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RPO | Recovery Point Objective | Zeitspanne des Datenverlustes

| Redakteur: Gerald Viola

Datensicherungen erfolgen nach einem automatisierten Fahrplan. Im einfachsten Fall macht man einmal in der Woche eine Vollsicherung. Bei komplizierteren Fahrplänen erfolgt die Vollsicherung

Datensicherungen erfolgen nach einem automatisierten Fahrplan. Im einfachsten Fall macht man einmal in der Woche eine Vollsicherung. Bei komplizierteren Fahrplänen erfolgt die Vollsicherung Freitagabend und an jedem weiteren Wochentag werden die aktuellen Tagesdaten durch eine zeitlich unaufwendige inkrementelle Datensicherung geschützt. In jedem Fall gehen mehr oder weniger Daten zwischen zwei Datensicherungen verloren. Die Zeitspanne des zulässigen (verkraftbaren) Datenverlustes versteckt sich bei der Definition von Serviceleveln hinter dem Begriff RPO, Recovery Point Objective.

Die Festlegung eines RPO, also die Zeitspanne der letzten Datensicherung bis zur Katastrophe, ist abhängig von technischem und organisatorischem Aufwand, den ein Unternehmen zu treiben bereit ist, um den Datenverlust zu minimieren. Die RPO-Zeitspanne solle nicht rein technisch betrachtet werden, sondern nach der Datenmenge, die pro Zeiteinheit in einem Unternehmen erstellt wird.

Wurde der RPO für einen Computer, ein System oder ein Netzwerk einmal definiert, bestimmt er den maximalen zeitlichen Abstand zwischen Datensicherungen. Zusammen mit der Wiederanlaufdauer (RTO für Recovery Time Objective) hilft das dem Administrator bei der Wahl der optimalen Notfallwiederherstellungsmethoden und -maßnahmen.

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