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Radio Frequency Identification soll bei Mittelständlern die Prozesse verbessern RFID-Leuchtturmprojekt von Cipherlab und GEMIT

| Redakteur: Ulrike Ostler

Auto-ID-Spezialist Cipherlab und das Institut für Geschäftsprozess-Management und IT (GEMIT) der Hochschule Niederrhein wollen kleinen und mittelständischen Unternehmen beim Einsatz und der Einbindung von RFID-Techniken helfen. Im Rahmen des Projekts „RFID Application and Support“ (R.A.A.S.) für die Europa-Regionen Rhein-Maas-Nord und Rhein-Waal sollen ihnen so Verbesserungen bei den Geschäftsprozessen gelingen.

Tier-Identifikations-Chip, 134,2 Kilohertz ISO, mit einer 2-Euro-Münze zum Größenvergleich; Bild: Wikipedia
Tier-Identifikations-Chip, 134,2 Kilohertz ISO, mit einer 2-Euro-Münze zum Größenvergleich; Bild: Wikipedia
( Archiv: Vogel Business Media )

Unternehmen, die außerhalb des geförderten Gebietes liegen und nicht von R.A.A.S profitieren können, fördert das Land Nordrhein-Westfalen durch so genannte „Innovationsgutscheine“. Dadurch werden Investitionsberatungen, Forschung und Entwicklung für neue Produktionsverfahren, Produkte und Dienstleistungen unter bestimmten Voraussetzungen mit Landesmitteln gefördert.

Cipherlab unterstützt das Projekt durch Technik und Expertise. Dazu Alexander Hamm, Business Development Manager bei Cipherlab: „Das R.A.A.S.-Projekt soll vor allem dabei helfen, erprobte und einsatzfähige RFID-Technologien zu verbreiten.“

Es gehe nicht um Technologien aus dem Elfenbeinturm, sondern um konkrete Verbesserungen in den Abläufen. „Wir sehen das im täglichen Geschäft: Vielen kleinen und mittleren Unternehmen sind die Kosten- und Effizienzvorteile durch Auto-ID-Technologie überhaupt nicht bekannt“, so der Manager.

Bausteine des RAAS-Projekts

Ein wesentlicher Baustein des Projekts ist das Anwendungszentrum in den Räumen der GEMIT, in denen typische Prozesse und Anwendungen für kleine und mittlere Unternehmen nachgestellt werden. Die Prozesse werden dabei über Mobilcomputer von Cipherlab automatisiert, die der Auto-ID-Spezialist für diese Kooperation zur Verfügung stellt.

Cipherlab-Geräte der Serie „9400“ bieten Werkzeuge zur Datenerfassung und zur kabellosen Kommunikation, per Strichcode, RFID, Tastatur und Tastbildschirm, Bild: Cipherlab (Archiv: Vogel Business Media)

Darüber hinaus wird es für interessierte Unternehmen kostenfreie Beratungsleistungen geben. Das Projekt konzentriert sich dabei auf eine Reihe von Branchen, für die der Einsatz von RFID-Technologie besonders große Effizienzvorteile mit sich bringt: Agrobusiness, Textil, Gesundheitswesen, Food, Logistik und Produktion.

„Wir wollen den Unternehmen die Angst vor neuen Technologien nehmen“, fasst Wilhelm Mülder, Leiter des GEMIT-Instituts, die wesentlichen Ziele zusammen. „Dazu ist es notwendig, dass wir RFID einfach implementierbar machen. Wir setzen dazu stark auf Standardisierung und so genannte „Copy Cat“-Projekte, die sich ohne große Anpassung in unterschiedlichen Unternehmen integrieren lassen.“

Individuelle Beratung soll nicht zu kurz kommen

Aber auch die Beratung vor Ort spiele eine große Rolle: Zu Beginn des Projektes seien insgesamt 100 Firmenbesuche eingeplant, auf denen sich die Experten die lokalen Gegebenheiten im Detail ansehen können“, sagt Professor Mülder. Machbarkeitsstudien sowie Business Cases rundeten das kostenfreie Beratungs- und Informationsangebot für die Unternehmen ab.

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