P2P-Netz als Mobilfunk-Alternative

Roampod spannt Meshnet für Smartphones

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Die von Roampod angebotene Hardware funkt weiter als das eine reine Softwarelösung per Bluetooth oder WLAN.
Die von Roampod angebotene Hardware funkt weiter als das eine reine Softwarelösung per Bluetooth oder WLAN. (Bild: Roampod)

Mit Roampod sollen Smartphones auch ohne Mobilfunknetz miteinander kommunizieren. Hierfür bauen die externen Funkeinheiten ein Meshnetz auf. Dessen Teilnehmer können bis zu 30 Kilometer voneinander entfernt sein.

Noch in diesem Herbst will das Unternehmen Roampod Funkeinheiten mit gleichem Namen ausliefern. Dabei handelt es sich um Funkeinheiten, die Smartphones Zugriff auf ein autarkes Meshnetzwerk gewähren. Anwender der Peer-to-Peer-Infrastruktur können so ohne klassisches Mobilfunknetz und ohne Datenübertragungskosten Informationen miteinander austauschen.

Ein Roampod soll sich per Bluetooth und App mit iOS- und Android-Geräten verbinden lassen. Untereinander kommunizieren die Roampods mit einer Sendeleistung von bis zu einem Watt auf global verfügbaren Frequenzen unter einem Gigahertz. Als Modulation nutzen die Systeme Frequency Hopping Spread Spectrum (FHSS).

Laut Hersteller überbrücken die Roampods bis zu 30 Kilometer bei freier Sicht, in dicht bebauten, städtischen Umgebungen betrage die Reichweite bis zu anderthalb Kilometer. Daten werden dabei verschlüsselt (Elliptic Curve Cryptography), aber mit vergleichsweise geringen Transferraten übertragen. Roampod nennt eine Größenordnung von einigen kbit/s – die in aktuellen Mobilfunknetzen möglichen Geschwindigkeiten von mehreren Mbit/s liegen um den Faktor 1.000 höher.

Damit eigne sich das System für Ortungsdaten oder Messaging, also den Austausch einfacher Nachrichten – ist kein Smartphone gekoppelt, werden die Informationen übrigens auf dem Roampod zwischengespeichert. Prinzipiell tauge die Lösung jedoch als Übertragungsweg für beliebe andere Anwendungen.

Ein Roampod misst 113 x 46 x 22 Millimeter. Der eingebaute Akku mit 2.400 mAh soll im aktiven Betrieb zwischen zwei und vier Tagen durchhalten. Bereits jetzt arbeitet die Lösung laut Anbieter gemäß EU-Vorschriften, eine Zertifizierung für den hiesigen Markt ist für 2016 geplant.

Roampod plant eine Kampagne auf der Crowdfounding-Plattform Kickstarter. Frühen Unterstützern werde man zwei Roampods zu einem Preis ab 99 US-Dollar anbieten.

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