Connectify Switchboard beschleunigt einzelne Sockets

Schneller Netzzugang aus der Cloud

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dirk Srocke

Die Multiclient-fähige Serverkomponente für Connectify Switchboard gibt es als Cloud-Service oder als Software für Linuxrecher.
Die Multiclient-fähige Serverkomponente für Connectify Switchboard gibt es als Cloud-Service oder als Software für Linuxrecher. (Bild: Connectify)

Connectify Switchboard kann einzelne Skype-Sessions, Uploads oder Videostreams auf mehrere Internetzugänge verteilen und so beschleunigen. Per Crowdfunding sollen dafür nötige Cloud-Server finanziert werden.

Connectify hat eine weitere Anwendung vorgestellt, mit der Internetnutzer mehrere Netzzugänge zu einer schnelleren, virtuellen Verbindung zusammenfassen können. Derzeit wirbt der Anbieter mit einer bereits funktionsfähigen Cloud-Lösung für Windows und Mac OS X; bis zum 13. Juni will man auf der Plattform Kickstarter mindestens 100.000 US-Dollar einsammeln, um dem Produkt den letzten Schliff zu geben.

Switchboard unterscheidet sich deutlich von der schon bisher von Connectify angebotenen Software Dispatch: Dispatch kann einzelne Sockets nicht auf mehrere Verbindungen verteilen und bringt etwa bei einzelnen HTTP- oder FTP-Transfers keinerlei Geschwindigkeitsgewinn. Switchboard dagegen arbeitet auf Paketebene und kann auch solche Übertragungen beschleunigen. Davon profitieren beispielsweise Uploads zu Dropbox, Skype-Telefonate oder VPN-Verbindungen. Den Overhead für die Lösung beziffert Connectify mit fünf Prozent – im günstigsten Fall beträgt die Kapazität der gebündelten Verbindung also 95 Prozent der Summe aller nutzbaren Internetzugänge, darunter 3G/4G, Ethernet und WLAN.

Die Lösung soll auch über Firewalls hinweg funktionieren. Die für das Verfahren benötigte Gegenstellen will Connectify per Cloud bereitstellen. Derzeit betreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits ein halbes Dutzend entsprechender Server. In Zukunft soll die Infrastruktur weltweit ausgebaut werden. Server sollen zunächst in Nordamerika, Europa, Asien, Australien und Südamerika ausgerollt werden; auch Afrika habe man im Auge und bittet Unterstützer zudem um Vorschläge für gewünschte Serverstandorte.

Alternativ können Nutzer Switchboard auch auf eigenen Servern betreiben. Besonders zahlungswilligen Unterstützern auf Kickstarter stellt man die Serverkomponente der Lösung als Software bereit. Die läuft – je nach Angebot – auch unter Linux. Wer das Projekt bereits jetzt mit 1.000 US-Dollar unterstützt, soll Switchboard mit eigenem Server und unbegrenzter Clientzahl nutzen können.

Anwender die Connectify Switchboard aus der Cloud beziehen, werden mit einem Cloud-typischen Abomodell zur Kasse gebeten. Zu den möglichen Kosten liefert die Kickstarter-Offerte ebenfalls Anhaltspunkte: Für 50 US-Dollar erhalten Unterstützer ein Jahr lang jeden Monat zehn GByte gebündelten Datenvolumens.

Connectify Switchboard soll im November erscheinen – vorausgesetzt die Kickstarter-Kampagne läuft erfolgreich. Nach fünf Tagen waren bereits Zusagen über 22.275 US-Dollar eingegangen; das Ziel von 100.000 US-Dollar muss bis zum 13. Juni erreicht werden.

Der Anbieter hat übrigens Erfahrung mit Crowdfunding: So hatte Connectify schon die Software Dispatch per Kickstarter finanziert.

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