Mobile-Menu

Die größten Hackerskandale der vergangenen zehn Jahre

Risiken und Schäden durch Internetkriminalität

Seite: 2/2

Firma zum Thema

UFOs, Außerirdische und ein Hacker

Gary McKinnon ist ein Hacker mit dem Asperger-Syndrom, dem es gelang, sich einen Zugriff auf Regierungs-Computer zu verschaffen. Offiziell begründete er sein Vorhaben damit, er habe nach Hinweisen auf die Existenz von UFOs gesucht.

Die US-Regierung bezifferte den Schaden auf rund 800.000 US-Dollar – nicht etwa durch Vandalismus, sondern alleine aus dem Grund, dass ihm das Eindringen überhaupt gelungen war und teure Sicherheitskontrollen und Updates durchgeführt werden mussten.

Aufgefallen waren McKinnons Aktivitäten, als sein Eindringen im September 2001 kritische Systeme behinderte. 2002 wurde der Hacker von britischen Ermittlern verhaftet.

You’ve got mail

Dem amerikanischen Online-Dienst AOL war 2006 ein folgenschweres Missgeschick unterlaufen. Durch einen technischen Fehler gab das Unternehmen 2006 etwa 20 Millionen Daten frei – die Informationen von über rund 20 Millionen Stichwortsuchen. Dazu gehörten vertrauliche Daten von 650.000 Nutzern.

Das Internetunternehmen räumte nach dem Vorfall ein, dass von den freigegebenen Daten etwa 660.000 anonyme Nutzer über einen Zeitraum von drei Monaten betroffen seien. Im Zuge des Vorfalls musste Technologiechefin Maureen Govern ihren Hut nehmen.

Die Folgen eines Hackerangriffs sind beträchtlich und deutlich schwerwiegender als reine Geldeinbußen. Neben dem Verlust von Kunden und Partnern bringen Sicherheitsvorfälle, wie die in den genannten Beispielen, immense Reputationsverluste mit sich. Auch die Gewinnung von Neukunden wird teurer und schwieriger.

„Oftmals unterschätzen Unternehmen die potentiellen Gefahren und Schäden, die ein Hacker-Angriff mit sich bringt. Vor allem Großunternehmen verfallen dabei dem Irrglauben, dass ihre Investitionen in Security-Technologien bestimmt ausreichend seien,“ kommentiert Andreas Ressle, Channel Manager bei Faronics.

Konzerne schätzten die daraus resultierenden Kosten und Reputationsschäden von Hackerangriffen manchmal nicht richtig ein. Reesle fügt hinzu: „ Diese Fehleinschätzung hält Unternehmen davon ab, in die notwendige Sicherheitssoftware oder das unabdingbare Wissen zu investieren.“

(ID:42229453)