DZ-Bank gibt zwischen Singapur und Frankfurt Gas

Riverbed und Cisco beschleunigen interkontinentalen WAN-Verkehr

09.07.2007 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die Latenzzeiten beim Datenverkehr der DZ Bank zwischen Frankfurt und Asien liegen nun auf LAN-Niveau, bestätigt das Kompetenz-Zentrum für Telekommunikations- und Netzwerkservices der Volksbank-Gruppe, die VR Netze GmbH. Die Performance stieg, nachdem der Dienstleister Beschleuniger von Riverbed Technology mit der Bezeichnung „Steelhead WDS Appliance“ einführte.

Mehr als 3.900 beschäftigte arbeiten für die DZ Bank AG an zehn Standorten innerhalb Deutschlands und fünf Niederlassungen im Ausland, in Hongkong, London, Singapur und New York. Die Geschäftsprozesse und IT-Infrastrukturen sind jedoch im Frankfurter Hauptsitz zentralisiert. Somit greifen die Mitarbeiter in den Niederlassungen per Wide Area Network (WAN) auf Anwendungen und Daten zu. Doch der Zugriff dauert zum Teil viel zu lange, um effektiv arbeiten zu können.

Für die Telekommunikations- und Netzwerkleistungen des Geldhauses, das als Zentralbank für mehr als 1.000 Volks- und Raiffeisenbanken agiert, ist die VR Netze GmbH zuständig. Peter Eckert, der dortige Abteilungsleiter Enterprise Data Networks, beschreibt die Situation: „ Wir mussten den Mitarbeitern der DZ Bank außerhalb Deutschlands die gleiche Performance zur Verfügung stellen wie den Mitarbeitern am Hauptsitz. Dazu hätte eine Steigerung der Performance um 30 bis 50 Prozent nicht ausgereicht.“

Dass das Problem letztlich gelöst werden konnte, verdankt Eckert unter anderem einem Gerät von Riverbed, das eingesetzt wird, um die Leistungsfähigkeit von Anwendungen in WANs zu steigern. Das Projekt begann 2005, die anderen Standorte kamen dann dieses Jahr hinzu.

Nachdem Lösungen von Cisco und Juniper evaluiert worden waren, ist die Wahl nach Aussage des Abteilungsleiters auf dieses Produkt gefallen, weil es vergleichsweise einfach in die bestehende Infrastruktur mit 300 Cisco-Routern und -Switches sowie mehr als 20.000 LAN-Ports zu integrieren gewesen sei. Insgesamt sind neun Appliances im Einsatz, vier davon in der Frankfurter Zentrale und fünf in den Niederlassungen Singapur, New York, Hong Kong, London und seit kurzem auch Mailand.

Das Ergebnis des Tunings: „Seit wir die Riverbed-Lösung installiert haben, konnten wir die Latenzzeiten zwischen Frankfurt und Asien von 250 Millisekunden auf LAN-Niveau reduzieren“, sagt Eckert und fügt hinzu: „Gleichzeitig ist unsere Kapazität im WAN um 250 bis 400 Prozent gestiegen.“

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2005934 / Performance-Management)