Daten direkt zwischen den Customer Edge Routern auszutauschen.

Laut ADVA führe der gezeigte Ansatz zu enormen Kosteneinsparungen. Christoph Glingener, CTO bei ADVA Optical Networking, kommentiert: "Wir zeigen hier etwas Bemerkenswertes, etwas das wirklich außergewöhnlich ist. Es handelt sich nicht nur um eine schrittweise Verbesserung des Netzes, sondern um einen großen Schritt nach vorn, [...] Unsere Zusammenarbeit mit Metaswitch zeigt einen ganz neuen Weg für das Routen von Edge-to-Edge Verkehr auf. Eine geringere Belastung des Provider Edge Routers verringert nicht nur die operativen Kosten sondern verbessert auch die Effizienz des Netzes. Beides sind sehr wesentliche Kriterien für die völlig überlasteten Netze. Das Maß an Offenheit, Transparenz und Programmierbarkeit unserer Hardware zeigt aufs Neue unser Können bei SDN. Letztendlich geht es darum, dass Produkte schon in der Entwicklung auf Programmierbarkeit ausgelegt sind: Programmable by Design."

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