Riverbed verdient sich in der Wirtschaftskrise eine goldene Nase

Riverbed-Manager Wolford: „Mit uns lassen sich Kosten sparen.“

05.05.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler

Eric Wolford ist Vice President Marketing und Business Development von Riverbed Technology
Eric Wolford ist Vice President Marketing und Business Development von Riverbed Technology

Riverbed verdient gut – auch in oder gerade wegen der Krise. Das Unternehmen stellt Optimierungslösungen her, die Applikationen sicher und schnell per Wide Area Network in Dependancen und Fillialen zugänglich machen. Hauptkonkurrent ist Cisco. Allerdings weist der Wettbewerber ein Negativwachstum aus, wie Eric Wolford, Senior Vice President Marketing und Business Development von Riverbed, weiß. So erläutert er gerne seine guten Marktzahlen.

Riverbed Technology ist rührig: Erst in diesem Jahr hat das Unternehmen die Partnerschaft mit Microsoft und EMC vertieft und ist einer der fünf neuen Partner im neuen HP-ProCurve Programm. Ende April gab es Workshops für Administratoren; hier ging es um netzwerkweites Monitoring, Performance-Analyse von geschäftskritischen Anwendungen, Data Center Discovery, WAN/IT Performance-Optimierung, Datensicherheit und proaktives Netzwerk-Management, effiziente Fehlersuche sowie Migrationsprojekte für die Konsolidierung in Rechenzentren.

Außerdem hat der Hersteller kürzlich angekündigt, sein User Group Programm weiter auszubauen. Das Progamm der Riverbed User Group (RVUG) besteht nun seit gut einem Jahr und wurde ursprünglich aus dem Online Kunden Community-Forum entwickelt, welches zu über 50 Prozent aus Riverbed Kunden besteht. Nun will der Hersteller die Veranstaltungen und Meetings der User Group in über 20 Regionen weltweit stärker unterstützen.

Die User treffen sich, um Ideen und Informationen auszutauschen. Jede Veranstaltung wird von Riverbed unterstützt, indem das Team einen praktischen Einblick in die neuesten und geplanten Features der „Steelhead“-Appliances, der „Steelhead Mobile“ und der „Riverbed Service Platform“ gibt.

Dieses Jahr gibt es auf den Events zudem nähere Informationen zu den „Cascade Appliances“. Diese sorgen für mehr Transparenz in Bezug auf das End-to-End Application Delivery und bieten leistungsfähige Analyse-Tools für das Verhalten im Netzwerk.

Riverbed macht gute Geschäfte?

Wolford: Im vergangenen Quartal, das am 31. Dezember 2008 endete, konnten wir einen Umsatz von 92,2 Millionen Dollar einfahren. Das sind rund 21 Prozent mehr als im selben Vorjahreszeitraum und 7 Prozent mehr als im 3. Quartal. Auf das Jahr gesehen stieg der Umsatz gar um 41 Prozent auf 333 Millionen Dollar. Unserer Kasse weist derzeit 268 Millionen Dollar Cash auf.

Eric Wolford: „Jetzt geht es darum, Kosten zu senken.“
Eric Wolford: „Jetzt geht es darum, Kosten zu senken.“

Das Netto-Einkommen (nach GAAP) belief sich auf 23,3 Millionen. Ein Vierteljahr zuvor mussten wir noch einen Netto-Verlust von 12,4 Millionen Dollar ausweisen. Für das gesamte Jahr 2008 belief sich das Netto-Einkommen auf 10,6 Millionen Dollar. Im Vorjahr konnten wir 14,8 Millionen Dollar als Gewinn ausweisen.

Das vergangene Quartal ist damnach finanziell das beste, das Sie jemals hatten. Worin ist dieser Erfolg begründet?

Wolford: Im Bereich WAN-Optimization gehören unsere Produkte zu dem besten auf dem Markt. Außerdem tun wir viel für ihre Weiterentwicklung: Im vergangenen Jahr haben wir 13 neue „Steelhead“-Appliances ausgeliefert, Die zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass Updates einfacher ausführbar sind. Außerdem gab es neue Versionen der Management-Konsolen „Riverbed Optimization System“ (Rios) und „Steelhead Mobile and Riverbed Services Platform“ (RSP). Zudem ist jetzt die VMWare-Software als Virtualisierungs-Plattform in RSP eingebaut, was den Anwendern erlaubt, nahezu jede Software auf der Plattform laufen zu lassen.

Außerdem konnte Riverbed im vergangenen Jahr rund 2.000 neue Kunden gewinnen. Jetzt sind es 5.000.

Schließlich haben wir unserer Präsenz auf insgesamt 29 Länder ausgedehnt und zählen nun 200 Channel-Partner, 800 VARs, Systemintegratoren und Service-Provider.

weiter mit: Krise gut – alles gut. Und dann?

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