Steelhead Appliances für die Beschleunigung im WAN gibt es jetzt als Software

Riverbed virtualisiert seine WAN Optimization Controller

28.07.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die Riverbed-WOC-Appliances werden Software und passen in virtuelle Umgebungen
Die Riverbed-WOC-Appliances werden Software und passen in virtuelle Umgebungen

Ab Ende August gibt es die „Steelhead“ WAN Optimization Controller (WOC) von Riverbed auch als Software. Die virtuellen Appliances entsprechen im Funktionsumfang den jeweiligen Hardware-Angeboten und laufen unter dem aktuellen Betriebssystem „Rios 6.1“. Sie eignen sich für VMware-Umgebungen und erlauben zunächst eine Optimierungs-Performance von einem bis 45 Megabit pro Sekunde.

Im März dieses Jahres hatte Konkurrent Citrix mit dem „Branch Repeater VPX“ seine virtuelle Lösung zur Optimierung von Wide Area Networks (WAN) angekündigt. Jetzt ist Riverbed dran.

Nach Angaben von Christian Lorenz, Product Marketing Manager bei Riverbed, handelt es sich bei den virtuellen Appliances keinesfalls um gänzlich neue Produkte. Vielmehr mache das Unternehmen die Funktionen nun als reine Software zugänglich.

Die virtuellen WOCs seien insbesondere in „rauen“ Umgebungen gefragt, etwa auf Schiffen, wo der Untergrund vibriert, aber auch dort, wo es feucht und schmutzig sei. Denn die Steelhead-Geräte seien für „normale“ Umwelteinflüsse gebaut, mit mäßigen klimatischen Bedingungen.

Einsatzmöglichkeiten und -größen

Aber auch Betreiber von Rechenzentren, die bereits zu 100 Prozent virtualisiert seien, verzichteten lieber auf herstellerspezifische Hardware. Zudem könne die Software im Vergleich zu den Hardwaresystemen damit aufwarten, dass sie schneller integriert sei und Upgrades problemloser vonstattengingen.

Allerdings ist der Einsatz bisher nur beschränkt auf VMware-Umgebungen. Die virtuellen Appliances untertützen ESX 4.0 sowie ESXi 4.0. Dank RIOS 6.1 sind die Virtual Appliance Multi-Domain-fähig und damit für den Service-Provider-Einsatz geeignet.

Außerdem kann die Hardware Netzwerkverkehr bis zu einem Gigabit-Durchsatz optimieren. Die Steelhead-Software vorläufig auf den Bereich von 1 bis 45 Megabit pro Sekunde beschränkt (Übersicht über die ersten verfügbaren virtual Steelhead-Versionen siehe: Abbildung). „Angesichts der Anhängigkeit vom Hypervisor, können wir bis jetzt keine höheren Durchsätze garantieren“, sagt Lorenz.

Cluster und Preis

Allerdings ließen sich die virtuellen Appliances clustern, um stärkeren Traffic zu optimieren. Die Steelhead-Appliances erkennen benachbarte Riverbed-WOCs via Auto-Sync. Allerdings könne ein Unternehmen über Clustering der Virtual Appliances auch einen höheren Optimierungsdurchsatz erzielen.

Die kleinste Ausführung einer virtuellen Steelhead-Appliance ist für rund 2900 Dollar zu haben.

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